Düsseldorf Aktuelles

D_Kita_1_23052019

Lautstark zog der Hauptzug durch die Innenstadt

Düsseldorf: Tausende demonstrieren mit dem Bündnis „Mehr Große für die Kleinen“

Dass das Maß voll ist und endlich etwas geschehen muss zeigten rund 12.000 Beschäftigten von Kindergärten aus ganz NRW, die am Donnerstag (23.5.) in Düsseldorf auf die Straße gingen. Überall fehlt Personal, Fachkräfte sind Mangelware und dennoch sollen die Kitas flexiblere Öffnungszeiten anbieten und die Kinder schon als Babys betreuen. In Düsseldorf setzten die Demonstranten ein eindrucksvolles Zeichen, dass die Politik endlich handeln muss. In zwei Demonstrationszügen zogen sie zum Rheinpark Golzheim.

D_Kita_2_23052019

Auf Plakaten wurde der Unmut thematisiert

Die Probleme in den Kitas gleichen sich überall: Es werden flexiblere Öffnungszeiten gewünscht, immer mehr Kinder, beanspruchen immer früher einen Kindergartenplatz und die Anforderungen an die Förderung der Kinder steigt stetig. Im Bündnis „Mehr Große für die Kleine“ haben sich Kita-Mitarbeiter kirchlichen und öffentlichen Trägern, von Wohlfahrtsverbänden, die Gewerkschaften ver.di und GEW, dem Beamtenbund und Eltern organisiert, um zu zeigen, dass die Kitas am Limit sind.

KiBiz-Reform

Seit Jahren warten alle Beteiligten auf eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Doch was der NRW-Landtag jetz Anfang Mai beschlossen hat, reicht den Beschäftigten nicht. Ab 2020/21 plant das Land jährlich zusätzlich rund 1,3 Milliarden Euro in die Kindertagesbetreuung zu investieren. Schwerpunkte sollen die Steigerung der Qualität durch mehr Erzieher, flexible Öffnungszeiten und eine verbesserte Sprachförderung. 115 Millionen Euro sollen für den Platzausbau bereit gestellt werden. Ab dem Kitajahr 2020/2021 soll ein zweites beitragsfreies Kindergartenjahr eingeführt werden. Mit einer Fachkräfteoffensive soll der Erzieherberuf attraktiver gestalten werden.

D_Kita_3_23052019

Es gab zwei Demozüge: Einer von den Rheinwiesen an der Kniebrücke zum Rheinpark und ein zweiter Hauptdemozug ab DGB Haus.

Protest gegen die Pläne

„Nach 12 Jahren „Erprobung“ des KiBiz ohne jede Evaluation in die Revision zu gehen und die bestehenden Probleme nicht anzupacken ist keine Verbesserung, sondern eine Ohrfeige für die Beschäftigten in den Kitas und eine Absage an gute frühkindliche Bildung in NRW,“ erklärte Thorsten Böning, Sprecher des Bündnisses „Mehr Große für die Kleinen.“ Mit dem verabschiedeten Entwurf gibt es „Mehr Aufgaben, mehr Anforderungen, mehr Flexibilisierung – mehr von allem ohne mehr Personal. Die Gruppen bleiben zu groß, die Zeiten für Vor- und Nachbereitung zu kurz. Die Leitungen müssen sich weiter zwischen Konzeption und Arbeit in den Gruppen zerreißen. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten erledigen sich in den Augen der Landesregierung offenbar „mit links““, ergänzt Bündnissprecherin Katharina Schwabedissen.

Klare Worte

Für viele Demonstranten ist klar, dass mit den aktuellen Stundenpauschalen von 25, 30 oder 45 Stunden die Öffnungszeiten von bis zu 50 Stunden und mehr in der Woche weder zu finanzieren und noch personell zu besetzen sind. Die Forderung lautet: Mehr Personal, Freistellung für die Leitungen, Zeit für Vor- und Nachbereitung, Hauswirtschaftskräfte und eine Ausbildungsoffensive.

Unterstützt wurden die Demonstranten vom Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus. Deren Ruf "Mehr von uns ist besser für alle" wurde gerne übernommen. Die Demo soll nach Aussage der Organisatoren ein erstes Zeichen des Protests sein. Bis Ende Juni ist eine Unterschriftenaktion geplant.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Wlan_VHS_06122019

In Düsseldorf gibt es jetzt über 100 Zugangspunkte zum freien WLAN in städtischen Einrichtungen. Damit konnten die 45 Zugangspunkte, die bereits im Sommer unter hotspot.duesseldorf geschaltet wurden, nochmals erweitert werden.

D_Nikolaus_Schiff_06122019

Als der Nikolaus am Freitagmorgen (6.12.) in flotter Fahrt mit dem Feuerlöschboot "Alfons Frings" der Feuerwehr Neuss am Burgplatz anlegte, wurde er bereits von den Kindern aus sechs Kindergärten erwartet. Viele der Kinder trugen gelbe Westen, um bei dem diesigen Wetter besser gesehen zu werden. Sofort erkannten sie, auch der Nikolaus trägt gelb – denn die Rettungsweste ist auch für einen heiligen Mann Pflicht.

D_Wonderland_Jickie-Boutique_20191206

Zweifellos gibt es in Düsseldorf schon mehr als genug Möglichkeiten zum Shoppen und Glühweintrinken. Die Weihnachtsmärkte ziehen sich ja als leicht penetrante Zwangsbeglückung durch die ganze Stadt. Aber verkauft wird meistens nur Massenware. Da fehlt, meint Alain Bieber, der künstlerische Direktor des NRW-Forums, „was Anderes, ein bisschen Zeitgenössisches“. Und so lädt er an diesem Wochenende ins „Winter Wonderland“ mit Design, Kunst, Leckereien, Musik und allerlei Tandaradei aus der Region.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D