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Düsseldorfer Polizei will Köln helfen: Das Projekt „Casablanca“ kennt mehr als 2000 Tatverdächtige

Unterstützung aus Düsseldorf für Köln: Die Düsseldorfer Polizei will die Daten ihres Analyse- und Auswerteprojekts „Casablanca“ mit den Domstädtern teilen. Dabei geht es häufig um den sogenannten Antanz-Trick von Tatverdächtigen nordafrikanischer Herkunft. Dokumentiert sind 4000 Straftaten seit Juni 2014 mit rund 2000 Tatverdächtigen, die unter anderem auch aus Köln kommen.

„Noch wird in Köln ja intensiv ermittelt – zum Beispiel, woher genau die Tatverdächtigen vom Kölner Hauptbahnhof kommen. Dies muss man erst einmal abwarten“, schränkte Markus Niesczery, Sprecher der Düsseldorfer Polizei, ein. Die Analysen aus der Landeshauptstadt könnten sich dennoch als hilfreich erwiesen. Denn immer wieder auftretende Täter sind der Polizei dank des Auswerteprojekts bekannt.

Muster in der Kleinkriminalität

Rückblick: Ende 2013 häuften sich die Straftaten in der Altstadt, am Hauptbahnhof und am Flughafen. Jede Tat für sich – Kleinkriminalität. Handy gestohlen, Brieftasche entwendet, Schmuck entrissen. Dennoch waren Methoden und auch Alter und Herkunft der Täter jeweils ähnlich, so dass das „Analyse- und Auswerteprojekt“ im Juni 2014 gestartet wurde.

4000 Straftaten in anderthalb Jahren

Ein Ergebnis der täglichen Detailarbeit: In dem Viertel hinter dem Hauptbahnhof macht die Polizei ein Sammelbecken für Tatverdächtige aus. Bei einer Großrazzia vor einem Jahr wurden dort rund 15 Personen festgenommen. In Düsseldorf seien die beiden Marokkaner Khalid N., 28, und Taouf M., 32, häufig polizeilich aufgefallen. Diese beiden seien als Asylbewerber gemeldet. Feste Bandenstrukturen gebe es aber nicht. „Die Tatverdächtigen kennen einander und verabreden sich zu gemeinsamen Aktionen“, sagte Niesczery.

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