Düsseldorf Aktuelles

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Zu heiß, zu viel Ozon, zu trocken: Der Hochsommer trifft Mensch und Baum - zum Beispiel am Düsseldorfer Rheinufer.

Düsseldorf leidet: Hohe Ozonwerte gefährden Sportler, die Trockenheit killt 700 Bäume

Mensch und Baum leiden unter der hochsommerlichen Hitze am Rhein. Das Düsseldorfer Gesundheitsamt warnt Jogger und Radfahrer und Spaziergänger vor hohen Ozonwerten. Die Gartenamtsleiterin Doris Törkel nannte im „Ausschuss für öffentliche Einrichtungen“ die Alarmzahl von aktuell „700 Baum-Ausfällen“ wegen zu großer Trockenheit. Und die Platanen auf Düsseldorfs Flaniermeilen am Rhein, am Kaiser-Wilhelm-Ring und am Kaiser Friedrich-Ring haben Apiognomonia veneta – die Pilzkrankheit Platanenwelke.

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Bäumegießen im Düsseldorf Nordpark. Foto: Stadt Düsseldorf

Hohe Ozonwerte

Der Reihe nach: Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und allgemeine Schlappheit kommen bei Menschen durch zu viel Ozon. Zwischen zehn und zwanzig Prozent der Bevölkerung gelten als besonders empfindlich bei zu hohen Ozon-Werten. Hinzu kommen Kleinkinder und Asthmatiker und Menschen mit chronischer Bronchitis. Sie alle sollten körperliche Anstrengungen bei Ozonwerten oberhalb von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Düsseldorfer Stadtluft vermeiden. Sportler sollten ihr Laufen, Springen, Dribbeln, Strampeln in die frühen Morgenstunden oder auf die Abendstunden verlegen.
Die aktuellen Düsseldorfer Ozonwerte, gemessen an der Station in Düsseldorf Lörick, gibt es per Klick hier:

www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-luftqualitaet/

Eine NRW-weite Ozon-Vorhersage für die jeweils folgenden zwei Tagen gibt es unter

http://db.eurad.uni-koeln.de/de/vorhersage/eurad-im.php?domain=NRW

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Wassersäcke sollen Düsseldorfer Stadtbäume mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgen.

Düsseldorfs Bäume im Stress

Düsseldorfs Bäume sind durch die anhaltende Trockenheit gestresst. Darauf haben die Experten der Stadtverwaltung hingewiesen. Bereits das Dürre-Jahr 2018 habe die Bäume stark geschwächt. Gartenamtsleiterin Doris Törkel sieht die Lage kritisch: „Wir beobachten die sinkenden Niederschlagsmengen mit Sorge. Auch das Frühjahr 2019 ist bislang zu trocken. Darunter haben insbesondere Bergahorne, Birken und Mehlbeeren gelitten. Nach bisherigen Kontrollen, die wir kontinuierlich fortführen, fallen 293 Straßenbäume, 255 Bäume in Parkanlagen und 152 Bäume auf Friedhöfen aus. Die vorläufige Schadensbilanz zählt so insgesamt 700 Baumausfälle.“ Zudem sei bereits die Hälfte der im Frühjahr 2018 im Düsseldorfer Stadtwald gesetzten Jungpflanzen verdorrt und müsse ersetzt werden.

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Die Rotbuche (l.) hat Sonnenbrand und verliert deshalb die Ringe. Rcht ein Beispiel für Totholz. Fotos: Stadt Düsseldorf

Das Düsseldorfer Gartenamt gießt nun häufiger. Darüber hinaus können die Gärtner nur zusehen, wie die gestressten Bäume anfällig werden für Krankheiten und Schädlinge. Totes Holz in Baumkronen kann zudem Düsseldorfer verletzen.
Eine Baumvisite verheißt nichts Gutes: Birken, Weiden und Erlen haben an besonders trockenen Standorten gelitten. Ältere Rotbuchen zeigen "Sonnenbrand-Schäden" an der äußeren Rinde. Sie platzt ab; sobald die Buche zu stark geschwächt wird, stirbt sie.

Beim Bergahorn wurde in den vergangenen Monaten vermehrt die Rußrindenkrankheit festgestellt. Sobald diese Baumkrankheit bemerkt wird, werden befallene Bäume entfernt. Bei intensivem Kontakt können die Sporen der verursachenden Pilze zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

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"Eschentriebsterben" in Düsseldorf. Foto: Stadt Düsseldorf

Eschen haben vermehrt mit einer anderen Pilzerkrankung, dem "Eschentriebsterben", zu kämpfen. Dieser Pilz führt dazu, dass die frischen Triebe vertrocknen, die befallene Esche so stark geschwächt wird und schließlich abstirbt.

Bei den Eichen hat im vergangenen Jahr, begünstigt durch das warme und trockene Wetter, der Befall durch Eichenprozessionsspinner zugenommen. Bei rund 750 der insgesamt rund 7.500 Eichen im Düsseldorfer Stadtgebiet setzt das Gartenamt die Giftspritze ein. Dabei handele es sich um stark frequentierte Orte, an denen der Eichenprozessionsspinner besonders vielen Menschen schaden kann. Die Raupenhaare können bei direktem Kontakt allergieähnliche Reaktionen auslösen.

Und dann noch – die Platanen

Sie sind die Flanier-Bäume Düsseldorfs schlechthin: 11.900 Platanen säumen beispielsweise das Rheinufer. Viele von ihnen verlieren bereits jetzt ihre zuvor vertrockneten und braun gewordenen Blätter. Dafür ist eine Pilzerkrankung verantwortlich – die Blattbräune oder auch Platanenwelke.

Der Pilz wandert über Knospen, Blattnarben oder kleinere Äste in die Endtriebe hinein. Dadurch verwelken die bereits ausgetriebenen Blätter. Die innerhalb der Blattflecken gebildeten Pilzsporen infizieren während der gesamten Vegetationszeit Knospen und neu gebildete Blätter. Bei dem aktuellen Befall kommt es an einzelnen Standorten in Düsseldorf bereits zum Welken und Vertrocknen von jungen Trieben und Zweigen. Die geschädigten Blätter hängen schlaff herab und fallen meist ab. Die Bäume selbst seien dadurch aber nicht Gefahr, heißt es aus dem Düsseldorfer Gartenamt. Der Blattverlust werde meist rasch durch eine neue Blattgeneration ersetzt und durch neue Blätter beim sogenannten Johannistrieb wieder ausgeglichen.

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