Düsseldorf Aktuelles

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Die Preisträger nahmen den Martinstaler am Donnerstag von Oberbürgermeister Thomas Geisel im Jan Wellem Saal entgegen

Düsseldorfer Ehrenamtler werden mit dem Martinstaler geehrt

Das ehrenamtliche Engagement in der Landeshauptstadt ist groß. Daher zeichnet die Stadt bereits seit 15 Jahren Düsseldorfer und Düsseldorferinnen, die sich in besonderem Maße einsetzen mit dem Martinstaler aus. Am Donnerstag (24.11.) wurden zehn Preisträger geehrt.

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Martinstaler

148 Preisträger erhielten in den vergangenen Jahren die Auszeichnung des Martinstalers für ihren großen Einsatz über viele Jahre im sozialen oder kulturellen Bereich, Tier- oder Umweltschutz. Auch in diesem Jahr kamen wieder 43 Vorschläge, wer die Ehrung erhalten solle. Aus ihnen wurden folgende Preisträger ausgewählt:

Gregor Keweloh

Der Ehrenamtler ist seit über 40 Jahren im Bereich "Brauchtum" tätig. Neben dem Vorsitz der Jagdhornbläser des Düsseldorfer Parforcehorn, ist Gregor Keweloh auch Zugführer in der Schützengesellschaft Reserve und Tischbaassprecher im erweiterten Vorstand der Düsseldorfer Jonges.

Felix Kreuzer

Der Leiter der Verkehrskadetten in Düsseldorf ist bereits seit 17 Jahren bei den Verkehrskadetten aktiv. Erst als Gruppenleiter, als Mitglied im Fahrdienst und nun als Leiter. 90 jugendliche Helfer gehören zu seiner Gruppe, die er mit großem Verantwortungsbewusstsein und Engagement leitet.

Heinz Nieß

Bereits vor 25 Jahren hat Heinz Nieß seine ehrenamtliche Arbeit in der Ökumenische Begegnungsstätte begonnen und engagiert sich nun für das Zentrum Plus in Gerresheim. Dort unterstützt er wöchentlich das Café "VergissMeinNicht" für Demenzerkrankte. Der Senior ist zusätzlich aktiver Wanderer beim Sauerländischen Gebirgsverein.

Brigitte Göbels

Das ehemalige Mitglied des Seniorenbeirates für den Stadtbezirk 2 ist Mitbegründerin und Organisatorin des Kulturherbst-Programms für Senioren. Außerdem gründete Brigitte Göbels die Friedrich-Spee-Akademie mit, in der sie immer noch als Schatzmeisterin aktiv ist. Verantwortlich koordiniert sie kulturelle Programme für ältere Menschen.

Michael Stapper

Als Vereinsvorstand des Club 68 liegt Michael Stapper das Zusammenleben behinderten und nichtbehinderten Menschen am Herzen. Dabei kümmert er sich neben der Verwaltungsarbeit und der Organisation von Veranstaltungen auch um den Fahrdienst, damit die Teilnehmer an den Angeboten teilnehmen können.

Ottfrid Hillmann

Das Lieblingselement von Ottfrid Hillmann ist das Wasser und so engagiert er sich seit über 30 Jahren im Düsseldorfer Unterwasser Club (DUC) als Tauchlehrer, Vereinsvorsitzender, Übungsleiter und Jugendwart. Daneben ist er Sprecher aller Düsseldorfer Selbsthilfegruppen und Gruppenleiter der Selbsthilfegruppe Psoriasis.

Gabriele Ingui und Erika Rabe

Der Kleiderladen der evangelischen Kirchengemeinde in Gerresheim wäre ohne Garbiele Ingui und Erika Rabe nicht denkbar. Die Damen sind zehn Jahren dabei und haben den Secondhandladen mit aufgebaut. Gemeinsam im Team mit zehn Ehrenamtlern sortieren sie die Kleiderspenden, die dann nach Sichtung im Laden gegen einen kleinen Obulus erstanden werden können.

Gerd Schlüter und Wilfried Heiter

Vor siebzehn Jahren wurde durch den Einsatz von Gerd Schlüter und Wilfried Heiter das Historische Klassenzimmer in der Maxschule eröffnet. Seitdem führen sie, gekleidet in Lehrerkleidung der Kaiserzeit, Besucher durch die Maxschule und vermitteln ihnen die Geschichte, die alten Lehr- und Erziehungsmethoden und lassen sie in den historischen Schulbänken Platz nehmen, auf denen Schiefertafeln und Griffeln bereit liegen.

Hispi - Das Lernhaus

Seit 2015 unterrichtet eine Bürgerinitiative im Lernhaus auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft an der Lacombletstraße Geflohene. Katrin Jungjohann und viele ehrenamtliche Helfer bieten Sprachkurse für Erwachsen an, helfen den Kindern bei den Hausaufgaben bringen auch den Kleinsten spielerisch die Deutsche Sprache näher. Dafür erhielt das Hispi den Sonderpreis der Kategorie "neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements".

Underdog

Eine weitere Würdigung für eine neue, innovative Idee von ehrenamtlichem Engagement erhielt das Projekt Underdog des Vereins asphalt und fiftyfifty. Dabei bieten Streetworker, ehrenamtliche Tierärzte und Helfer in einer mobilen Praxis veterinärmedizinische Hilfe vier die Vierbeiner der Obdachlosen an. Die Helfer gehen zu den Schlaf- und Aufenthaltsstätten der Wohnungslosen und verringern so die Hemmschwelle. Über die Tiere entsteht so ein Kontakt zu den Obdachlosen und bei Bedarf wird auch hier Hilfe vermittelt.

Alle Preisträger erhielten eine Urkunde und eine Plakette mit dem Bild des St. Martin. "Wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement heute sein kann, zeigen die unterschiedlichen Bereiche, in denen die zu Ehrenden aktiv sind. Auf ganz unterschiedlichen Feldern, im Brauchtum, in den Kirchen, in sozialen Einrichtungen oder in Vereinen setzen sie sich für ihre Mitmenschen ein. Für ihr Ehrenamt wenden sie oftmals einen Großteil ihrer Freizeit auf. Für dieses wertvolle Engagement wollen wir uns mit der Auszeichnung heute bedanken", erklärte der Oberbürgermeister.

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