Düsseldorf Blaulicht

D_PK_Polizei_11122015

(v.l.) Polizeisprecher Marcel Fiebig, Polizeipräsident Norbert Wesseler und die Leiterin der Ermittlungskomission Poet, Maria Allersmeier

Düsseldorf: Aufmerksame Nachbarin führt Polizei zu Diebesbande

Gleich zwei Ermittlungserfolge bei Einbrecherbanden konnten Polizeipräsident Norbert Wesseler und seine Mitarbeiter am Freitag (11.12.) präsentieren. Am 30. November wurde eine Gruppe von drei Männern festgenommen, die bereits zwei Wochen observiert worden waren und gestern Abend gelang ein Zugriff in Wittlaer. Die Banden agierten in ganz Nordrhein-Westfalen.

Hinweise aus der Bevölkerung

Am 27. Oktober beobachtete eine Anwohnerin in Düsseldorf Stockum ein verdächtiges Fahrzeug in ihrem Wohngebiet. Sie merkte sich das Autokennzeichen und informierte die Polizei. Da das Kennzeichen mit weiteren Einbruchsdelikten in Zusammenhang gebracht werden konnte, startete die Polizei die Observation des Fahrzeuges und der Verdächtigen.

Die Polizei gründeten die Ermittlungskommission Poet, nach dem Wohnviertel, in dem die Bande das erste Mal auffällig wurde. Die Täter begingen in der zwei Wochen dauernden Beobachtung 18 Einbrüche. Dabei gingen sie sehr professionell vor und veränderten täglich ihr Einsatzgebiet. Einbrüche in Korschenbroich, Reichshof, Essen, Solingen, Schermbeck, Wesel, Burscheid, Düren, Radevormwald und Werl konnten der Bande zugeordnet werden.

Es handelt sich bei den Tatverdächtigen um Südosteuropäer im Alter von 31, 32 und 43 Jahren. Die Asylbewerber waren offiziell in Unterkünften in Niedersachsen und dem linken Niederrhein gemeldet, hielten sich dort aber nie auf. Ihr Unterschlupf war eine private Adresse in Wuppertal, von wo aus sie ihre Diebestouren starteten.

Nach der Festnahme am 30. November wurden in ihrem Fahrzeug Beute und Einbruchswerkzeug gefunden. Anhand des in der Wohnung gefundenen Diebesguts, konnten ihnen sechs weitere Taten zugeordnet werden.

Die Tatverdächtigen wurden dem Haftrichter vorgeführt und sind seitdem in Untersuchungshaft. Die Halterin des benutzten Fahrzeugs bleibt auf freiem Fuß. Die sichergestellte Beute schätzt die Polizei auf 26.000 Euro. Bisher konnten noch nicht alle Teile identifiziert, bzw. Taten zugeordnet werden.

D_Beute_Polizei_11122015

Diese Beute und Werkzeuge wurden bei der Bande Ende Oktober gefunden

Erfolg in Wittlaer

Die Festnahmen in Wittlaer sind auf die Schwerpunktmaßnahmen der Polizei zurückzuführen. Zwei Beamten fiel ein Fahrzeug in einem Wohngebiet auf. Bei der Halterüberprüfung ergaben sich Hinweise auf Zusammenhänge mit Einbruchsdelikten. Als drei Südeuropäer sich mit dem Fahrzeug entfernen wollten, griffen die Polizisten ein. Im Wagen fand sich Beute aus einem Wohnungseinbruch. In Zusammenarbeit mit der Duisburger Polizei, konnte am Wohnort der Männer weitere Beute sichergestellt werden.

Zusammenarbeit und Prävention führten zum Erfolg

Polizei Dienststellenleiter Dieter Töpfer betonte bei der Pressekonferenz die Anstrengungen der Polizei, den organisierten Banden durch Vernetzung innerhalb der Polizei und der Sensibilisierung aller Einsatzkräfte und der Bevölkerung zu begegnen. Die Banden agierten häufig sehr mobil und begingen nicht selten mehrere Hundert Einbrüche im Jahr. Die beiden Fälle zeigten die erfolgreiche überregionale Zusammenarbeit der Polizeikräfte.

"Die aktuellen Festnahmen zeigen einmal mehr, wie wichtig das Zusammenspiel von guten Zeugenhinweisen und der darauf aufbauenden engagierten Arbeit der Ermittlungsbeamten ist. Niemand sollte sich scheuen, umgehend die Polizei zu verständigen, wenn er verdächtige Beobachtungen in seinem Umfeld macht", so Polizeipräsident Norbert Wesseler.

Zurück zur Rubrik Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Blaulicht

D_Ferrari_20201025

Porsche gegen Ferrari – so lautete am Samstag 24.10.) um 17.26 Uhr die Aufstellung an einer roten Ampel auf der Cecilienallee, Höhe Eon-Platz. Als es Grün wurde, starteten die Fahrer der beiden Boliden nach Angaben von Zeugen ein illegales Autorennen. Sie starteten mit quietschenden Reifen, gaben Gas und mussten naturgemäß an der nächsten Ampel anhalten. Pech für die verhinderten Rennfahrer: Durch Zeugenhinweise konnte die Düsseldorfer die beiden Fahrer ermitteln und ihre Fahrzeuge sicherstellen. Der jüngere von beiden, ein 23-jähriger Münchener, musste seinen Führerschein abgeben. Der ältere, 45, wohnt derzeit im Ausland und musste deshalb 2500 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Ermittlungen zum Verdacht auf ein illegales Autorennen dauern nach Angaben der Polizei an.

D_Riegelvor_ReginaHampe_ReinhardBusch_20201023

Regina Hampe ist demnächst Ausstellungsleiterin. Zusätzlich zu ihren dienstlichen Aufgaben als Chefin des Düsseldorfer Einbruchsdezernats, des KK14. In der zweiten Novemberwoche werden die Düsseldorfer Einbruchsermittler per Ausstellung nach den BesitzerInnen von rund 300 Ketten, Broschen, Ringen, Armreifen plus zwei kompletten Besteckkästen fahnden. Mutmaßliche Diebesbeute, beschlagnahmt bei nur einer mutmaßlichen Diebesbande. Auf rund 1000 Einbrüche wird es Düsseldorf in diesem Jahr bringen. Die linksrheinischen Stadtteile und der Düsseldorfer Norden sind dabei Schwerpunkte. Pünktlich vor der Umstellung auf die Winterzeit erinnert die Polizei deshalb daran, Wohnung und Haus vor Einbrechern zu schützen. „Riegel vor“, heißt die Aktion.

D_Polizeiabsperrung_20122018

Nach der möglicherweise lebensgefährlichen Verletzung durch einen Messerstich in den Hals vor dem Bahnhof Düsseldorf Benrath hat die Polizei den unter Tatverdacht festgenommenen 21-Jährigen wieder freilassen müssen. Der Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, teilte der zuständige Staatsanwalt, Martin Stücker, auf Nachfrage von report-D mit. Zu den Hintergründen für die Schlägerei und den Messerstich am Mittwochabend schweigen die Düsseldorfer Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin. Über den Gesundheitszustand des notoperierten 24-Jährigen ist nichts neues bekannt. Aber Beamte konnten ihn befragen - was zur Entlastung des Tatverdächtigen führte.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG