Düsseldorf Blaulicht

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War als Einbrecher auch schon mal besser: Polizeipräsident Norbert Wesseler schaffte es nicht, die Fensterscheibe der Testanlage aufzuhebeln. 

Düsseldorf meldet rückläufige Einbruchszahlen für das erste Halbjahr 2016

Es gibt weniger Einbrüche in Düsseldorf. Noch ist die Zahl eine Momentaufnahme: Im ersten Halbjahr 2016 zählte die Polizei 1300 Anzeigen; im Vorjahr waren es 1700. Im September schlugen Einbrecher 115 (Vj. 120) Mal zu. In der aktuellen Woche stehen zwölf Einbrüche im Polizeibericht, bei sieben weiteren Fällen blieb es beim Versuch. Polizeipräsident Norbert Wesseler und Vertreter der Wohnungswirtschaft grinsten bei der Bekanntgabe der Zahlen. Offenbar wirkt ihr Appell zur Vorbeugung.

Mit „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ massieren Polizei und Wohnungswirtschaft seit vier Jahren die Aufmerksamkeit der Mieter. Ein eigenes Polizeikommissariat berät Mieter und Eigentümer, die mehr für den Einbruchschutz tun wollen. „Jedes Mal, wenn wir ein Objekt modernisieren oder neu bauen, achten wir auf den Einbruchschutz“, sagte Manfred Franck aus dem Vorstand der Rheinwohnungsbau und zugleich Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Wohnungsunternehmen.

Aufmerksame Nachbarn statt teurer Alarmanlage

Statt einer teuren Alarmanlage hilft oftmals eine gute Hausgemeinschaft, in der jeder auf das Eigentum des Nachbarn aufpasst. Und der Abschied von falschen Mythen und Gewohnheiten. Dass jetzt die dunkle Jahreszeit beginnt und Einbrecher damit Hochkonjunktur haben, ist schlicht ein Märchen. Die meisten Wohnungsknacker kommen am helllichten Tag. Am gefährdetsten: die Erdgeschosswohnung und die oberste Etage in einem Mehrfamilienhaus.

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Schulter an Schulter gegen Einbrecher: die Wohnungswirtschaft mit Alexander Richter (2.v.l.) und Manfred Franck (2.v.r.) und die Polizei

Wolfgang Siegmund, Leiter der Polizeilichen Beratungsstelle gegen Einbrecher, riet von besonders gesicherten Haustüren ab: „Der Eingangsbereich eines Hauses sollte möglichst hell und transparent sein. Das ist alles. Gehen Sie davon aus, dass ein Eibrecher eine Haustür ganz leicht überwindet.“ Ganz ausdrücklich appellierte er, Haustüren nicht ab 22 Uhr abzuschließen: „Die Einbrecher halten sie damit nicht draußen, erschweren aber Rettungseinsätze, bei denen es oft auf wenige Minuten ankommt.“

Massiver Sperriegel

Mit massiven Sperrriegeln, speziell ausgerüsteten Fenstern und zusätzlichen Schlössern auf älteren Rahmen lasse sich eine Wohnung gegen ungebetene Besucher schützen. Kosten pro Wohnung konnten die Vertreter der Wohnungswirtschaft nicht nennen. Das komme zu sehr auf den Einzelfall an. Ziel sei es, Einbrecher abzuschrecken, oder ihnen den Zutritt so schwer wie möglich zu machen. Die Faustformel: Wenn ein Einbrecher eine Minute vergeblich versucht hat, in eine Wohnung oder ein Haus einzudringen, geht er zum nächsten Objekt.  

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