Düsseldorf Blaulicht

D_Garath_Granate_20200405_Schueller

Ein mysteriöser Druckbehälter geriet in Flammen. Der Feuerwehreinsatz in Düsseldorf Garath bringt nun einen 38-Jährigen in den Verdacht, unter anderem gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. 

Düsseldorf Garath: Balkonbrand führt LKA-Spezialisten zu Granatenresten und Militärmunition

Weltkriegsgranaten auf dem Wohnzimmertisch, Dekowaffen an den Wänden, Explosionsgeräusche auf dem Balkon: Als Retter der Düsseldorfer Feuerwehr bei Löscharbeiten in einer Wohnung an der Josef-Maria-Olbrich-Straße all das sahen, lösten sie einen Großalarm aus. Der Wohnblock in Düsseldorf Garath wurde weiträumig abgesperrt, Nachbarn in Rheinbahnbusse evakuiert. Spezialisten des Landeskriminalamtes rückten an. Und nun wird gegen den 38 Jahre alten Wohnungsinhaber ermittelt. Der Verdacht: Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz.

Ermittlungen

Beim Staatsschutz sei der polizeibekannte 38-jährige Familienvater bislang nicht in Erscheinung getreten – so ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Auffällig ist dennoch die räumliche Nähe zu der als rechtsradikal eingestuften Bruderschaft Deutschland, die Düsseldorf Garath als ihr Revier betrachtet. Ob es persönliche Verbindungen gibt, ist nun Teil der weiteren Ermittlungen.

Rauch

Der Einsatz begann am Samstag (4.4.) gegen 17.20 Uhr. Vom Balkon des fraglichen Wohnhauses stieg dichter Rauch auf. Da die Wohnungsinhaber nicht zu Hause gewesen seien, habe man die Wohnungstür aufbrechen müssen, teilte die Feuerwehr mit. Die im Anschluss entdeckten Granaten und Waffen stellten sich im weiteren Verlauf als unschädlich gemachtes Dekomaterial heraus. Entwarnung konnte deshalb dennoch nicht gegeben werden. Polizeibeamte durchsuchten neben dem Auto eine vom Wohnungsinhaber in Langenfeld angemietete Garage.

Sprengung

Dort fanden sie Explosiv-Stoffe, die der 38-Jährige nicht hätte besitzen dürfen: Dazu gehörte eine größere Menge an Feuerwerkskörpern. Und: Zwei als hochgefährlich eingestufte Granatenreste sowie scharfe Munition aus alten Militärbeständen. Die Granatenreste wurden auf einem Feld in Langenfeld durch einen Feuerwerker am Sonntagmorgen kontrolliert gesprengt. Die Ermittlungen gegen den 38-Jährigen aus Düsseldorf Garath beginnen jetzt.

Zurück zur Rubrik Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Blaulicht

D_BrennenderMann_Hubschrauber_Schueller_20200602

*** Aktualisierung: Wie die Polizei am Mittwochmittag mitteilte, ist der Mann seinen Verletzungen erlegen. Es handelt sich um einen 70-jährigen Düsseldorfer. ***

Ob der Mann diese Nacht überlebt, ist ungewiss. Seine Brandwunden sind lebensgefährlich. NOch vor dem Eintreffen der Düsseldorfer Feuerwehr hatten ihn am Dienstagabend (2.6.) an der Bushaltestelle am Eller Kamp Zeugen gelöscht. Die Düsseldorfer Polizei und die Feuerwehr wurden per Notruf von mindestens zwei Zeugen gerufen. Am Telefon sagten sie: „Hier brennt ein Mensch!“

pol_05022015d

Die erfolgreiche Festnahme zweier Dealer gelang den Einsatzkräften der Polizei Einheit PRIOS am Montagabend (1.6.). Anwohner hatten die geschäftlichen Aktivitäten der Männer beobachtet und gemeldet. Die Festgenommenen Albaner werden nun dem Haftrichter vorgeführt.

D_Vogelsang_Unfall_Schueller_20200531

Vier Menschen wurden am Pfingstwochenende bei Autounfällen in Düsseldorf Mörsenbroich schwer verletzt. Am Pfingstmontag (1.6.) gegen 0.30 Uhr wendete laut Polizeibericht eine 23-Jährige auf dem Nördlichen Zubringer. Ein hinter ihr fahrender Wagen fuhr trotz Vollbremsung auf. Am Pfingstsonntag (31.5.) krachte ein BMW-Fahrer in einen an der Ampel stehenden Tesla. Der BMW-Fahrer wurde eingeklemmt. Zeugen sahen, wie seine verletzten Beifahrer etwas aus dem Kofferraum nahmen und davonliefen.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D