Düsseldorf Aktuelles

D_Gaslaterne_20092016_articleimage

Sanftes Licht - es spricht für Gaslaterne und weckt Emotionen.

In Düsseldorf glimmt Hoffnung: Stadtwerke erhalten modernes Gaslaternen-Zertifikat

Das Dokument trägt das Datum vom 6. Februar 2017. Und wichtiger noch: Stempel und eine Unterschrift. Es ist die CE 0085. Sie hat die Stadtwerke bereits übermütig gemacht. Und die Lunte der Düsseldorfer Jonges am Dienstagabend (25.4.) entzündet. In einigen Wochen wird die ganze Stadt eine Diskussion noch einmal aufrollen, die alle erleuchtet. Die einen, weil sie für das Thema brennen. Und die anderen, weil Flammen des Zorns aus ihren Köpfen lodern. Denn es geht um: Gaslaternen.

D_Gaslaterne_Udo_Brockmeier26_942017

Stadtwerke-Chef Udo Brockmeier (links) mit Volker Vogel von den Jonges

Dr. Udo Brockmeier ist zurzeit der Stolz in Person. Der Mann arbeitet als Vorstandschef der Stadtwerke. Und besitzt seit dem 6.2. die Lizenz zum Gaslaternen-Herstellen und Betreiben eines Gasleuchten-basierten Laternennetzes. Eben jenes Zertifikat CE 0085 schlägt den Gaslaternen-Gegnern ein wichtiges Killer-Argument aus den Händen.
Denn bisher – so machte es Brockmeier in seinem Vortrag deutlich - durften die Stadtwerke ausgerechnet an den so wartungsintensiven Gasleuchten eigentlich nur die Leuchtstrümpfe wechseln, die Laternen-Scheiben putzen und den korrosionsanfälligen Metallkörper gegen Rost versiegeln.

D_Gaslaternen_Benrath_Modelle_30092016

Diese Gaslaternen gibt es in Düsseldorf

Sobald ein größeres technisches Problem auftrat, operierte Düsseldorfs Versorger in einer Grauzone. „Eigentlich hätten wir in solchen Fällen die betreffende Laterne stilllegen und einen Fachmann hinzuziehen müssen.“ Denn aus Technikersicht fällt das Düsseldorfer Netz der 14.300 Gaslaternen unter den Bestandschutz. Im Falle größerer Umbauten erlischt die Betriebserlaubnis sofort. Es fehlten gleich zwei extrem sicherheitsrelevante Details: ein Absperrhahn und ein zuverlässiger Zünder mit Flammenwächter. Letzterer verhindert, dass Gas weiter nachströmt, obwohl die Flamme erloschen ist.
Und während Düsseldorf über die Ästhetik schummeriger Straßenleuchten diskutierte, trieben den Techniker ganz andere Probleme die Schweißtropfen auf die Stirn. „Dies alles haben wir nun mit der Zertifizierung gelöst“, strahlte Stadtwerke-Vorstand Dr. Udo Brockmeier. Und da hätten die vielen Diskussionen Pro-Gaslicht bei den Jonges ihren Teil dazu beigetragen.

Hoffnung für die vom Abbau bedrohten Laternen?

Die derart freundlich Besprochenen wollen die Spur des matten Lichts nun komplett zurückdrehen. „Zusammen mit den Bezirksvertretungen, die sich ebenfalls für den Erhalt möglichst vieler Gaslaternen eingesetzt haben“, sagte ein Tischbaas. Bisher hat sich der Stadtrat nur getraut, eine Untergrenze für Gaslaternen festzulegen. Mindestens 4000 sollen erhalten bleiben. Am Dienstag nahmen die Jonges mit, dass nun weit mehr der Leuchten stehen bleiben könnten.

Gaslicht soll einen Turbo bekommen

Denn versprochen hat Brockmeier den Jonges, dass die Stadtwerke nun auch den letzten Schritt tun und sich um die Übergangsbereiche zwischen Gaslicht und Elektrolicht kümmern werden. Denn erstrahlt eine Straße in neuer LED-Technik und grenzt diese an eine Gaslaternenzone, machten die Sachverständigen den Übergangsbereich als Problemzone aus. Die erste Idee ist, dass in bestehende Gaslaternen im Grenzbereich zu Elektrolaternen zusätzliche LEDs eingesetzt werden. An besonders trüben Tagen, könnte so ein Lichtturbo gezündet werden und den Übergang zwischen den Systemen angenehmer machen. Sobald es ganz dunkel ist, könnten die Zusatz-LEDs wieder abgeschaltet werden. Das klingt nicht nur kompliziert, sondern ist es auch. Anderswo würde solch ein Adaptionsproblem durch das Aufstellen moderner Laternen gelöst.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Icklack_1_18082017

Wenn es darum ging gemeinsam zu Spielen und Spaß zu haben, waren alle Teilnehmer des Sport- und Spielefestes gleich. Denn beim Angebot der Düsselferien sind Kinder und Jugendliche mit Behinderung ebenso dabei wie die Kinder der Freizeiteinrichtung Icklack. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche besuchte am Freitag (18.8.) die fröhliche Veranstaltung.

D_Rudern_Krebs_1_28042016_articleimage

Die Vorbereitungen für die nächste Auflage der Benefizregatta „Düsseldorf am Ruder für Menschen mit Krebs“ am 2. September im Medienhafen laufen auf Hochtouren. 80 Teams gehen an den Start und damit sie beim Rennen erfolgreich sind, laufen derzeit die Trainingseinheiten.

D_Euroscheine_17082017

Als Nachtrag zur Tour de France konnte sich am Donnerstag (17.8.) das Kinderhilfezentrum Düsseldorf über eine Spende von 2000 Euro freuen. Zugunsten der Kinder waren zwölf der limitierten „Null-Euro-Scheine“ auf ebay versteigert worden und hatten dort ein Vielfaches ihres Wertes erzielt.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D