Düsseldorf Aktuelles

D_Housing_Bilder_23052018

Drei Sets mit jeweils sechs Bildern hat Gerhard Richter für den Housing-First-Fond gespendet, Foto: fiftyfifty

Düsseldorf: fiftyfifty Projekt „Housing First“ bald in ganz NRW

Das Obdachlosenmagazin fiftyfifty geht seit dem Jahr 2014 neue Wege in der Betreuung wohnungsloser Menschen. Nach dem Kauf von Immobilien vermieten das Straßenmagazin Appartments an Obdachlose und gibt ihnen damit eine Chance. Das Projekt überzeugte viele Künstler, allen voran Gerhard Richter, die durch gespendete Kunstwerke die Finanzierung ermöglichten. Durch Initiative der Landesregierung NRW und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband soll „Housing First“ nun in ganz NRW ermöglicht werden.

D_Housing_Julia_23052018

Julia von Lindern betreut in Düsseldorf das Housing First von fiftyfifty

Fiftyfifty überzeugte mit Housing Fisrt in Düsseldorf

Fiftyfitfty Sozialarbeiterin Julia von Lindern weiß, dass der größte Wunsch von vielen Obdachlosen eine eigenen Wohnung ist, um darin ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch in Städten wie Düsseldorf ist Wohnraum knapp und teuer und kaum ein Vermieter gibt Obdachlosen eine Chance. Die Vorbehalte sind groß. Das hat fiftyfifty erkannt und steuert seit vier Jahren dagegen. Der Verein überzeugte viele namhafte Künstler vom Projekt „Housing First“, bei dem fiftyfifty über ihren Trägerverein Asphalt Wohnungkauft und an Obdachlose vermietet. Die neuen Mieter erhalten nicht nur Unterstützung bei der Einrichtung, sie werden auch weiter sozial betreut. Denn die eigene Wohnung löst nicht alle Probleme. Aber eigene vier Wände sind der erste Schritt in die Normalität und das gibt die Kraft, auch andere Themen wie Sucht oder Arbeitslosigkeit anzugehen.

D_Hermann_25042017_articleimage

Julia von Lindern, Hörman und Hubert Ostendorf mit einem der Lindbergh Bilder, die Hörmanns neue Wohnung finanzierten

48 Wohnungen für 53 Menschen konnten bereits durch fiftyfifty realisiert werden. Bewusst im ganzen Stadtgebiet verstreut. Ein Erfolg, der aber bei weitem nicht ausreicht, um den geschätzt 2000 Wohnungslosen in Düsseldorf zu helfen. Genaue Zahlen gibt es nicht, da nicht alle Wohnungslosen gemeldet sind.

D_Housing_Laumann_23052018

Karl-Josef Laumann unterstützt den Start des Projekts

Die Versorgung und Betreuung von wohnungslosen Menschen ist Angelegenheit der Kommunen, erhält nun aber Förderung vom Land. Sozialminister Karl-Josef Laumann stellte am Mittwoch (23.5.) das Pilotprojekt „Housing First-Fond“ vor, das die Landesregierung in den nächsten drei Jahren mit einem Gesamtbetrag von 424.000 Euro unterstützt. Dieser Betrag reicht bei weitem nicht aus, um Wohnraum für Obdachlose in nennenswerter Größenordnung zu schaffen. Auf Vermittlung von fifttyfifty konnte der Künstler Gerhard Richter begeistert werden, mit seinen Werken einen Grundstock für das Projekt zu legen.

D_Housing_Richter_23052018

Alle Bilder sind handsigniert und können als 6-er Set zu 420.000 Euro oder einzeln ersteigert werden

Er spendete 18 Bilder seiner Sonderedition „Cage f.ff“, die als Set oder als Einzelwerke über fiftyfifty ersteigert werden können und wohl einen Erlös von weit über einer Millionen Euro bringen könnten. Es handelt sich um Farboffsets in der Größe 90 x 90 Zentimeter, die unter Plexiglas aufgezogen sind und die Signatur des Künstlers tragen. Einzelheiten zu den Bilder und den Kaufoptionen finden sie unter www.fiftyfifty-galerie.de. Gebote nimmt Hubert Ostendorf unter 0176-21432308 oder h.ostendorf@fiftyfifty-galerie.de entgegen.

D_Housing_Maxhaus_23052018

In Düsseldorf wurde bei einer Veranstaltung im Maxhaus am 25. Januar mit allen Parteien und der neuen Amtsleiterin Miriam Koch über Housing First diskutiert

Die Projektkoordination des „Housing-First-Fonds“ hat der Paritätische Wohlfahrtsverband übernommen. Bei ihm können sich freie und gemeinnützige Träger melden, die Wohnraum für Obdachlose kaufen möchten und sich auch um die soziale Betreuung der neuen Mieter kümmern. 20 Prozent der Kaufsumme können sie über den Fonds erhalten und eine Beratung über eine Darlehnsfinanzierung des Restbetrages. So hofft die Landesregierung in ganz NRW nach und nach rund 100 Wohneinheiten im Rahmen des Projekts zu schaffen. Ziel sei es nicht ganze Wohnhäuser zu kaufen, sondern einzelne Wohnungen und so die Integration der Menschen zu fördern.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

d_Tunnel_blau_Meier-Falcke_20190519

Der Strom, die Stadt – und keine Straße mehr, die sich dazwischen drängt. 25 Jahre Rheinufertunnel. Das feierten am Sonntag (19.5.) rund 70.000 Besucher – so zählte die Stadt selbst. An den Tunneleingängen stauten sich Neugierige anstelle der Autos. Denn zum Feiertag wollten sie alle in die Röhre gucken und selbige durchwandern. 20.000 schafften es, reinzukommen. Der Rheinufertunnel war gesperrt und hatte sich mit blauem Licht echt fein gemacht.

Impressionen des großen Tunnelfestes - in der report-D-Bildergalerie

D_DRK_Ballon_18052019

Perfektes Wetter, gut gelaunte Gäste, ein tolles Programm von Jung bis Alt – die Premiere des ersten Düsseldorfer Rotkreuztages überzeugt durch viele begeisterte Teilnehmer und Besucher. Für den Familientag hatte sich das Düsseldorfer DRK den wenig bekannten Platz gleich neben den Gehry-Bauten im Düsseldorfer Medienhafen ausgesucht und auch dieser trug zum Gelingen des Festes perfekt bei.

D_Maria_2_0_Saeule_17052019

Die Resonanz der Aktionen zu Maria 2.0. hat vielen Frauen Mut gemacht und damit ist klar, dass die Woche des Kirchenstreiks nur der Anfang war. In Düsseldorf trafen sich am Donnerstag (16.5.) rund 100 Teilnehmerinnen und drei Teilnehmer zur Maiandacht der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) an der Mariensäule in der Altstadt. Dort wurden weiter Unterschriften und Postkarten gesammelt, mit denen der Frauenprotest nach Köln zu Rainer Maria Woelki, dem Erzbischof von Köln, getragen werden soll.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D