Düsseldorf Aktuelles

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Die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch geht von einer Neuausrichtung der Integrationsarbeit in Düsseldorf aus

Düsseldorf plant Neuausrichtung der Flüchtlingsarbeit

Im Welcome Center der Initiative „Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf“ staunten die Ehrenamtler am Donnerstagabend (16.3.), als Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch ihnen eröffnete, dass die Position der Flüchtlingsbeauftragen wohl noch in diesem Jahr wegfallen soll. Sie war zu dem Erfahrungsaustausch der Helfer gekommen, um sich einen Eindruck über die Situation der Freiwilligen zu machen.

Die Stadtspitze denkt darüber nach, die Arbeit mit den Flüchtlingen in eine neue Struktur zu kleiden. Denn viele Probleme der Integration, wie die Vermittlung von Wohnraum und Arbeit werden dadurch erschwert, dass die Flüchtlingsbeauftragte als Stabsstelle des Oberbürgermeisters kaum Einflussmöglichkeiten und Weisungsbefugnis hat. Eine Neustrukturierung in einem Amt, das die Integration als Hauptaufgabe hat, könnte Teilbereiche der Aufgaben Gebäudemanagement, Unterbringung von Wohnungsnotfällen, der Ausländerbehörde und Wohnungsamt vereinen. Damit würden kürzere Entscheidungsketten und klarere Zuständigkeiten zu effektiverer Arbeit führen. Als Beispiel dient die Stadt Wuppertal, die Ausländeramt und Integration bereits in einem Amt zusammengefasst hat.

Ehrenamtler wünschen sich mehr Unterstützung

Die Ehrenamtler im Welcome Center würden eine bessere Kommunikation auch innerhalb der Behörden sehr begrüßen. Denn viele von ihnen scheitern immer wieder bei Verwaltungsvorgängen, die ohne für sie erkennbare Gründe in die Länge gezogen werden. Dadurch fehlen Entscheidungen. So können Ausbildungsplätze nicht angetreten werden oder der Umzug in eine eigene Wohnung wird erschwert.

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Flüchtlinge und Ehrenamtler haben im Welcome Center der Initiative Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf hinter dem Hauptbahnhof eine Anlaufstelle. Birgit Keßel und Andreas Vollmert sind dort die Ansprechpartner.

Unterkünfte für Flüchtlinge

Von den 7590 Flüchtlingen, die zum Stichtag 1. März in Düsseldorf lebten, könnten über die Hälfte in eine Mietwohnung ziehen, da sie ein befristetes Bleiberecht durch ihren Asylantrag erreicht haben. Etwa 200 Flüchtlinge kommen derzeit monatlich neu nach Düsseldorf, deutlich weniger als im vergangenen Jahr.

Die Leichtbauhallen für Flüchtlinge, die die Stadt als Übergangslösung für ein Jahr an der Itterstraße in Holthausen, der Further Straße in Reisholz, Am Wald in Hassels und auf dem Gelände der Bergischen Kaserne angemietet hat, sollen alle wie geplant aufgegeben werden. Die fünf in diesem Jahr entstehenden neuen Unterkünfte sind von der Stadt gekauft und können so flexibel genutzt werden. Kurzfristig soll eine Entscheidung darüber fallen, ob die Unterkunft an der Benrodestraße in Benrath verlängert wird. Wenn sich die Flüchtlingszahlen weiter stabilisieren, sollen auch die vergleichsweise teuren Unterkünfte in den Hotels aufgegeben werden. Anfang April wird die Unterkunft an der Oberlöriker Straße in Betrieb gehen. Dort eröffnet auch die zweite Niederlassung des Lernhauses Hispi, das bisher nur an der Lacombletstraße Sprach- und Integrationsunterricht für Erwachsene und Hausaufgabenbetreuung für Kinder bietet.

Anlaufstelle für Ehrenamtler

Ehrenamtler, die sich an der Integration der Flüchtlinge beteiligen möchten, können sie im Welcome Center an der Heinz-Schmöle-Str. 7, gleich hinter dem Hauptbahnhof melden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage unter www.fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.de

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