Düsseldorf Aktuelles

D_Wohnpaar_08062017

(v.l.) Michael Kipshagen (AWO-Kreisgeschäftsführer), Susanne Schön (Initiative Ehrenamt der AWO), Dezernent Christian Zaum, Lidia Wilhelm (Amt für Wohnungswesen) und Amtsleiter Thomas Nowatius

Wohnungsamt Düsseldorf vermittelt: „Suche Wohnung, biete Hilfe“

Mit dem Programm "Wohnpaar auf Zeit" möchte die Stadt Düsseldorf Auszubildende und Studierende unterstützen, die wenig Geld für eine Wohnung haben, aber gerne bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Es werden Wohnpartnerschaften vermittelt, bei der die Anbieter ein Zimmer zur Verfügung stellen und junge Wohnungssuchende statt Miete Hilfe anbieten.

Wohnpaar auf Zeit

Eigentlich sind es kleine generationsübergreifende Wohngemeinschaften, denn günstiger Wohnraum in Düsseldorf ist knapp. Während viele Studierende und Auszubildende günstige Zimmer suchen, steht bei manchen Wohnungs- oder Hausbesitzern ein Raum leer. "Das Düsseldorfer Programm 'Wohnpaar auf Zeit' bringt beide Seiten zusammen und steht für eine neue, moderne Form des Zusammenlebens verschiedener Generationen. Studierende und Auszubildende finden preisgünstigen Wohnraum bei privaten Eigentümerinnen und Eigentümern. Als Gegenwert unterstützen sie ihre Vermieterin oder ihren Vermieter im Alltag oder leisten gemeinnützige Arbeit", erklärt Christian Zaum, Dezernent für Wohnungswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Individuelle Vermittlung und Hilfe

Im Wohnungsamt kümmert sich Lidia Wilhelm seit 2008 um das Zusammenbringen von Wohnpaaren auf Zeit. Ein nicht ganz einfaches Geschäft, denn die Ängste seitens der Anbieter sind da. Schließlich gewähren sie Einblick in ihre privaten Räume, teilen Bad und Küche. Da ist die Vorauswahl durch Lidia Wilhelm wichtig und nicht alle jungen Bewerber schaffen die Bewerbungshürde. 30 Studierende und Auszubildende haben sich in diesem Jahr bei ihr gemeldet, davon kamen nur vier für die Vermittlung in Frage. Denn die Voraussetzungen sind klar geregelt: Die Bewerber müssen in Düsseldorf immatrikuliert sein oder ihren Ausbildungsbetrieb haben. Sie sollten offen für ein generationenübergreifendes Wohnmodell sein und die Bereitschaft zur Hilfe ist unbedingt erforderlich. Für 12 Stunden im Monat wird diese verpflichtend beim Wohnungsanbieter oder bei einer Einrichtung der AWO geleistet.

Neue Kampagne der Stadt

Mit einem Informationsfilm möchte die Stadt Menschen in Düsseldorf, die in ihrem Haus oder ihrer Wohnung einen Raum frei haben, motivieren, über eine Wohnpartnerschaft nachzudenken. War das Programm in der Vergangenheit auf Senioren abgestellt, können jetzt Alleinstehende, Paare und Familien daran teilnehmen. Die Wohnraumanbieter sollten an einem Austausch mit jungen Menschen interessiert sein und sich vorstellen können, Studierenden oder Auszubildenden ein (abschließbares) Zimmer zur Verfügung zu stellen. Badezimmer und Küche werden, wenn nicht separat vorhanden, gemeinschaftlich genutzt. Beim gemeinsamen wohnen "unter einem Dach", wird keine Kaltmiete in Form von Geld verlangt, sondern die Miete durch Hilfsleistungen von maximal zwölf Stunden monatlich erbracht. Das könnten Alltagshilfen wie Einkäufe, Gartenarbeit oder Kinderbetreuung sein. Art und Umfang der Aufgaben werden individuell besprochen. Aus rechtlichen Gründen sind in allen Modellen Pflegeleistungen jeglicher Art ausgeschlossen. Die Betriebskosten für Wasser, Strom, Telefon, Internet etc. können umgelegt werden.

Thomas Nowatius, Wohnungsamtsleiter, hofft, die Zahl der bisherigen 23 Wohnpartnerschaften deutlich steigern zu können. Es sieht darin nicht die Lösung der Düsseldorfer Wohnungsprobleme, aber einen kreativen Ansatz, jungen Menschen mit wenig finanziellen Mitteln, bei der Wohnungssuche zu helfen. Über die Hälfte der 350.000 Wohnungen in der Landeshauptstadt sind in Privatbesitz. Mit dem Programm Wohnpaar auf Zeit sollen die Wohnungsbesitzer gezielt angesprochen werden.

Informationen beim Amt für Wohnungswesen

Das Amt für Wohnungswesen informiert und berät rund um das Thema "Wohnpaar auf Zeit". Lidia Wilhelm steht Wohnraumanbietern sowie Studierenden und Auszubildenden von Beginn an als Ansprechpartnerin zur Verfügung und begleitet die Wohnpartnerschaften von Anfang an. So startet man mit einem Kennenlernen und nur wenn Sympathie von beiden Seiten vorhanden ist, kann es zu einer Probezeit kommen, die dann bei positivem Verlauf zu einem Wohnpaar auf Zeit führt.

Info-Film des Amtes für Wohnungswesen www.youtube.com/watch?v=6u8oVgYCDH4

Kontakt: Amt für Wohnungswesen, Brinckmannstraße 5, 40225 Düsseldorf, Lidia Wilhelm, Telefon: 0211.89-94499, Mail: lidia.wilhelm@duesseldorf.de oder www.duesseldorf.de/wohnen/veroeffentlichung.html

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