Düsseldorf Blaulicht

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Marcel Fiebig, Pressesprecher Polizei, zeigt die Karte mit den weiteren Überfällen in Unterrath. Daneben Jürgen Thrien vom zuständigen Kommissariat 34

Fahndungserfolg für Düsseldorfer Polizei: Tatverdächtiger für brutalen Straßenraub in Unterrath in Haft

Zahlreiche Überfälle auf Seniorinnen hatten aktuell im Stadtteil Unterrath für Unruhe gesorgt. Ein besonders brutaler Fall ereignete sich am 11. Februar. Mit Hilfe eines Phantombilds konnte die Polizei nun einen Tatverdächtigen festnehmen.

Brutaler Überfall am 11. Februar

Nach immer dem gleichen Muster waren in Unterrath mehrere Frauen überfallen worden. Meist in den Abendstunden, griff ein einzelner Täter die Opfer von hinten an und raubte die Handtaschen. Am 11. Februar kam es zu einem besonders brutalen Überfall. Gegen 15 Uhr wurde eine 73-jährige Seniorin von hinten mit zwei Hammerschlägen auf den Kopf getroffen. Da sie ihre Handtasche auch nach den Schlägen nicht losließ, setzte der Täter einen weiteren Hieb, der die Frau zum Stürzen brachte.

Hilflos, mit gebrochener Schulter, lag sie in einer Lache ihres eigenen Blutes auf dem Bürgersteig, als ein Student auf sie aufmerksam wurde. Er verfolgte den Täter. Da der Räuber offensichtlich humpelte, gelang es dem Verfolger, ihn zu stellen und ihm die Handtasche zu entreißen. Doch Auge in Auge mit dem Täter, in dessen Tasche der Hammer deutlich zu erkennen war, wurde dem Zeugen die Gefährlichkeit der Situation bewusst und er ließ den Mann ziehen. Nachdem er die Polizei alarmiert hatte, versuchte er die weitere Verfolgung, aber der Mann war verschwunden.

Zeugenaussage machte Fahndung möglich

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Mit diesem Phantombild wurde nach dem Täter gesucht

Da die Vorlage von Fotos einschlägig vorbestrafter Männer bei dem Zeugen keinen Treffer brachte, fertigte die Polizei ein Phantombild an und veröffentlichte es. Elf Hinweise gab es und einer davon führte zu einem 27-jährigen Osteuropäer, der bereits eine polizeibekannt ist. Seine Meldeadresse befindet sich in Unterrath, in der Nähe des Tatortes.

Am Dienstag (29.3.) wurde der Verdächtige beim Verlassen seiner Wohnung festgenommen. In der Wohnung fand die Polizei einen Hammer, der Tatwerkzeug für den Überfall auf die Seniorin sein könnte, sowie zahlreiche Kreditkarten, Führerscheine und Krankenversichertenkarten, die anderen Diebstählen und Einbrüchen zugeordnet werden konnten. Rätsel gab der Polizei ein 500 Euro Schein auf, der sich als exzellente Fälschung erwies.

Gehen die anderen Überfälle auch auf sein Konto?

Ob die anderen Überfalle nach gleichen Muster in Unterrath ebenfalls auf das Konto des Mannes gehen, müssen die Ermittlungen zeigen. Seit der Festnahme ist es zu keinen neuen Überfallen gekommen. Staatsanwalt Moritz Osterspey geht nach den aktuellen Erkenntnissen von einer Anklage wegen besonders schweren Raubes mit Körperverletzung aus, die mit einem Strafmaß von mindestens fünf Jahren geahndet wird.

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