Düsseldorf Blaulicht

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In Hundefuttertüten, die man luftdicht verschließen kann, wurden die Drogen transportiert

Düsseldorf: Fahndungserfolg der EK Tapas - Großdealer von Marihuana festgenommen

Nach der Festnahme eines 49-jährigen Drogenhändlers im Dezember 2018 in Düsseldorf, gelang der EK „Tapas“ der Kriminalpolizei am 30. Oktober seinen mutmaßlichen Lieferanten auf frischer Tat in Erkrath zu überführen. Der 39-Jährige steht im Verdacht Cannabis in großen Mengen verkauft zu haben. Besonders konspirativ war die Verpackung der Drogen. Beim Zugriff lagen zwei Kilo Marihuana, luftdicht verschlossen in Bügeltüten für Hundefutter, unter Altpapier.

Festnahme im Dezember führte zu Lieferanten

Die Einsatzkommission „Tapas“ gründete die Düsseldorfer Kriminalpolizei bereits im Sommer 2018, als es Hinweise auf Cannabis-Plantagen gab und Lieferungen von Marihuana aus dem spanischen Raum, das im Bereich von Bistros verkauft werden sollte. Der Verdacht richtete sich damals gegen einen 49-jährigen Deutschen. Im August 2018 konnte in Duisburg Neumühl eine professionelle Cannabisplantage mit 1.000 Pflanzen und 26 fertigem Marihuana aufgedeckt werden. Im Oktober 2018 folgte die Entdeckung einer weiteren Plantage im Düsseldorfer Hafen mit 300 Pflanzen. Dadurch erhärtete sich der Verdacht gegen den 49-Jährigen, der durch ein SEK-Team am 19. Dezember 2019 in Düsseldorf festgenommen werden konnte. Durch die erheblichen Menge Marihuana legten die Strafverfolgungsbehörden gegen den Festgenommenen einen Vermögensarrest von 168.000 Euro fest, so dass seine Vermögenswerte sofort sichergestellt werden durften. Sein Verfahren steht noch aus.

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12.000 Euro fanden die Ermittler im Fahrzeug des 39-jährigen Tatverdächtigen

Zugriff nach sorgfältiger Observation

Die Arbeit der EK Tapas war damit aber nicht beendet, da es Hinweise auf den Lieferanten des 49-Jährigen Drogenhändlers gab. Dabei stand ein 39-jährigen Türke im Fokus. Dieser war bereits schwer durch Zeugenaussagen bei einem anderen Verfahren in Essen belastet worden, die ihm den Verkauf von insgesamt 78 Kilogramm Marihuana im Zeitraum zwischen November 2016 und Mai 2017 zur Last legten. Durch intensive Observation gelang die Festnahme am Mittag des 30. Oktober 2019 in Erkrath. Der Verdächtige war gerade dabei zwei Kilo Marihuana an einen Käufer zu übergeben, als das SEK-Team zugriff.

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Gut getarnt unter Altpaier lagen die Drogen bei der Festnahme versteckt

Dabei hatte er eine geschickte Verpackung gewählt. Die Drogen waren luftdicht verschweißt in Bügeltüten mit dem Aufdruck einer Hundenahrung verborgen. Diese Tüten lagen in einem Umzugskarton mit Altpapier, so dass bei einer zufälligen Kontrolle lediglich der Anschein erweckt worden wäre, als brächte man Altpapier weg. Der Tatverdächtige für in einem hochwertigen Audi SQ5, in dem die Ermittlung 12.000 Euro Bargeld in der Mittelkonsole fanden. Bei der Durchsuchung von mehreren Wohnungen, bei denen sich Verbindungen zum 39-Jährigen ergeben hatten, sicherten die Ermittler weitere 60.700 Euro Bargeld. Gewohnt hatte der Festgenommene unauffällig in einer Doppelhaushäfte in Düsseldorf Benrath.

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In einer Pressekonferenz informierten Polizeisprecher André Hartwich und Staatsanwältin Laura Hollmann über die Festnahme

Staatsanwältin Laura Hollmann erklärte, am 7. November sei die Anklage gegen den Verdächtigen in elf verschiedenen Fällen des Drogenhandels in nicht geringen Mengen erhoben worden. Außerdem sei ein Vermögensarrest von 368.400 Euro gerichtlich angeordnet worden. Daher wurden neben dem Bargeld auch der Audi SQ 5 und 67.000 Euro als Kontopfändung sichergestellt. Auf drei Bankschließfächer, in denen weiteres Bargeld vermutet wird, ist der Zugriff beantragt.

Der Marktwert der Kosumenteneinheiten, der von den beiden Festgenommenen verkaufen Drogen, dürfte im Bereich von vielen Millionen Euro liegen.

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