Düsseldorf Aktuelles

D_Onebillion_Banner_13022017

Die fünf Banner bildeten den Satz "Frauenrechte sind Menschenrechte"

Tanz gegen Gewalt an Frauen auf dem Düsseldorfer Rathausplatz

„One Billion Rising“ heißt die weltweite Aktion, bei der sich am 14. Februar die Menschen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen stellen. Am Düsseldorfer Rathaus prangte das pinke Banner „Düsseldorf gegen Sexismus und Rassismus“ und zahlreiche Tänzerinnen – und einige Tänzer -  schlossen sich der Aktion an.

Tanzende pinke Mützen vorm Rathaus

Auch in diesem Jahr beteiligte sich Düsseldorf an der Kampagne, die in mehr als 200 Ländern auf der Welt ein Zeichen setzt. Die ursprüngliche Idee hatte im Jahr 2012 die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler. Düsseldorf war von Anfang an dabei und die Organisation haben Mari Uhlig, Monica Brauer und Elke Hannig-Brauer von kom!ma, Verein für Frauenkommunikation, übernommen. Unterstützung erhielten sie vom, Gleichstellungsbüro der Stadt, vom Frauenforum Düsseldorf, der Frauenberatungsstelle Düsseldorf, ProMädchen, Mädchentreff Leyla und den „die lächelnden Frauen“ des Türkeizentrums.

Bereits am Vormittag hatte ein Team mit einem Steiger das pinke Banner „Düsseldorf gegen Sexismus und Rassismus“ an der Rathausfassade angebracht und kurz vor 18 Uhr starteten fünf Gruppen mit je einem kleinen Banner zu einem Sternmarsch zum Rathausplatz. Sie trugen die Worte „Frauen“, „Rechte“, „Sind“, „Menschen“, „Rechte“ die Ziel zusammenfügt wurden.

D_Onebillion_Tanz_13022017

Mehrere Hundert Menschen sprengten tänzerisch die Ketten der Gewalt an Frauen

Break the chain

Nach einer kurzen Einweisung erklang die Musik von „brake the chain“ und für die Versammelten gab es dann kein Halten mehr: es wurde getanzt. Viele hatten sich im Vorfeld zum Probetanzen getroffen doch auch ungeübte kamen schnell in den Rhythmus. Auf der ganzen Welt wird am 14. Februar zu diesem Lied getanzt.

Der Tanz soll den Kampf gegen die Gewalt an Frauen ausdrücken. Die Tänzerinnen erheben die Hände und symbolisieren damit die Kraft und Energie, die sie für den Widerstand gegen Gewalt brauchen. Aufrechte Schritte nach vorne zeigen die Solidarität für alle Frauen, die sich nicht selber wehren können. Das Hochziehen der Beine soll das Sprengen der Ketten zeigen, dass Gewalt nicht länger zugelassen wird. Eine Bewegung der Arme um Kopf und Körper steht für den Schutz, unter dem jede Frau steht. Der gehobene Finger ist ein Zeichen für die Vorbildfunktion, die jede Frau übernimmt, um sich gegen Gewalt zu stellen.

Viele der Tänzerinnen hatten pinke Mützen angezogen, denn die kräftige Farbe Pink hat eine leuchtende Signalkraft und soll Power, Mut und Lebensfreude vermitteln. Auch prominente Teilnehmerinnen aus der Politik waren gekommen. Passanten blieben stehen und fragten sich, was das für ein Flashmob sei. Einige schlossen sich spontan an und tanzten mit. Tatsächlich waren auch einige Männer aktiv.

D_Onebillion_Team_13022017

Monica Brauer, Elke Hannig-Brauer und Mari Uhlig von kom!ma haben die Düsseldorfer Aktion organisiert, Foto: OneBillionRising Düsseldorf

Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Nicht erst seit der Silvesternacht 2015 und dem Zuzug von vielen Flüchtlingen gibt es Gewalt an Frauen und Mädchen. Was manche aktuell als besondere Situation wahrnehmen, gehört zum Lebensalltag vieler Frauen und Mädchen. Jede dritte Frau weltweit (also eine Milliarde, engl. One Billion) und jede siebte Frau in Deutschland war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellen Handlungen gezwungen oder in anderer Form misshandelt. Die Sexuelle Gewalt gegen Frauen wird in den meisten Fällen von Männern jeden Alters, jeder Nationalität und jeder Glaubensrichtung ausgeübt.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Ostendorf_24032017

Der Ordensverein der Armen-Brüder des heiliges Franziskus, Sozialwerke, ist in Düsseldorf aktiv in der Hilfe für Senioren und Wohnungslose. Unter dem Anspruch „Werte wie Barmherzigkeit, Bescheidenheit und Demut sind prägend für das Sozialwerk“ erarbeitet der Verein einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Der Verlust von 7,5 Millionen Euro durch zweifelhafte Geldanlagen beim Finanzdienstleister Infinius, zog auch noch ein Verfahren des Insolvenzverwalters dieser Firma nach sich. 5,5 Millionen Euro wollte er von den Armen Brüdern haben, was am Freitag (24.3.) vom Gericht abgewiesen wurde. Parallel klagt das Team des Straßenmagazins fifty-fifty gegen die Armen Brüder. Vorerst nur moralisch, aber der Verkauf einer Immobilie, die durch fifty-fifty-Spendengelder finanziert war, soll auch ein juristisches Nachspiel haben

D_Ross_Gruppe_23032017

Im alten Finanzamt an der Roßstraße hat die Stadt rund 300 Flüchtlinge untergebracht. Das Haus soll auch weiter als Flüchtlingsunterkunft dienen, allerdings werden für die Bewohner Küchen eingebaut, damit auch dort Selbstverpflegung möglich ist. Am Donnerstag (23.3.) war deshalb für die Hälfte der Bewohner der Umzug angesagt, was nicht bei allen auf Zustimmung stieß. Es kam zu einem Polizeieinsatz am Mittag, der notwendig wurde, da eine Gruppe Männer den Umzug nicht akzeptieren wollte.

D_Antirassismus_21032017

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März wurde die neue Düsseldorfer Kampagne gegen Rassismus präsentiert. Vier Postkarten wurden von Jacques Tilly passend zu Zitaten bekannter Persönlichkeiten illustriert. Mit „Poesie statt Parolen“ wollen diese ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit setzten. Die Karten gibt es kostenlos an vielen öffentlichen Stellen und bei Veranstaltungen.

report-D: Social Media / RSS

Düsseldorf, Helau!

Tausend und ein Karnevalsbild