Düsseldorf Aktuelles

D_Flughafen_Vorfeld_201610

Plötzlich spurt die Bundespolizei: Am Dienstagabend wurden zwölf Menschen von Düsseldorf aus per Flugzeug nach Afghanistan abgeschoben.

Düsseldorf gibt die Starterlaubnis: 12 Menschen nach Afghanistan abgeschoben

Zwölf Menschen sind am Dienstagabend von Düsseldorf aus in einem Flugzeug nach Afghanistan abgeschoben worden. Diese Zahl nannte der Flüchtlingsrat NRW. In der Abflughalle des Düsseldorfer Flughafens gab es Proteste gegen die Sammelabschiebung. Rund 200 Menschen hielten Transparente hoch, auf denen „Keine Abschiebung in den Tod“ und „Abschiebung stoppen“ geschrieben stand. Außerdem skandierten die Demonstranten Protestrufe.

Nur acht Abschiebungen

Nach Mitteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration waren am 12. September acht afghanische Ausreisepflichtige an Bord der Maschine mit Reiseziel Kabul. Die Staatskanzlei betont, dass bei dieser, von Bund organisierten Sondermaßnahme, ausschließlich rechtskräftig verurteilte Straftäter aus drei verschiedenen Bundesländern abgeschoben wurden. Vier der Betroffenen seien Straftäter aus NRW gewesen.

Das Ministerium orientiere sich an der Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums und wird bis zu einer erneuten Bewertung der Sicherheitslage in Afghanistan vorerst nur Gefährder und Straftäter nach sorgfältiger Einzelfallprüfung zurückführen.

D_Protest_DUSPlakat_12092017

Die Demonstranten kritisieren die Praxis des Bundesamtes für Migration die Kriegsgefahr in Afghanistan einfach auszublenden, Foto: Initiative Afghanischer Aufschrei

Seit zwei Monaten ist der Flughafen mächtig in Unordnung. Es gibt zu wenig Sicherheitspersonal und lange Warteschlangen beim Sicherheitscheck. Viele Passagiere haben deswegen ihre Flüge verpasst. Das gilt in Wahlkampfzeiten natürlich nicht für Abschiebe-Transporte, mit denen christliche Politiker ein Zeichen dafür setzen wollen, dass sie auch ausländerfeindlich sein können; nicht bloß die Maulhelden  von der AfD.

Erste Sammelabschiebung seit Ende Mai 2017

Der Sammelflug am Dienstagabend war der erste nach einer längeren Pause infolge des Anschlags auf die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul am 31. Mai dieses Jahres. Da war die Sache mit dem sicheren Herkunftsland kaum zu verargumentieren.

D_Protestcamp_Plakat_10052017

Proteste gegen die Abschiebung nach Afghanistan gab es auch im Mai vor der NRW-Wahl - hier auf dem Düsseldorfer Rathausplatz

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_WC_Übergabe_21112017

Im Treffpunkt von Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf (FwiD) hinter dem Hauptbahnhof herrscht Betrieb, sobald die Mitarbeiter die Türen geöffnet haben. Das von Ehrenamtlern aufgebaute Netzwerk für Flüchtlinge ist von „Willkommen“ schon längst auf „Integration“ umgestiegen. Wichtigster Bestandteil ist dabei die Vermittlung der Sprache. Da Bücher und Arbeitsmittel durch Spenden finanziert werden müssen, freute sich das Team am Dienstag (21.11.) über einen Spendenscheck der Mercedes Niederlassung Düsseldorf.

D_Kaemmerei_aussen_05092017

Die Alte Kämmerei gleich neben dem Düsseldorfer Rathaus steht seit 2014 leer. Der Versuch die größtenteils Denkmalgeschützte Immobilie an einen Investor zu verkaufen scheiterte Anfang des Jahres, da dem Käufer der Umbau nach den Plänen den Stadt auferlegt werden sollte. Nach dem Beschluss des Rates im September wird nun ein neuer Versuch gestartet einen Investor für die Kämmerei im Rahmen des Erbbaurechts zu finden. Das Auswahlverfahren ist gestartet.

D_Socialday_Schlau_16112017

Rund 1500 Schülerinnen und Schüler tauschten im Juli vor den Sommerferien für einen Tag die Schulbank mit einem Arbeitsplatz, den sie sich selbst bei Firmen, Geschäften oder in der Familie besorgt hatten. Dabei erarbeiteten sie rund 42.000 Euro.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D