Düsseldorf Aktuelles

D_Dreck_Tatort_Gruppe_17032018

Am Gerresheimer Bahnhof sagten am Sonntag die "Tatortreiniger" der SPD dem Dreck den Kampf an

Düsseldorf glänzt für einen Tag: Rund 20 Tonnen Dreck sind weg

Es gab auch in diesem Jahr echte Erfolgserlebnisse: Ein versenkter Rollstuhl und ein komplettes Klo im Gebüsch gehörten zu den Top-Funden beim diesjährigen Dreck-Weg-Tag. Am Samstag (17.3.) hatten rund 8.000 Aktivisten dem Müll den Kampf angesagt und machten Frühjahrsputz in der Landeshauptstadt.

D_Dreck_Klo_17032018

Diese Schülern fanden ein altes Klo im Diepenpark, Foto: Petra Sobotka

Über 8.000 freiwillige Müllsammler

In diesem Jahr gingen die Dreck-Sammler zu Wasser und an Land auf die Suche. Die Düssel-Taucher hatten sich das Hafenbecken vorgenommen und neben vier Fahrrädern, zahlreichen Sitzmöbeln und Stahlschrott, beförderten sie auch einen Rollstuhl an Land, der schon Algen angesetzt hatte.

Nicht nur die Taucher hätten sich am Samstag (17.3.) schöneres Wetter gewünscht. Denn bei dichtem Schneetreiben und Außentemperaturen um die Null Grad hatten alle Teilnehmer des Dreck-weg-Tages am Morgen kurz mit ihrer Motivation gekämpft. Doch Absagen gab es bei Organisator Ingo Lentz, Pro Düsseldorf, nur wenige. Ausgestattet mit orangen Westen, Handschuhen und Müllsäcken waren die Sammler an viele Stellen in Düsseldorf aktiv.

D_Dreck_Schloss_17032018

Schloßschüler der Klasse 7 im Schlosspark beim Drecksammeln, Foto: Michael Geskes

Längst zählt das Großreinemachen zum Frühlingsanfang zu den festen Terminen der Stadt. Ingo Lentz, Vorstand der stadtweit anerkannten Verschönerungs-Initiative Pro-Düsseldorf freute sich über viele Mitmacher. Die Schulen und Kindergarten hatten bei besserem Wetter bereits in der vergangenen Woche Müll gesammelt. Mit 357 Teilnehmern war die größte Gruppe rund um den Diepenpark unterwegs. Fleissige Schüer zogen dort ein komplettes Klo aus dem Gebüsch. In Düsseldorf Benrath schwärmten 90 Fünftklässler des Schloß-Gymnasiums aus, mit Eimern, Handschuhen und Zangen.

D_Dreck_Lehne_17032018

Olaf Lehne und seine Mitstreiter reinigten am Rheinufer, Foto: privat

Am Samstag reichte Bandbreite vom CDU-Landtagsabgeordneten Olaf Lehne, dem Müll am Rheinufer eine Abfuhr erteilte, bis hin zu zwölf Drogenanhängigen, mit denen die Düsseldorfer Drogenhilfe den Bürgerpark IHZ an der Moskauer Straße in Oberbilk säuberte.

Ansporn für die freiwilligen Müllsammler in der Stadt war - neben der erreichten Sauberkeit - ein Foto-Wettbewerb mit zahlreichen Preisen, an dem sich alle beteiligen konnten. Und wer nicht selbst losziehen wollte, konnte per App der Awista Dreckstellen in der gesamten Stadt melden.

D_Dreck_Schild_17032018

Ob die Schilder a, Gerresheimer Bahnhof helfen - es ist ein Versuch

Der Müll als Tatort

Da in der Vergangenheit die Meldung von Dreck und Unrat am Gerresheimer Bahnhof weder bei der Bahn noch bei der Stadt auf offenen Ohren gestoßen war, führte der Ortsverband der SPD am Sonntag eine besondere Aktion durch. Als „SPD-Tatortreiniger“ griffen sie in weißen Schutzanzügen zu Besen, Handschuhen und Säcken. Denn rund um den Bahnhof gibt es jede Menge Müll – drum kümmern wollte sich von offizieller Stelle niemand. Mit viel Engagement – wegen der niedrigen Temperaturen ohne den geplanten Einsatz des Hochdruckreinigers – blinkte die Umgebung nach einer Stunde und mit Hinweisschildern wurde der Versuch unternommen, diese Sauberkeit wenigstens ein wenig beizubehalten.

D_Dreck_Tatort_17032018

Weder Stadt noch Bahn reinigen am Gerresheimer Bahnhof ordentlich, deshalb zeigten die Tatortreiniger, wie sie es gerne hätten

Ingo Lentz von Pro Düsseldorf war begeistert: „Großes Kompliment an alle, die uns trotz des Schneetreibens unterstützt haben.“ Das Thema Stadtsauberkeit sei damit nicht erledigt. Lentz hat bereits die nächsten Reinigungspläne in Arbeit – dieses Mal mit der Düsseldorfer Stadtspitze.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_SintiRoma_EhraKranz_20181216

Ein Kind hat irgendwann am Morgen auf der Umrandungsmauer einen kleinen Schneemann geformt – eine Handbreit hoch und mit einem Eisstiel als Nase. Die kalten Winterwinde wehten am Sonntag (16.12.) über das alte Düsseldorfer Hafenbecken. Nur eine Ecke weiter drehte sich der Weihnachtsmarkt um Glühwein und Bratwurst. Bürgermeister Wolfgang Scheffler legte Ehra einen Kranz zu Füßen. Der Strubbelkopf hat das KZ der Deutschen überlebt – und diente Otto Pankok als Modell für die Bronzefigur des Mädchens mit einem Ball in der Hand. Der 16. Dezember ist Gedenktag für den Völkermord an mehr als 500.000 Sinti und Roma.

D_Underdog_14122018

Mit dem Projekt „Underdog“ kümmert sich die Obdachlosenorganisation fiftyfifty um die Hunde der Menschen, die ohne Wohnung auf der Straße leben. Medizinischen Hilfe und Futter gehören zu der Unterstützung, die sich die Hundehalter sonst nicht leisten könnten. Nun hat das Projekt „Underdog“ es geschafft, in die Weihnachts-Spendenaktion der Deutschen Kreditbank (DKB) zu kommen. Doch die Höhe der Zuwendung entscheidet sich über die Stimmabgabe der Menschen für die verschiedenen Projekte. Hier haben sie noch bis zum 18. Dezember die Möglichkeit für das Düsseldorfer Projekt „Underdog“ abzustimmen.

D_STAY_Rajaa_1_14122018

Nach drei Jahren ohne ihre Kinder erschienen Rajaa Kabtoul die 30 Minuten zwischen Landung des Flugzeugs in Düsseldorf und dem Moment, als sie ihre Kinder in die Arme schließen konnte endlos. Eman und Momen lebten ohne sie in Damaskus und durften am Freitag (14.12.) endlich zu ihr reisen. Die Mutter hatte Ehemann und Kinder im Dezember 2015 in Syrien zurückgelassen, um nach ihrer Flucht in ein sicheres Land die Familie nachzuholen. Doch ihr Mann wurde im Oktober 2016 bei einem Bombenangriff getötet, die Tochter schwer verletzt. Seitdem bangte sie um das Leben ihrer Kinder.

Düsseldorf, Helau!

Karnevalssession 2018/19

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D