Düsseldorf Blaulicht

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Symbolbild: Mehrere Hundert Polizeibeamte waren am Mittwoch (5.5.) bei der bundesweiten Razzia gegen Ansaar International eingesetzt (Symbolbild).

Düsseldorf Razzia: Bundesinnenministerium lässt Ansaar International wegen Terrorfinanzierung verbieten

Der Verein mit Sitz in Düsseldorf steht seit Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Am Mittwoch (5.5.) wurde er verboten: Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Ansaar International internationale Terrorgruppen wie die Hamas oder die syrische Al-Nusra-Front mit Geldern in Millionenhöhe gefördert. Sie sollen zuvor für Hilfsprojekte eingesammelt worden sein.

Früh am Mittwochmorgen klingelten mehrere Hundert Beamte in zehn Bundesländern an rund 90 Wohnungen und Gewerberäumen. Mit drei Dutzend zu durchsuchenden Standorten war Nordrhein-Westfalen Schwerpunkt des Einsatzes. Nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul wurden allein hier 150.000 Euro in Bar und eine weitere halbe Million Euro auf zwei Konten beschlagnahmt.

Ansaar International war vor neun Jahren in Düsseldorf gegründet worden. Angeblich hat der Verein rund 800 Mitglieder, davon 400 in NRW. Laut eigenen Aussagen wurden Spenden für Brunnen, Waisenkinder oder Krankenhäuser im Nahen Osten gesammelt. Die Behörden werfen Ansaar vor, die Mittel über Unterorganisationen und verschlungene Wege an Salafisten überwiesen zu haben.

Der Verein hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt – auch vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf. Dort war Ansaar 2019 gescheitert

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