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NRW-Umweltminister Johannes Remmel (vorn links) und Regierungspräsidentin Anne Lütkes (neonfarbene Jacke) beim symbolischen Spatenstich für den neuen Rheindeich zwischen Düsseldorf und Duisburg

Felder zu Flutflächen: Deichprojekt für 57 Millionen Euro im Düsseldorfer Norden

57 Millionen Euro kostet das Projekt. 30.000 Lastwagen-Ladungen voller Erde werden bewegt. Der Rheindeich zwischen Düsseldorf und Duisburg wird saniert und zurückverlegt, damit sich der Rhein bei Hochwasser ausbreiten kann. Dadurch steigt der Strom flussabwärts nicht so schnell und so hoch wie bisher. Die gute Nachricht für Radler: Der komplette neue Deich wird für sie befahrbar sein. Bisher enden die Radwege im Norden abrupt an Verbotsschildern und Treppenstufen.

Umweltminister Johannes Remmel, Regierungspräsidentin Anne Lütkes (beide Grüne) und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) kamen am Donnerstag zum feierlichen Spatenstich und ließen Erdschollen fotowirksam fliegen. Die betroffenen Bauern hingegen kritisieren vor allem die Deichverlegung, die ihnen die Felder nimmt.

Der alte Deich war zu niedrig und stand nicht mehr sicher

Der alte Deich war zu niedrig und drohte bei einem langen Hochwasser zu brechen. Dass er saniert und höher gemacht werden musste, ist unstrittig. Zwei Jahrzehnte lang aber wogte der Streit darüber hin und her, ob die Hochwasserbarriere nördlich von Düsseldorf ins Landesinnere verlegt werden soll. Genau das passiert jetzt zwischen Stromkilometer 760 (Stadtgrenze Düsseldorf-Bockum) und 769 (Straßenbrücke B288 Richtung Krefeld).
60 Hektar Land – eine Fläche so groß wie 60 Fußballfelder – fallen dem Rhein zu. Bisher bauten hier 13 Landwirte Getreide, Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben an. „Das geht nun nicht mehr“, sagt Hermann Blomenkamp, der Sprecher der Landwirte. Aus Sicht der Landwirte ist die Maßnahme „ein teurer Kniefall vor den Grünen“. Denn aus deren eigenen Gutachten gehe hervor, dass vor die Hochlegung der Bundesstraße 288 auf Säulen das ganze Projekt sinnlos werden lasse. Blomenkamp: „Doch dies wurde all die Jahre ignoriert.“

Düsseldorf als "Juniorpartner"

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link freute sich, die Nachbarstadt Düsseldorf al „Juniorpartner“ beim Projekt begrüßen zu können. Rund 550 Deichmeter liegen auf Düsseldorfer Territorium. Baustelle und Bagger werden gemeinsam genutzt. Das Düsseldorfer Teilprojekt kostet rund 700.000 Euro. Auf Nachfrage von report-D erklärte die Duisburger Sprecherin Susanne Stölting: "Der komplette neue Deich wird für Radfahrer nutzbar sein." Sofern auch auf Düsseldorfer Seite der Anschluss stimmt, ergäbe sich ein Weg von Wittlaer an Duisburg vorbei bis nach Krefeld. Der neue Deich soll voraussichtlich im Sommer 2018 fertig werden.

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Nach dem Fototermin übernahmen die Bauarbeiter die Deich-Arbeiten

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