Düsseldorf Aktuelles

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Frühling geht anders - aber wer Familien im Auftrag des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes begleitet, lässt sich von einem bisschen Wetter den Sonntagspaziergang zum "Tag der Kinderhospizarbeit" nicht nicht vermiesen. Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann begleitete die Gruppe vom Schlossturm bis zum Landtag.  

Düsseldorf am „Tag der Kinderhospizarbeit“: Laute Trommeln und kräftiges Grün

Das sagt sich scheinbar leicht: „…viele fröhliche und glückliche Momente…“ 27 Familien in Düsseldorf schätzen jeden einzelnen dieser Momente. Ihre Kinder sind lebensverkürzend erkrankt. Ungewiss, wie lange sie noch leben. In dieser Situation ist Kinderhospizarbeit ein „Momente-Veredler“. Als Zeichen der Solidarität flatterten am Sonntag (10.2.) beim „Tag der Kinderhospizarbeit“ jede Menge grüner Bänder.

Der Landtag zeigte grün, auf seiner modernen LED-Wand. Die Einlaufkinder beim Fortuna-Spiel am Sonntagabend streiften sich grüne Bänder über. Am Kinderhospiz Regenbogenland stiegen um 12 Uhr mittags grüne Luftballons in den Himmel – so hatten es alle stationären Hospize in Deutschland verabredet. Die Düsseldorfer Bäckerei Terbuyken verteilte am Sonntag mit jeder Brötchentüte grüne Bänder und Flyer an ihre Kundschaft. Und vom Schlossturm zum Landtag zogen am Sonntagnachmittag viele der rund 50 ehrenamtlich im Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf (AKHD) engagierten Menschen - gemeinsam mit Familien und Hauptamtlichen. Mit grünen Perücken, grünen Clownsnasen und Bändern. Schirmherrin des AKHD, die Düsseldorfer FDP-Chefin und Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann, schlug ihren Mantelkragen hoch und begleitete die Fußgruppe der unerschütterlichen Hoffnung.

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Samba-Rhythmen unterhalb der Kniebrücke machten auf die "grüne Gruppe" der Düsseldorfer Kinderhospizarbeit aufmerksam. 

Mit Samba-Trommeln machten sie unter der Kniebrücke auf sich aufmerksam, verteilten Informationen an die Spaziergänger und tanzten sich warm – an diesem zugigen und verregneten Februar-Sonntag. Gleichzeitig setzten die fröhlichen Rhythmen ein klares Zeichen: „Wir bestärken die Familien darin, die verbleibende Lebenszeit für das Kind und seine Familie auch mit der unheilbaren Krankheit mit vielen fröhlichen und glücklichen Momente wahrzunehmen“, sagte  Corinna Walker, eine von drei Koordinatorinnen des AKHD.

50.000 Kinder mit verkürzter Lebenserwartung

Viele der über 50.000 in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen mit einer verkürzten Lebenserwartung werden mit ihren Familien durch ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste und stationäre Kinder- und Jugendhospize begleitet. „Ich bin sehr glücklich über die gute Zusammenarbeit zwischen dem Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland und dem AKHD, denn nur so können wir die Familien optimal und ganzheitlich unterstützen“, betonte Herr Norbert D. Hüsson, Vorsitzender des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e.V., abschließend.

Unterstützung für die Familien

2004 wurde das Kinderhospiz Regenbogenland eröffnet. 2017 kam das Jugendhospiz hinzu. Denn der medizinische Fortschritt lässt die lebensverkürzend erkrankten Kinder immer älter werden. Der AKHD wurde 2007 eröffnet. Er ist einer von 27 weiteren ambulanten Diensten in Deutschland unter dem Hauptträger, dem Deutschen Kinderhospizverein e.V.. Der AKHD ermöglicht die Begleitung von Familien mit einem lebensverkürzt erkrankten Kind. Ab der Diagnosestellung bis über den Tod des Kindes oder Jugendlichen hinaus stehen geschulte Ehrenamtliche an der Seite der Familien, um sie im Alltag zu entlasten und ihnen in schweren Zeiten beizustehen.

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