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Mit Fortuna-Erinnerungen dementen Menschen eine Freude bereiten - das soll mit dem Koffer geschehen

Fortuna Düsseldorf: Mit einem Koffer auf Reise in die Vergangenheit

Demenz ist ein Thema, von dem allein in Deutschland 1,6 Millionen Menschen betroffen sind. Die geistige Leistungsfähigkeit der Erkrankten sinkt und die Persönlichkeit wird immer mehr ausgelöscht. Doch oft sind es Ereignisse und Begebenheiten die lange zurück liegen, an die sich demente Menschen erinnern. Diese Tatsache griff Stefan Felix, Hauptverantwortlicher für den Bereich Inklusion und Behindertenfanbetreuung bei Fortuna Düsseldorf auf. Am Dienstag (14.8.) stellte er gemeinsam mit vielen Unterstützern den Erinnerungskoffer von Fortuna Düsseldorf vor.

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(v.l.) Gabi und Ulrich Schönfuss, Klaus Lindemann, Stefan Felix, Peter Tonk, Tom Koster und Paul Jäger präsentieren den Erinnerungskoffer

Stefan Felix hatte von Erinnerungskoffern für demente Menschen gehört, da es in Großbritannien erste Projekte gibt, die das Thema Fußball als Schlüssel in die verbliebenen Erinnerungen der Betroffenen ausprobierten. Biografiearbeit ist im Umgang mit Dementen sehr wichtig, da alle Erinnerungen und Erfahrungen einen Menschen prägen. Je länger der Betroffene sich daran erinnert, wer er ist und was ihm einmal viel bedeutet hat, je leichter fällt es den Angehörigen und den Pflegenden ihn zu verstehen und mit ihm umzugehen. In der Stadt Düsseldorf gibt es ein Demenznetzwerk und als Stefan Felix dort seine Idee des Fortuna-Erinnerungskoffers vortrug, lief er offene Türen ein.

Im Demenznetz gibt es an 27 Standorten 29 Betreuungsgruppen und rund 240 an Demenz erkrankte Menschen werden darin betreut. Viele von Ihnen sind Düsseldorfer und bereits in der Kindheit mit Fortuna groß geworden. Damals hieß das Stadion am Flinger Broich noch „Fortuna“ und Paul Janes, der spätere Namensgeber, spielte in der deutschen Nationalmannschaft. Auch Namen wie Toni Turek sind den dementen Menschen ein Begriff, während sie sich an den Namen Friedhelm Funkel als aktuellen Trainer nicht erinnern können.

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Tom Koster hat im Archiv gekramt und viele Erinnerungsstücke herausgesucht

Als erster Bundesliga-Club in Deutschland haben die Fortunen einen Erinnerungskoffer mit Schals, alte Spielankündigungsplakaten, Fotos, Eintrittskarten, Autogrammkarten, Fahnen, einen Trikot, Fußballschuhe, Anstecknadeln und ausgewählten Zeitungsausschnitten gepackt. Über den Fanclub Ü60 erklärten sich einige Ehrenamtler bereits, gemeinsam mit Fachleuten aus dem Demenznetzwerk das Projekt zu starten. Im Juni und Juli gab es eine Erprobungsphase, bei der sechs verschiedene Betreuungsgruppen mit dem Koffer besucht wurden. Gabi und Ulrich Schönfuß gehörten zu den ersten, die mit dem Koffer auf Reisen gingen. Beide berichten wie viel Freunde es macht, wenn man die leuchtenden Augen der Erkrankten sieht, bei denen die Erinnerungen lebendig werden. Tom Koster, der das Archiv der Fortunen betreut, versichert, dass der Koffer noch um weitere Andenken ergänzt werden wird. So sucht man noch Tondokumente oder Lieder, um damit noch anderen Erinnerungen wachzurufen. Allerdings gab es lange Zeit in den Stadion lediglich den Stadionsprecher, daher ist die Auswahl nicht groß.

Zwölf Ehrenamtliche sind seit Oktober 2017 geschult worden, besuchen nun regelmäßig entsprechenden Einrichtungen für demente Menschen und bereiten damit viel Freude.

Wer Interesse an einem Besuch mit dem Fortuna-Erinnerungskoffer hat, kann Kontakt zu Peter Tonk vom Demenz-Servicezentrum Düsseldorf unter Telefon: 0211-8 92 22 28, Mail peter.tonk@duesseldorf.de oder der Internetpräsenz www.demenz-service-duesseldorf.de aufnehmen. Ansprechpartner bei Fortuna ist Stefan Felix vom Bereich Inklusion und Behindertenfanbetreuung, Telefon: 0211-5 44 98 46, Mobil: 0173 4 16 23 02 und Mail s.felix@f95.de.

Anfragen zum Erinnerungskoffer der Fortuna können per Mail gerichtet werden an erinnerungskoffer@f95.de. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich am Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Dabei ist egal ob sie noch zu Hause leben oder in einer Pflegeeinrichtung.

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