Düsseldorf Aktuelles

D_Ostermarsch_Demo_31032018

1500 Friedensaktivisten demonstrierten in Düsseldorf beim Ostermarsch 2018

In Düsseldorf demonstrieren 1500 Ostermarschierer für den Frieden und gegen Atomwaffen

Die Zahl der Menschen, die am Ostersamstag (31.3.) unter dem Zeichen der Friedenstaube durch die Düsseldorfer Innenstadt zogen, war deutlich größer als in den vergangenen Jahren. 1.500 Menschen unterschiedlicher Gruppierungen hatten sich solidarisiert und bildeten einen bunten Demonstrationszug, der unter anderem von einer Atomwaffenattrappe begleitet wurde. Bei der Kundgebung vor dem Rathaus wurde Bernhard Trautvetter mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet.

D_Ostermarsch_alle_31032018

Ziel des Demonstrationszuges war der Rathausplatz

„Abrüsten statt Aufrüsten - Atomwaffen abschaffen - Friedenspolitik statt Konfrontation!“ hieß das Motto in diesem Jahr, unter dem in verschiedenen Städten die Menschen für den Frieden demonstrierten. Die Teilnehmer beunruhigt die aktuelle Entwicklung in der Welt: Kriege in Syrien, Mali, Jemen, Afghanistan und die zunehmende Konfrontation zwischen den Atommächten.

D_Ostermarsch_Evrin_31032018

Ein Gruppe demonstrierte für Frieden in Efrin

Deutsche Waffenlieferungen an die Türkei haben zur aktuellen Eskalation beigetragen, und die Pläne der Bundesregierung, die Ausgaben für den Militärhaushalt zu verdoppeln, würde die Politik der militärischen Stärke und Konfrontation noch vergrößern, verurteilten die Teilnehmer. Viele Menschen fühlen sich durch die Strategien und Aufrüstungspläne der USA und anderer Atommächte verunsichert, was sich auch an der starken Teilnahme an den Ostermärschen ausdrückte.

D_Ostermarsch_Bazillen_31032018

Als "Linke Bazillen" wollen die Linken Rheinmetall mit Frieden infizieren

Am Rathaus sprach die EU-Abgeordnete der Linken und stellvertretende Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Sabine Lösing, zum Thema „EU-Aufrüstung“. Sie kritisierte die Pläne unterschiedlicher EU-Staaten, eine Europa-Armee aufzubauen. Das Feindbild aus den Zeiten des Kaltes Krieges werde wieder geschürt. Auch die Bundesregierung plant ihren Verteidigungshaushalt deutlich aufzustocken. Außerdem hat Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag, der es den USA verbieten würde, Atomwaffen auf deutschem Gebiet zu stationieren, nicht unterschrieben.

D_Ostermarsch_Trautvetter_31032018

Bernhard Trautvetter, der Preisträger des Düsseldorfer Friedenspreises

Für seine Recherchen zur Nato-Kommandozentrale in Kalkar/Uedem wurde Bernhard Trautvetter vor dem Rathaus mit dem Düsseldorfer Friedenspreis ausgezeichnet. Trauvetter betonte, der Preis sei eine Ehre, die ihm aber nicht persönlich gebühre, sondern der Friedensbewegung. Vielen Menschen ist die Bedeutung der Kommandozentrale in Kalkar/Uedem nicht bekannt. Im Jahr 2018 übernimmt der Stützpunkt in Kalkar die Führung der Luftstreitkräfte der NATO Response Force (Schnelle Eingreiftruppe) und die Bundeswehr steuert von hier die Kriegseinsätze der Luftwaffe, in Syrien, Afganistan und Mali.

D_Ostermarsch_Wummen_31032018

No Woman, No Cry ist eine Reggae-Ballade von Bob Marley - eine Demonstrantin hatte sie leicht verändert

Trautvetter informiert in seinen Veröffentlichungen auch über die Konferenzen, auf denen zwei Mal im Jahr, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, hochrangige Militärs verschiedene Szenarien der Kriegsführung durchplanen. Die Ostermarschierer wenden sich in ihren Protesten gegen diese Konferenzen. Sie plädieren für ein Konzept der gemeinsamen Sicherheit, statt einer Konfrontationspolitik. Deutschland solle sich an keinen Kriegen beteiligen und keine Waffen exportieren, fordern die Friedensaktivisten.

D_Ostermarsch_Atom_31032018

In Strahlenschutzanzügen gekleidete Demonstranten führte eine Atomwaffenattrappe mit

Joachim Schramm vom Ostermarschkomitee Rhein/Ruhr, betont: „15.000 Atomwaffen existieren weltweit, genug um jeden Menschen mehrfach zu töten. Wir brauchen keinen neuen atomaren Wettlauf, wir brauchen Abrüstung."

D_Ostermarsch_Bausteine_31032018

Die Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen des Bonn-Rhein-Sieg-Kreises hatte diese Willenerklärungen organisiert. Die Menschen forderten darauf des generelle Gewaltverbot und die Abschaffung aller Atomwaffen

Am Ostersonntag führt die zweite Tagesetappe des Ostermarsch ab 10 Uhr als Fahrradcorso von Essen, Porscheplatz, über Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne zur ver.di-Geschäftsstelle in Bochum. Die dritte Etappe startet am Ostermontag um 10 Uhr in Bochum-Werne mit einem Friedensgottesdienst. In Dortmund-Dorstfeld gibt es um 14:20 Uhr auf dem Wilhelmplatz eine Kundgebung, bevor ab 16 Uhr der Ostermarsch am Wichernhaus in der Stollenstraße 36 in der Dortmunder Nordstadt die Abschlusskundgebung steigt.

Weitere Informationen finden sie unter www.ostermarsch-ruhr.de

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_airbnb_Gruppe_15082019

Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum hat offenbar den Finger in die Wunde gelegt, als sie am Donnerstag (15.8.) anhand des Beispiels eines Vermieters aufzeigten, wie viele Wohnungen durch AirBnB dem Wohnungsmarkt entzogen werden. An der Schmiedestraße ist ein Haus bereits zu einem Drittel in Appartements gewandelt, die auf der AirBnB-Plattform zu Mietpreisen von über 60 Euro den Quadratmeter angeboten werden. Die Vermieter fühlen sich im Recht und versuchten die Protestaktion durch wüste Drohungen zu verhindern. *** Aktualisiert um eine Stellungnahme von AirBnB am Ende des Artikels.

D_Wasser_Amsel_14082019

Die anhaltende Trockenheit und Hitze stellt auch für die wildlebenden Tiere ein Problem dar, allerdings besitzen viele von ihnen Strategien sich anzupassen. Wer dennoch helfen möchte, kann dies mit Wasser tun. Füttern – besonders Enten oder Gänse in Parks – sollte unterlassen werden, da die Gefahr von Vergiftung durch Botulismus besteht.

D_Wohnung_14082019

Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum ruft für Donnerstag (15.8.) um 15 Uhr in Oberbilk, Kölner Straße/Schmiedestraße, zum Protest gegen Zweckentfremdung von Wohnraum durch AirBnB auf. Während die Wohnungsnot in Düsseldorf immer größer wird, kassieren die Vermieter von mehreren Tausend Wohnungen horrende Mieten durch Zweckentfremdung.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D