Düsseldorf Aktuelles

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Es wirkte nur wie ein Nacht- und Nebelaktion, war aber die geplante Umpflanzung von 60 Bäumen in Erwartung der Genehmigung für die Eventfläche

Ed Sheeran in Düsseldorf: Wird es eine Geschichte mit Happy End?

Kaum ein Konzert verursacht bereits im Vorfeld so viele Diskussionen, wie der geplante Auftritt von Ed Sheeran am 22. Juli in Düsseldorf. Was bei der Düsseldorf Congress Sport & Event (DCSE) Begeisterung auslöst, lässt Kritiker die Stirn runzeln. Denn aktuell ist die vorgesehene Eventfläche noch ein Parkplatz der Messe. Um Zeit im Falle der Genehmigung zu gewinnen, wurden am Freitag (13.4.) die ersten Bäume verpflanzt. Doch gibt es grünes Licht für das Konzert, werden die Kettensägen kreischen und über 100 Bäume fällen. Denn nur so gibt es genügend Platz für rund 100.000 Konzertbesucher.

Vorbereitungen laufen

Ein Ticket für das Ed Sheeran Konzert lassen sich die Fans 150 Euro und mehr kosten. Das gibt einen gewissen Spielraum für Sonderausgaben des Veranstalters. Michael Brill, Geschäftsführer „Live Entertainment & Sports“ der DCSE, erklärte am Freitag beim Pressetermin auf dem Parkplatz P1, dass das finanzielle Risiko sehr gering sei. Die Kosten für die Herrichtung der Fläche sollen nicht bei der DCSE hängen bleiben, sondern dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Er sprach von einer Kostenaufteilung. Die diskutierten 250.000 Euro für die Umpflanzaktion bestritt Brill. Die Kosten lägen deutlich darunter, versicherte er.

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Michael Brill sieht den Open Air Park als Chance für Düsseldorf

Ganz NRW warte darauf, dass es endlich eine gut gelegene Eventfläche für Openairkonzerte in der Region gibt, davon ist Michael Brill überzeugt. Der Messeparkplatz sei von der Verkehrsanbindung und der Infrastruktur ideal und auch Anwohner gebe es nicht in der Nachbarschaft. Damit passt das Projekt gut in die Pläne, Düsseldorf bekannter zu machen.

Negativ fällt allerdings in Gewicht, dass die Konzertzusage für Düsseldorf offensichtlich gegeben wurde, ohne dass es eine Genehmigung für die Eventfläche gab. Die DCSE hat nun einen Antrag auf Baugenehmigung gestellt. Von der Verwaltung gab es verschiedene Anforderungen. Ob diese kurzfristig zu erfüllen sind, bleibt abzuwarten. Denn die verschiedenen Gremien in der Stadt werden über den Antrag beraten. Schließlich wird es im Rat die Zustimmung oder Ablehnung geben. Die nächste Sitzung des Rates ist am 3. Mai.

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Diese Bäume müssten mobilen Tribünen weichen

Dass die Fläche unmittelbar neben dem Flughafen liegt, sieht Michael Brill nur unter dem Aspekt der verkehrsgünstigen Lage. Beim Pressetermin musste er seine Interviews mehrfach unterbrechen, weil immer wieder Flugzeuge über das Parkfeld donnerten. Der Flugverkehr wird am 22. Juli, dem zweiten Sonntag der NRW-Sommerferien, nicht eingeschränkt sein, bekräftigte Brill. Allerdings stehen selbst an einem normalen Sonntag in der Zeit zwischen 19 und 23 Uhr über 100 Starts und rund 40 Landungen im Flugplan. Eine ganz besondere Kulisse für ein Openairkonzert.

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Report-D hat die Pläne für die Eventfläche skizziert, Luftbild: Stadt Düsseldorf

Drei Felder des Parkplatzes P1 sind für die Eventfläche vorgesehen. Etwa 38.000 Quadratmeter macht das Feld 5 des Parkplatz P1 aus. Es ist der LKW Warteplatz und deshalb bereits komplett asphaltiert. Die benachbarten Felder 4 und 6 sind deutlich begrünter, die Bäume älter und deshalb auch keine Kandidaten für eine Umpflanzung. Da auf den Feldern 4 und 6 Tribünen vorgesehen sind, werden dort 104 Bäume gefällt. Im Antrag für die Baugenehmigung wurde der Wert des Bäume berechnet und Ersatzpflanzungen eingeplant. Diese käme dann in Düsseldorf an andere Stelle und nicht nur 1:1, sondern mehr Bäume.

Ob die Konzertbesucher Sichteinschränkung und Schatten durch Bäume einer asphaltierten Fläche vorziehen würden, ist bei den Plänen nicht relevant. Sollte es am 22. Juli einen heißen Sommertag geben, wird der Zuschauerraum gut vorgeheizt sein.

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60 Bäume gräbt diese Maschine aus und lagert sie im Städtischen Gartenamt ein

Aber es es dazu kommt, entscheidet der Rat der Stadt Düsseldorf. Bei Zustimmung werden rege Aktivitäten auf dem P1 folgen. Denn Bordsteine müssen zurückgebaut, Bäume gefällt und Infrastruktur aufgebaut werden. Das alles sei zu schaffen, ist Michael Brill zuversichtlich.

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