Düsseldorf Aktuelles

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Nach der Urabstimmung startete am Dienstag, 3. Juli, der unbefristete Streik im Universitätsklinikum Düsseldorf

Uniklinik Düsseldorf: Der Streik geht weiter – Donnerstag Aktion vor dem Landtag

Es ist der siebte Tag des unbefristeten Streiks am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und noch ist keine Gesprächsbereitschaft beim Klinikvorstand zu erkennen. Die Klinik verweist auf die Zuständigkeit bei der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Am Donnerstag soll es ein Gespräch in Berlin geben. Ob dies die Situation in Düsseldorf beeinflusst ist unklar. Die Streikenden bleiben bei ihrer Forderung nach mehr Personal. „Mehr von uns ist besser für alle“ werden sie am Donnerstag bei einer Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag skandieren. Unterstützt werden sie dabei von den Streikenden der Uni Essen und zahlreichen solidarischen Pflegekräften.

Die Gewerkschaftsvertreter der verschiedensten Bereich und auch die Klinikmitarbeiter aus vielen Städten zeigen sich mit den Streikenden in Düsseldorf solidarisch. Gemeinsam wird man am Donnerstag (12.7.) ab zehn Uhr vor der Landtag in Düsseldorf demonstrieren. Neben der Vorsitzenden des DGB in NRW, Anja Weber, und dem Landesbezirksleiter Nordrhein-Westfalen der IG Metall, Knut Gießler, werden auch viele Betroffenen Mitarbeiter und Auszubildende das Mikrofon ergreifen.

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Wolfgang Cremer und Niko Köbbe vor den Streikenden des UKD

„In den Tochtergesellschaften der Unikliniken Düsseldorf kämpfen wir seit über einem Jahr für einen Tarifvertrag. An der Uniklinik Düsseldorf wird jetzt seit fast einem Jahr für Entlastung gestritten. Seit neun Monaten sind die Beschäftigten der Uniklinik Essen dabei. In diesem Zeitraum reift ein Kind bis zur Geburt und auf der Arbeitgeberseite der Unikliniken bewegt sich in einem solchen Zeitraum nichts!“, erklärt Wolfgang Cremer, Leiter des Fachbereichs Gesundheit bei der Gewerkschaft ver.di NRW.

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Am Donnerstag ( 5.7.) demonstrierten die Streikenden vor dem Wissenschaftsministerium

Die Gewerkschafter kritisieren, dass die Landesregierung zwar über Mitbestimmung redet, diese aber nicht wirklich will. So waren die Streikenden der Unikliniken Düsseldorf und Essen am Donnerstag vergangenen Woche zum Wissenschaftsministerium gezogen, um der zuständigen Ministerin für Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Überlastungssituation am UKD zu schildern. Die Ministerin war nicht zu sprechen. Zwar hörten die Mitarbeiter einer Delegation zu, aber die Botschaft war eindeutig: Man wolle sich neutral verhalten, da man nicht zuständig sei. Das Ministerium teilt die Meinung des UKD-Vorstands, dass nur mit der TdL verhandelt werden könne. In den Augen der Gewerkschafter ist das falsch, da der Punkt „Entlastung“ aktuell in keinem Tarifvertrag enthalten ist und entsprechend der UKD-Vorstand sehr wohl der richtige Ansprechpartner sei.

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Einige der Streikenden erinnern mit ihren T-Shirts an den letzten langen Streik im Jahr 2006 - der dauerte damals über 100 Tage

An der Universitätsklinik Essen haben sich die Mitarbeiter dem Streik bereits angeschlossen. Die Kliniken Aachen und Bonn wurden von den Streikenden besucht und dort erhielten sie viele Solidaritätsbekundungen, denn die Situation ist an vielen Krankenhäusern schlecht. Am UKD sind nach Angaben der Gewerkschaft täglich zwischen 450 und 500 Personen im Streik.

12. Juli, Aktion vor dem Landtag

Ab 10 Uhr lauft am Donnerstag, 12. Juli, die Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag. Wer sich solidarisch mit den Pflegekräften zeigen möchte, ist eingeladen sich zu beteiligen und sich vor Ort in Soli-Listen einzutragen. Dies ist vor dem Landtag oder auch wochentags am Zelt auf dem Moorenplatz möglich, wo sich die Streikenden versammeln.

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