Düsseldorf Aktuelles

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Kjell Herold und Melanie Wohlgemuth freuen sich über den Scheck für "Schlau", einem Projekt, das sich mit Workshops für Jugendliche dafür einsetzt, Diskriminierung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie Trans*- und Inter*-Personen präventiv zu verhindern

Social Day Düsseldorf feiert 10-Jähriges mit Rekordergebnis

Rund 1500 Schülerinnen und Schüler tauschten im Juli vor den Sommerferien für einen Tag die Schulbank mit einem Arbeitsplatz, den sie sich selbst bei Firmen, Geschäften oder in der Familie besorgt hatten. Dabei erarbeiteten sie rund 42.000 Euro.

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Die beiden Schüler der Carl Benz Realschule bekamen zwar nur einen kleinen Scheck, aber einen großen Applaus. Denn sie sind noch nicht lange in Deutschland und haben sich gerne für die Teilnahme am Social Day entschieden - nur drei Schüler der Schule nahmen teil.

Soziales Engegement seit zehn Jahren

Vor zehn Jahren war es Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, der die Idee des Social Days von Bielefeld mit nach Düsseldorf brachte. Seither arbeiten jedes Jahr vor den Sommerferien Schüler und Schülerinnen für mindestens einen Tag an einem Eisnatzort, den sie sich selbst gesucht haben. Der Lohn fließt zur Hälfte an die Schule der Aktiven und zur anderen Hälfte an mindestens ein soziales Projekt, das jährlich neu ausgewählt wird.

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Für die Organisation LEBENSzeichenAfrika spenden die Schüler des Max Planck Gymnasiums öfter und auch das Geld von Social Day soll dorthin gehen

Zum 10-jährigen Jubiläum durfen die Teilnehmer selber entscheiden, an welches soziale Projekt gespendet werden sollte. Durch die hohe Erlössumme und die Vielzahl von guten Vorschlägen war es möglich, gleich fünf Initiativen zu fördern.

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Über 16.000 Euro erarbeiteten allein die Fliedner-Schüler, die Hälfte davon dürfen sie nun für eine bessere Sportausstattung ihrer Schule nutzen

Aktive von 13 Schulen erarbeiteten 42.000 Euro

13 Schulen haben dazu beigetragen: das Theodor Fliedner Gymnasium, das Gymnasium Gerresheim, das Görres-Gymnasium, das Max Planck-Gymnasium, das Leibniz Montessori Gymnasium, die Carl Benz Realschule, das Schloß Gymnasium Benrath, das Humboldt Gymnasium, die Emil Barth Schule aus Haan, die Realschule Golzheim, die Alfred Herhausen Schule, die Kurt Schwitters Schule und die Maria Montessori Gesamtschule. Unabhängig davon, ob sich zwei oder über 200 Schülerinnen und Schüler beteiligten, waren mit viel Engagement dabei und mit dem guten Gefühl, etwas für die eigenen Schule zu tun und gleichzeitig ein soziales Projekt zu unterstützen. Die Einsatzorte waren sehr unterschiedlich. Während einige Teilnehmer bei den Partnern des Social Days einen Arbeitsplatz fanden, waren anderen bei Eltern oder Verwandten aktiv oder haben durch die Mitarbeit in Betrieben schon Ideen für die eigene berufliche Zukunft entwickelt. Rund 1.000 Unternehmen wie Handelsbetriebe, Handwerker, Kirchengemeinden und Privatpersonen stellten den Schülerinnen und Schülern einen Arbeitsplatz zur Verfügung.

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250 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gerresheim engagierten sich beim Social Day

Schülern finanzieren ihre Schulen selbst

So unterschiedlich wie die Einsatzgebiete waren auch die Ideen der Schüler, wie das verdiente Geld in den Schule angelegt werden soll. Vielfach ist geplant das Geld in die Ausstattung zu investieren, um durch Material für die Pausenbeschäftigung oder Arbeitsmittel alle Schüler am Erlös zu beteiligen. Stadtdirektor Hintzsche, der als Sozialdezernent auch Chef über die Ausstattung der Schulen ist, verteilte gut gelaunt die Schecks. Dass der Wunsch nach zusätzlicher Ausstattung an Schulen offenbar groß ist, wertete er aber in Zeiten leerer Kassen der Stadt als wünschenswerte Eigeninitiative. Die Schlagfertigkeit zweier Schüler, die vom Erlös für ihre Schule gleich ein neues Schulgebäude kaufen wollten, machte ihn dann aber doch für einen Moment sprachlos. Es gibt aber auch Schulen, die ein festes Projekt als Partner haben und das Geld von Social Day an diesen weitergeben. So soll das Geld der Schüler des Max-Planck-Gymnasiums an „Lebnszeichen Afrika“ gehen.

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Die Vertreter der fünf Spendenprojekte mit ihren symbolischen Schecks

Fünf Spendenprojekte werden bedacht

Folgende Projekte wurden mit jeweils 5.251,31 Euro vom Social Day unterstützt:

> Alle-Mann“- Förderung von Jungen in schwierigen Lebenssituationen (Sprungbrett, Jugendhilfe Diakonie Düsseldorf)

> ankommen und begleiten“ – ein Integrationsprojekt an der Elly-Heuss-Knapp-Schule (AWO Düsseldorf)

> „Loop Kinder- und Jugendhilfe“ – ein Hilfsprojekt für vernachlässigte Düsseldorfer Kinder in Not

> „Mentor“ – die Lesenlernhelfer Düsseldorf

>Schlau Düsseldorf“ – ein Antidiskriminierungsprojekt zu sexuellen Orientierungen an Schulen.

11. Auflage in 2018

Auch 2018 wird es den Social Day in Düsseldorf wieder vor den Sommerferien geben. Interessierte Schulen, aber auch Jugendgruppen und Jugendverbände können sich im Jugendring Düsseldorf anmelden. Für Jugendgruppen startet zudem am 1.3.2017 das Spendenprojekt „Social Weeks.“

Initiator des Social Day sind der Jugendring Düsseldorf, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Evangelische Jugend und die SJD - Die Falken im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Jugendverbände stärken“ mit Unterstützung derKFM Deutsche Mittelstand AGund der Evangelischen Jugend.

Weitere beteiligte Schulen mit ihren Spendenschecks

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Das Leinbiz Montessori Gymnasium

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Das Görres Gymnasium

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Das Schloß Gymnasium Benrath

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Das Humboldt Gymnasium

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