Düsseldorf Aktuelles

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Machen sich jeweils ihr eigenes Bild von der Foto-Kunst: Galeristin Clara Maria Sels undAlain Bieber.

Düsseldorf macht sich Bild vom doppelten Foto-Event – eine Analyse

Am Ende konnten sie nicht zueinander finden! Also gibt es 2018 nun ein Stereo-Bild, zwei parallele Veranstaltungen. Alain Bieber mit dem von ihm geleiteten NRW-Forum Düsseldorf bündelt 30 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträume. Dort werden vom 16. bis 25. Februar 2018 die Arbeiten von über 100 Fotografinnen und Fotografen zehn Tage lang zu sehen sein. Plus Fotobuchmesse. Plus Filmprogramm. Plus internationale Fotografie-Konferenz. Der Titel lautet: Düsseldorf Photo. Die Galeristin Clara Maria Sels wird vom 16. bis 18. Februar wie in den Vorjahren zum Düsseldorf Photo Weekend bitten. Woraus das besteht, hat sie noch nicht mitgeteilt.

Mal wütend, mal vage

Rückblick: Angestachelt vom Vorsitzenden des Kulturausschuss und gleichzeitig Vermieter zahlreicher Galerie-Räume, Friedrich G. Conzen, und überaus schlecht moderiert von Kulturdezernent Hans-Georg Lohe wogte über Wochen ein Streit hin und her. Handstreichartig hatte sich Galeristin Clara Maria Sels nach mehreren Jahren Interimsverantwortung den Namen des Photo Weekends gesichert und beanspruchte einen deutlich höheren städtischen Zuschuss. Wodurch die Mehrkosten entstehen, konnte Dezernent Lohe dem Vernehmen nach seinem Chef OB Geisel nur sehr vage beantworten. Ein Faux pas. Geisel übertrug Alain Bieber die Gesamtverantwortung – worauf CDU-Mann Conzen mit wütenden Protesten reagierte.

Mit den Füßen abstimmen

Dass nun beide Veranstaltungen parallel in Düsseldorf stattfinden, ist eine salomonisch weise Lösung des absurden Streits. Niemand muss sich dadurch aufreiben, Dinge inmitten eines kleinlich-peinlichen Hickhacks zu entwirren. Der Galeristin Sels die Namensrechte juristisch abzujagen, wäre durchaus möglich gewesen. Denn trotz aller Erklärungsversuche wirkt es so, als habe sie sich den Titel bewusst gesichert, um ein Druckmittel gegen die Stadt in der Hand zu haben.

Nun haben die Kunstfreunde und Fotointeressierten die Möglichkeit, mit ihren Füßen abzustimmen. Mögen die Foto-Spiele 2018 beginnen.

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