Düsseldorf Blaulicht

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Die Festnahme direkt nach einem Taschendiebstahl gelingt nicht oft, aber gemeinsam mit der Rheinbahn zeigte die Polizei, wie aufmerksame Zeugen handeln können

Düsseldorf: Taschendiebe – Der schnelle Griff zu Handy und Geldbörse

„Augen auf, Tasche Zu“ heißt das Motto, unter dem der Bereich der Kriminalprävention der Polizei noch bis zum 13. November die Bevölkerung informiert, wie sie sich gegen Taschendiebstahl schützen kann. Denn die Zeit von Großveranstaltungen, Weihnachtsmärkten und Messen ist für die Diebe besonders attraktiv.

Tatort Haltestelle

Wann erlebt man schon mal einen Taschendiebstahl und kann dann in Ruhe analysieren, was der Bestohlene hätte besser machen können? Am Donnerstag (8.11.) gingen Taschendiebe, gespielt vom Theaterprojekt Impulz, auf dem Rheinbahnbetriebshof ans Werk. Beim Warten auf den Bus wurde eine Frau abgelenkt und ihre Geldbörse gestohlen, eine Drängelei beim Einstieg in den Bus nutzen die Schauspieler, um ein Handy aus einem Rucksack zu nehmen. Bei ihren Taten gehen Diebe oft arbeitsteilig vor. Einer begeht den Diebstahl und übergibt die Beute blitzschnell an einen Komplizen. Selbst wenn die Tat bemerkt wird, ist dem eigentlichen Dieb nichts nachzuweisen ist. Durch eine Ablenkung, eine Rempelei oder im allgemeinen Gedränge werden jene Menschen leicht zu Opfern, die ihre Wertsachen nicht am Körper tragen, sondern in leicht zugänglichen Handtaschen oder Rucksäcken transportieren.

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Ein Griff in die offene Handtasche und schon ist die Geldbörse weg

Polizeipräsident Norbert Wesseler betont, dass die Fälle vom Taschendiebstahl rückläufig sind, weil immer mehr Menschen für das Problem sensibilisiert werden konnten. Da die Opfer den Diebstahl meist erst bemerken, wenn sich der Dieb bereits entfernt hat, ist Prävention das einzig wirksame Gegenmittel. Polizeipräsenz und zivile Kräfte bei Großveranstaltungen schrecken Täter ab. Auch bei der Messe Media in der kommenden Woche wird die Polizei versuchen, die Besucher durch Informationen zu schützen. Denn gerade Messegäste sind für Profitaschendiebe eine lukrative Kundschaft. Die Geschäftsleute seien oft arglos, erklärt Wesseler.

Durch Aufmerksamkeit, gesunde Skepsis und richtiges Verhalten kann man sich vor Taschendieben schützen.

Die Tipps der Polizei gegen Taschendiebstahl:

- Führen Sie nur das Notwendigste an Bargeld oder Zahlungsmitteln mit sich.
- Drehen Sie bei Hand- und Umhängetaschen immer die Verschlussseite zum Körper.
- Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
- Stecken Sie weder das Mobiltelefon noch die Geldbörse in die hintere Hosentaschen
- Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie diese nicht unbeaufsichtigt ab.
- Verschließen Sie Handtaschen / Rücksäcke nach jedem Gebrauch.

Der allseits beliebte Rucksack bietet, wenn er auf dem Rücken getragen wird, keinen sicheren Schutz gegen Taschendiebe

Belästigung

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Von zwei Seiten wird eine Frau im Bus bedrängt

Schließlich wurde es bei der Präventionsveranstaltung in einem Bus der Rheinbahn übergriffig, als die beiden Schauspieler eine Frau belästigten. Szenen, die in der Rheinbahn nicht an der Tagesordnung sind, aber passieren können. Das Personal der Rheinbahn sind geschult bei Auseinandersetzungen Ruhe zu bewahren und im Zweifelsfall vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Störenfriede aus dem Bus zu befördern. Aber auch jeder Fahrgast kann etwas zu seiner Sicherheit beitragen. So sollte man abends einen Sitzplatz in der Nähe des Fahrers wählen. Wenn man bedrängt wird, andere Fahrgäste um Hilfe bitten, sie dabei aber direkt ansprechen und nicht allgemein bleiben. Wird man Zeuge eines Vorfalls, ist der Fahrer die richtige Ansprechperson, da über die Leitstelle über Funk schnell die Polizei alarmieren kann.

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