Düsseldorf Aktuelles

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Düsseldorf: „Türöffner“ gesucht

Die Initiative „hallo nachbar!“ sucht „Türöffner“ und meint damit Menschen, die helfen wollen, etwas gegen die Vereinsamung in Düsseldorf zu tun. Gerade Senioren und Menschen mit gesundheitlichen oder sprachlichen Problemen haben oft nicht die Kraft mit ihrer Umgebung in Kontakt zu bleiben. Diese Isolation aufzuheben ist das Ziel von „hallo nachbar!“.

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(v.l.) Marieke Schmale (Sozialarbeiterin bei „hallo nachbar“, Daniel Stumpe (vision:teilen), Marina Spillner (Bezirksbürgermeisterin Stadtmitte BV1), Martin Kleber (Wall GmbH), Bruder Peter Amendt (Leiter vision:teilen) und Martin Breuer (breuerdesign) mit den Plakatmotiven

"hallo nachbar!" sucht "Türöffner"

Der Verein vision:teilen ist die Dachorganisation von „hallo nachbar!“. Dort hat auch Marieke Schmale ihr Büro, die Projektleiterin für das Nachbarschaftsnetzwerk. Bei ihr können sie Menschen melden, die Hilfe brauchen und sich freuen würden, wenn sie mehr Kontakt haben oder bei Spaziergägnen begleitet würden. Rund 50 Ehrenamtler haben sich bereits bei der Sozialarbeiterin gemeldet, die sich als Türöffner engagieren möchten. In Gesprächen mit beiden Seiten werden die Erwartungen besprochen und die Ehrenamtler bekommen Hinweise, was mit der Aufgabe verbunden ist. Das erste Kennenlernen zwischen Kontaktsuchendem und Türöffner wird immer belgeitet. Nur wenn die Chemie stimmt, wird es weitere Treffen geben. Für beide Seiten ist die Projektleiterin von „hallo nachbar!“ weiter Ansprechpartner. Für die Ehrenamtler gibt es regelmäßige Teamtreffen, die auch dem Erfahrungsaustausch dienen. Denn es kann auch vorkommen, dass die Türöffner an ihre Grenzen stoßen, weil Fachleute oder Ärzte hinzugezogen werden sollten.

Unterstützer der Aktion

Marina Spillner ist Bezirksbürgermeisterin in den Stadtteilen des Düsseldorfer Zentrums. Die unterstützt die Aktion, da auch sie festgestellt hat, wie Menschen vereinsamen, weil der Partner verstorben ist oder die Kräfte nicht mehr reichen, um alleine vor die Tür zu gehen. Sind dann keine Angehörigen da, schreitet die Isolation voran. Früher kannte man sich in der Nachbarschaft, berichtet Daniel Stumpe von vision:teilen. Heute merkt man manchmal erst, dass mit dem Nachbarn etwas nicht stimmt, wenn ein Rettungswagen vorfährt oder ein Polizeisiegel an der Tür klebt. Um dies zu verhindern, möchte die Initiative noch viel mehr Menschen gewinnen, sich als Türöffner zu engagieren. Wieviel Zeit man investiert oder welcher Art der Kontakt sein soll, wird indiviuell besprochen. Ein Ziel ist es, vereinsamte Menschen durch den Kontakt zu motivieren, auch selber wieder aktiver zu werden.

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Dies ist eins von drei Motiven, die jetzt an den Litfaßsäulen zu sehen sind

An rund 400 Littfaßsäulen sind im November drei Motive von Türen zu sehen. Die Firma Wall unterstützt die Kampagne und hat die Flächen zur Verfügung gestellt. Die Motive, Wohnungstüren mit den Aufschriften „Ich bin einsam“, „Wer bringt mich zum Arzt“ und „geh mit mir spazieren“, sollen examplarisch für die Einsatzgebiete stehen und sind von Martin Breuer, breuerdesign, entworfen worden.

Informationen und Kontakt

Wer sich als „Türöffner“ engagieren möchte oder Personen in seinem Umfeld kennt, die Hilfe benötigen, kann mit Marieke Schmale Kontakt aufnehmen unter Telefon 0211-15 30 60 oder Mail hallo-nachbar@vision-teilen.org.

„hallo nachbar!“ ist eine Initiative des Vereins „vision:teilen e.V.“, der durch Spenden soziale Projekte in Düsseldorf, in der Region sowie weltweit auf vier Kontinenten verwirklicht. Ein weiteres Projekt ist der „gutenachtbus“, ein mobiles Ess- und Sprechzimmer für Obdachlose.

Bankverbindung/Spendenkonto: Stadtsparkasse Düsseldorf, IBAN DE 42 3005 0110 0010 1790 26, BIC DUSSDEDDXXX.

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