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Fröhliche Chanukka-Feier auf dem Grabbeplatz

Düsseldorf feiert das Lichterfest Chanukka auf dem Grabbeplatz

Während in den Nachbarstädten öffentliche Chanukka-Feiern aus Sicherheitsbedenken abgesagt wurden, versammelten sich in Düsseldorf mehr als 300 Menschen auf dem Grabbeplatz und feierten fröhlich gemeinsam das jüdische Lichterfest.

„Chag Chanukka sameach“ – Frohes Chanukkafest, hieß es am Sonntag (17.12.) auf dem Grabbeplatz. Der sechs Meter hohe Menora-Leuchter war aufgebaut und mit einem Steiger fuhren Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, und Rabbiner Chaim Barkahn in die Höhe und entzündeten gemeinsam sechs Lichter des Chanukka-Leuchters.

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(v.l.) Rabbiner Chaim Barkahn und Dr. Oded Horowitz entzündeten die Lichter des Menora-Leuchters

Sie erinnerten an die Geschichte des Volkes Israel, bei dem durch ein Wunder die Lichter des Menora-Leuchters nicht erloschen, obwohl das Öl eigentlich zu Ende war. Horowitz bezeichnete es auch als Wunder, dass in Düsseldorf so viele Menschen friedlich leben und das gemeinsame Fest auch in diesem Jahr möglich ist. In anderen Städten sei die öffentliche Feier aus Angst abgesagt worden.

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Über 300 Menschen waren zur Feier auf den Grabbeplatz gekommen

Die Geschichte habe gezeigt, das man wachsam sein müsse. Aber auch Mut sei nötig, seinen Glauben zu leben. Rabbiner Barkahn betonte, das jeder Mensch eine Lichtquelle für andere sein könne. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Frau feierten mit, eine Selbstverständlichkeit für beide, denn das würde zu Düsseldorf genau dazu gehören, wie ein Mundart-Gottesdienst, erklärte der OB. Er wünsche allen eine fröhliche und unbeschwerte Feier und dankte den Einsatzkräften von Polizei und Ordnungsdienst, die dies sicherstellten.

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Die Einsatzkräfte der Polizei sicherten das Fest

Bei Live-Musik wurde getanzt, für die Kinder gab es Geschenke und Berliner Ballen mit Getränken wurden verteilt.

Chanukkafest

Chanukka wird immer ab dem 25. Tag des jüdischen Monats Kislew gefeiert und erinnert an die Zeit, in der Israel unter der griechischen Herrschaft leiden musste. Doch eine kleine Gruppe frommer Juden siegte über die Griechen, doch diese hatten den Tempel zerstört. Bei der Einweihung des wieder aufgebauten Tempels war nicht mehr genügend geweihtes ÖL vorhanden, um die Lichter des Menora-Leuchters brennen zu lassen, die nie erlöschen sollen. Acht Tage dauerte die Herstellung neuen geweihten Öles, aber wie durch ein Wunder erloschen die Lichter dennoch nicht. Daran erinnern die acht Lichter des Chanukka-Leuchters, bei dem zum Chanukkafest jeden Tag ein Licht mehr angezündet wird. Der Leuchter hat neun Arme, da das neunte Licht als Diener genommen wird, um die andere Lichter damit anzuzünden.

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