Düsseldorf Aktuelles

D_Kanadagänse_09072018

Durch gezielte Maßnahmen versucht die Stadt die Zahl der Kanadagänse zu reduzieren

Düsseldorf konnte Wachstum bremsen – bei den Kanadagänsen

Das „Gänsemanagement“ hat die Stadt Düsseldorf im Frühjahr 2018 gestartet und versucht damit, der stetig steigenden Zahl an Kanadagänsen beizukommen. Die Tiere haben keine natürlichen Feinde und haben sich daher in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Die Folge sind starke Verschmutzungen durch den Kot der Vögel in Parks, auf Wiesen und auf Bänken. Die Gesamtzahl der Kanadagänse Jungvögel ist leicht sinkend und damit zeigen die Maßnahmen erste Erfolge.

Die Reduzierung der Jungvögel durch die Kontrolle des Gelege ist eine der Maßnahmen, mit denen seit Frühjahr gearbeitet wurde. Fachleute haben die Nester der Kanadagänse gesucht und gezielt Eier entnommen. Lediglich zwei Eier pro Gelege wurden den Gänsen gelassen, um den Start einer neuen Brut zu verhindern.

Gezielt geworben hat die Stadt um die Ansiedlung von Höckerschwänen und für diese Brutplätze hergerichtet. Denn die Schwäne sind natürlich Konkurrenten der Kanadagänse und verhindern so deren Ansiedlung.

Die Mitarbeiter der Stadt haben die Kanadagänse in den Parks und im übrigen Stadtgebiet beobachtet und gezählt. Im Jahr 2009 lebten in den Parks etwas 329 Kanadagänse, im Stadtgebiet rund 700 Tiere. Bis 2017 hatte sich die Zahl der Tiere in den Parks verdreifacht, in der Stadt etwas verdoppelt. Durch das Gänsemanagements konnte die Zahl auf aktuell 923 Tiere in innerstädtischen Grünanlagen gesenkt werden.

Eine Biologin entnahm die Eier aus den Nestern, insgesamt 600 Stück waren es allein in diesem Frühjahr. Nachdem der Anteil der Jungvögel in den Vorjahren zwischen 20 und 30 Prozent lag, reduzierte sich ihr Anteil in diesem Jahr auf etwa zehn Prozent.Doch nicht nur die Reduzierung der Brut gehört zum Gänsemanagement. Das Ordnungsamt kontrollierte verstärkt die Einhaltung des Fütterverbots für wildlebende Tiere. Hinweisschilder weisen an relevanten Orten in Parkanlagen darauf hin und versuchen die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Bis die Belastung durch den Kot der Tiere nachlässt, ist es aber noch ein weiter Weg.Die Stadt hat die Pflegeintervalle in den Parkanlagen erhöht, um für mehr Sauberkeit zu sorgen. In erster Linie werden besonders stark frequentierte Bereiche gereinigt, beispielsweise die Wege und der Wasserspielplatz im Zoopark.

Die Stadt hält an den Maßnahmen fest und hofft so auf Dauer eine Reduzierung der Kanadagänse zu erreichen.

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