Düsseldorf Blaulicht

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Auf dem Burgplatz - zwischen Schlossturm und Rioesenrad - feierten Tausende das neue Jahr in Düsseldorf. Auch zahlreiche Flüchtlinge kamen hier hin

Düsseldorf ernüchtert: Mehr Streit und Lärm zum neuen Jahr. Rakete setzt Wohnzimmer in Brand

Neujahr ernüchtert - während viele tausend Düsseldorfer ihre Brummschädel bekämpften, zählten Polizei und Feuerwehr die Einsätze. Zwei Wörter kennzeichnen die Silvesternacht 2015/16: Sie war für Ordnungskräfte arbeitsreich, aber unspektakulär.

Silvesterrakete zischt durchs Wohnzimmerfenster

An der Lassallestraße in Düsseldorf Vennhausen zischte gegen 0.12 Uhr eine Rakete durch das offene Fenster im Wohnzimmer und steckte Teile der Einrichtung in Brand. Als die Feuerwehr eintraf, öffnete die Wohnungsbesitzerin mit rußverschmiertem Gesicht. Sie hatte selbst gelöscht – sich dabei aber vermutlich eine Rauchvergiftung zugezogen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Heiße Knaller-Reste entzünden den Müll

Etwa eine Stunde später wurde die Feuerwehr nach Düsseldorf Grafenberg gerufen. Im Keller eines Wohnhauses brannte ein großer Müllcontainer. Die Wehr zog ihn durch die Tiefgarage ins Freie und löschte. Brandursache: Die Bewohner hatten Raketenreste nicht einfach auf der Straße liegen lassen wollen, sondern – eigentlich vorbildlich – entsorgt. Nur: Die Reste der Raketen und Knaller waren noch zu heiß und entzündeten den Müll.
Zwischen 19 Uhr am 31. Dezember und 7 Uhr am 1. Januar war die Feuerwehr etwa so oft im Einsatz wie im Vorjahr. Die Zahl der Feuermeldungen hat sich von 35 auf 63 verdoppelt. Offenbar steckten viele Bürger rund um Mitternacht Müll- und Altkleidercontainer an. 204 Mal wurde ein Krankenwagen gerufen – zu leichten Verbrennungen, Schnittwunden und sturztrunkenen Menschen.

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490 Einsätze fuhr die Düsseldorfer Polizei in der ersten Nacht des neuen Jahres

Die Düsseldorfer Polizei fuhr nach eigenen Angaben 490 (Vorjahr: 399) Einsätze zwischen 20 Uhr am 31. Dezember und 6 Uhr am 1. Januar. Bis gegen 0.30 Uhr sei es überwiegend ruhig gewesen. Doch dann beschäftigten Streit, alkoholisierte Personen und Schlägereien die Beamten. Ein Schwerpunkt nach Angaben der Polizei: die Altstadt. Dort habe es sich bewährt, massiv präsent zu sein. Die entsprechenden Einsatzzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt; Lärmbeschwerden gar verdreifacht. Im Polizeigewahrsam landeten dennoch nur 11 (Vj. 22) Personen.
Unauffällig: der Straßenverkehr: Es gab neun Verkehrsunfälle ohne Verletzte. Bei drei (Vj. sechs) Fahrer wurde eine Blutprobe angeordnet.

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