Düsseldorf Aktuelles

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Die Nikolaus-Skater, die normalerweise an Nikoluas durch die Stadt skaten, um den Menschen eine Freude zu machen, waren dem Aufruf von DSSQ gefolgt und zeigten Flagge

Düsseldorf stellt sich quer gegen Querdenker?

Für den 6. Dezember hatte eine sehr große Menge an Initiativen, Parteien, Organisationen und das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ zum Gegenprotest auf dem Grabbeplatz eingeladen, da die Querdenker parallel eine Großveranstaltung im Rheinpark abhielten. Rund 1.500 Menschen schlossen sich den Gegenprotest an.

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1.500 Menschen beim Gegenprotest auf dem Grabbeplatz ...

Auf den ersten Blick überraschte die Vielzahl an jungen Menschen auf dem Grabbeplatz, die später auch alle mit zur Reuter Kaserne zogen, wo der zweite Teil der Kundgebung stattfand.

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... die auch mit zur zweiten Station an die Reuter Kaserne zogen

Die Redeliste der beiden Kundgebungen spiegelt wieder, wie viele Gruppierung und Organisation zum Gegenprotest aufgerufen hatten. So sprachen Heinrich Fucks (Superintendent der evangelischen Kirche), Christof Seeger-Zurmühlen (Künstlerischer Leiter der Bürgerbühne) und Pater Wolfgang Sieffert OP (Altstadt-Armenküche). Bei vielen Beiträgen wurde sich kritisch mit der Corona-Pandemie auseinandergesetzt. So sprachen die Gewerkschaftsvertreter Martin Körbel-Landwehr (ver.di, Vorsitzender Landesfachbereich Gesundheit, Uniklinik Düsseldorf), Dr. Sylvia Burkert und Gabriela Larusso (GEW), die in den Kliniken und Schulen viele negative Auswirkungen der aktuellen Lage mitbekommen. Auch das Düsseldorfer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und die ver.di Jugend sahen viel Optimierungspotential an dem, was die Regierung derzeit an Maßnahmen verfügt.

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Die Vertreterinnen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beurteilen nicht alle Maßnahmen der Regierung für optimal, aber es ist konstruktive Kritik

Die Rede von DSSQ führte aus, was den Unterschied ausmacht zwischen der konstruktiven Auseinandersetzung mit der Krise und dem, was die Querdenker und Corona Rebellen daraus machen. Das unsolidarische Verhalten der Pandemie-Leugner, die Diskreditierung der Wissenschaft und Politik, das Leugnen von Gefahren, die Verbrüderung mit Rechtsradikalen und die regelmäßigen Vergleiche mit der NS-Zeit machen deutlich, dass diese Menschen mit ihren Motto „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ nichts gutes im Schilde führen.

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Verschiedenste Gruppierungen schlossen sich dem Protest an, die viele Branchen wirtschaftlich extrem unter der Pandemie leiden

Kommentar: Wer war nicht da?

1.500 Teilnehmer bei der Gegendemonstration - das könnte man als Erfolg werten. Oder? Gemessen an dem bisher vorhandenen Gegenprotest in Düsseldorf: Ja.
Aber wo waren die Mitglieder der zahlreichen Organisationen, die den Demo-Aufruf unterstützt haben? Wo waren die Politiker der etablierten Parteien? Die Parteien die Linke und die SPD waren zu sehen und Mona Neubaur von den Grünen. Die Bürgermeister von Düsseldorf hatten im Vorfeld ein Video aufgenommen und damit ein Statement gesetzt – ersetzte das den Demobesuch? Offenbar.
Viele von den Menschen, die am Sonntagnachmittag Flagge gezeigt haben, sieht man regelmäßig bei Veranstaltungen, bei denen es um Menschenrechte, Solidarität und Toleranz geht. Für sie war es selbstverständlich, auch bei dem nass-kalten Wetter am Sonntagnachmittag Flagge zu zeigen. Aber leider scheint es den meisten Düsseldorfer*innen vollkommen egal zu sein, ob die Pandemie-Leugner und Verschwörungs-Schwurbler mit Unterstützung durch Dutzende von Hooligans und sonstigen Rechtsradikalen in der Stadt ihre Parolen brüllen. Die Querdenker haben nicht nur ein Großaufgebot an Polizei mobilisiert, auch Wasserwerfer und Räumpanzer rollten an die Rheinwiesen.
Wo waren unsere kommunalen und landespolitischen Volksvertreter? Die Vertreter von Unternehmen, Organisationen oder Vereinen? Fortuna Düsseldorf postete am Sonntag man müsse die Stimme für ein tolerantes und weltoffenes Düsseldorf erheben – Repräsentanten des Vereins wurden von report-D nicht bei der Gegendemo gesehen. Viele haben sich medienwirksam gegen die Querdenker positioniert. Ein persönliches Erscheinen vor Ort wäre die stärkere Botschaft gewesen.

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