Düsseldorf Aktuelles

D_NoBorderGraffiti_20151020

Am 26. Oktober wird das Graffiti mit einem Live-Konzert eingeweiht

Düsseldorf wird bunt: Das No Border-Graffiti erzählt Flüchtlingsgeschichten

Viele tausend Kilometer Wegstrecke, unzählige Entbehrungen, Lebensgefahr, Todesangst – und ganz am Ende die Hoffnung auf einen neuen Anfang: Was auf der Hauswand an der Fritz-Erler-Straße in bunten Farben daher kommt – ist die Geschichte vieler Flüchtlingen – festgehalten in einem Graffiti. Und es kommt noch besser: Eine ganze Straßenbahn wird mit diesem Motiv bedruckt und als schienengebundene Erinnerung quer durch Düsseldorf fahren.

Zwölf junge Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und weiteren Ländern haben sich das Wandmotiv, zusammengesetzt aus ihren persönlichen Geschichten, ausgedacht. Gemeinsam mit den Graffiti-Artists Joe und Marc Hennig, den MajoBrothers, haben sie zusammengesessen, um erste Ideen zu einen großen Gesamtbild zusammenzufügen. Das Ganze ist Teil zwei des erfolgreichen No Border-Projektes – nach dem No Border Buch und der No Border Band (über die report-D bereits berichtete).

D_NoBorderGraffiti_Detail_20151020

So bunt kommt dieses Bild daher, das man Lust hat, näherzutreten und jedes Detail zu betrachten – immer wieder neue Einzelheiten zu entdecken. „Es ist zugleich ein Zeichen für Toleranz und Willkommenskultur in Düsseldorf“, sagt Torsten Nagel von SJD – Die Falken, die zusammen mit dem ZAKK und der Flüchtlingsinitiative STAY das No Border Grafitti auf den Weg gebracht haben. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“.

Einweihung mit Live Konzert

Eingeweiht wird das Graffiti mit einem Live Konzert am Montag (26.10.), um 18 Uhr vor der Freizeitstätte Garath (Nikolaus- Groß- Platz / Fritz Erler Str.). Musik von Mal Élevé (Irie Révoltés), Kutlu (Microphone Mafia), Tice und RapLab Projekt spielen unter dem Motto „Kein Fußbreit dem Rassismus!“.

Termine rund um das Thema „Refugees welcome“

D_NoBorder_Foto_20102015

Noch bis zum 7. November ist im Foyer der Volkshochschule am Bertha-von-Suttner-Platz die Fotoausstellung von Andreas Langfeld unter dem Titel „Status“ zu sehen. Es ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Asyl. Ein Zitat von Berthold Brecht beschreibt die Intension der Ausstellung: „Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so eine einfache Weise zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“ Seit 2013 dokumentiert Langfeld Flüchtlinge in ihrem Lebensumfeld, ihre Würde und ihre Herkunft.

D_NoBorder_Lesung_20102015

Zur Ausstellungseröffnung  (20.10.) gab es eine Lesung aus dem No-Border Buch in der VHS.

Film Boza

Der Film „Boza“ von Walid Fellah wird am Samstag, den 14. November, um 12 Uhr im Metropol Kino an der Brunnenstraße 20 gezeigt. Eintritt ist frei. Der tunesische Filmemacher Walid Fellah begleitet in dem Film Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa.

Musik und Vortrag

Am Freitag, 4. Dezember um 19 Uhr treten im Haus der Jugend, Lacombletstraße 10, Trouble Orchestra und KMPFSPRT auf. Vorab hält Daniel Steinmaier einen Vortrag mit dem Titel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Vortrag

Push back Frontex – Gegen die Militarisierung des Europäischen Grenzregimes! - heißt der Vortag von Conni Gunßer vom Flüchtlingsrat Hamburg. Zu hören ist er am Mittwoch, 9. Dezember, um 19 Uhr im zakk, Fichtenstraße 40, freier Eintritt.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Pulse_1_26032017

Die Europa-Befürworter in Düsseldorf stehen hinter der Organisation von Pulse of Europe und kamen so auch an diesem Sonntag (26.3.) zahlreich zum Burgplatz. Trotz der Geburtstagsfeier zum 60-jährigen Bestehen der Römischen Verträge am Vortag, war es bei Pulse so voll wie noch nie zuvor. Wehten am Samstag fast mehr Fahnen der Parteien und Organisationen, stand die Veranstaltung am Sonntag wieder ganz unter dem europäischen Zeichen in blau mit den goldenen Sternen.

D_LNdM_NetzK21_20170325

Die Kunst ist, bei der „Langen Nacht der Museen“ zu wissen, wo man anfängt und wo man aufhört. Es ist eine Logistik-Übung zwischen 40 Museen und Galerien, bei der Prioritäten zu setzen sind. Zwischen Bier, Brezel und Beuys. 23.000 Menschen kauften sich am Samstag (25.3.) für 14 Euro in einen Brummkreisel ein, der bei einer etwas zu kühlen Vorahnung von Frühling die Stadt bis weit nach Mitternacht vibrieren ließ.

Den report-D-Spaziergang durch die Nacht der Museen finden sie hier.

D_Dreck_Gruppe_25032017

Große Resonnanz konnten die Organisatoren von Pro Düsseldorf beim diesjährigen Dreck-Weg-Tag verbuchen. Nachdem im vergangenen Jahr der nachgeholte Rosenmontagszug dem Termin etwas in die Quere kam, säuberten am Samstag (25.3.) 10.184 Freiwillige die Stadt.

report-D: Social Media / RSS

Düsseldorf, Helau!

Tausend und ein Karnevalsbild