Düsseldorf Aktuelles

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Dr. Holger Gohlke und seine Wissenschaftlergruppe wähnen sich auf dem Weg zum Anti-Leukämie-Medikament.

Düsseldorf Wissenschaftler finden möglicherweise Wirkstoff gegen Leukämie

Wissenschaftler um Professor Dr. Holger Gohlke vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben gemeinsam mit dem Georg-Speyer-Haus in Frankfurt/Main einen Wirkstoffkandidaten gegen Leukämie entwickelt. Die Verwertung der darauf basierenden Patentanmeldungen in ein therapeutisches Produkt wird jetzt mit Fördermitteln aus NRW und Europa unterstützt.

Die „akute myeloische Leukämie“ (AML) ist eine Unterform des Blutkrebses, die 80 Prozent aller akuten Leukämien bei Erwachsenen ausmacht. Sie tritt besonders häufig im mittleren Lebensalter auf und zeigt eine ungünstige Prognose und hohe Rückfallrate nach einer Standardchemotherapie von 45 Prozent. Eine wichtige Rolle bei der Bildung der AML spielt das Protein RUNX1/ETO. Wenn es gelingt, die Funktion dieses Proteins zu unterdrücken – Wissenschaftler sagen dazu: „zu inhibieren“ -, hat die Medizin einen vielversprechenden Ansatz im Kampf gegen diese gefährliche Krebsform.

Wirkstoff gegen Protein entdeckt

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Ein Inhibitor, ein Unschädlichmacher, für ein zentrales Leukämie-Protein macht Hoffnungen.

Der Arbeitsgruppe von Professor Gohlke gelang es zusammen mit Frankfurter Kollegen, eine Stoffgruppe zu identifizieren, die gegen RUNX1/ETO wirkt. Der Mechanismus dieses Inhibitors unterscheidet sich dabei von anderen Substanzen und ist im Hinblick auf eine gezielte Antikrebstherapie sehr interessant.

200.000 Euro aus Fördergeldern

Die HHU ließ das Wirkprinzip der Stoffgruppe patentieren. Im Rahmen der dritten Ausschreibungsrunde des Wettbewerbs „NRW-Patentvalidierung“ beantragte Professor Gohlke eine Förderung, um die weitere Praxistauglichkeit und Vermarktbarkeit eines auf diesen Substanzen basierenden potentiellen Wirkstoffkandidaten untersuchen zu können. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union unterstützen die nächsten Schritte mit 200.000 Euro aus EFRE-Fonds. Hierzu zählen eine weitere Optimierung der chemischen Struktur des Inhibitors und vorklinische Studien.

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