Düsseldorf Blaulicht

D_Schutzanzug_20150503

100 Euro kostet ein Schutzanzug für das medizinische Personal. Ihn anzuziehen, dauert eine halbe Stunde. Nach Gebrauch wird er entsorgt

Hintergrund: So isoliert die Uniklinik Düsseldorf Hoch-Risiko-Patienten

Die Sonderisolierstation der Universitätsklinik Düsseldorf ist seit Sonntagabend scharf geschaltet. So nennen sie das dort, wenn der Ernstfall da ist. Ein Mann wurde aus dem Bochumer Elisabeth Krankenhaus nach Düsseldorf verlegt. Ebola-Verdacht. Ein Bluttest muss nun zeigen, ob der Patient, der aus Guinea stammen soll, tatsächlich infiziert ist.

Drei Hochisolierbetten gibt es in Düsseldorf. Sie gehören zum Verantwortungsbereich von Professor Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie. Vier Stunden Vorlauf brauchen Ärzte und Pflegepersonal, um sich auf einen mutmaßlich lebensgefährlich infizierten Patienten vorzubereiten. In dieser Zeit werden die „normalen“ Patienten in andere Bereiche der Klinik verlegt.

Vier Stunden Vorlauf - dann wird die Hochisolierstation "scharf geschaltet"

„Wir behandeln hier Menschen, die an HIV, Tuberkulose, Malaria oder Dengue-Fieber leiden“, erläuterte der Koordinator der Sonderstation, Stefan Broxnick bei einem Pressetermin im Oktober. Sobald jemand mit dem Verdacht auf Ebola, Lassa- oder Krim-Kongo angekündigt ist, darf niemand mehr in diesem Bereich liegen.“
Neben dem besonders isolierten Krankenzimmer gibt es in Düsseldorf Extra-Garagen für die Rettungswagen, die den Patienten bringen, eigene medizinische Geräte, besondere Labore. 20 Millionen Euro wurde bis 2011 in die Hochisolierstation in Düsseldorf investiert.

Unterdruck soll Ausbreitung von Erregern durch die Luft verhindern

Je näher Ärzte und Pfleger dem Patienten kommen, desto niedriger wird der Luftdruck. Ein System aus Luftschleusen soll verhindern, dass sich Viren und Erreger durch die Luft ausbreiten. 1000 gelbe Einweg-Schutzanzüge zu einem Stückpreis von 100 Euro lagern für das medizinische Personal im Keller. Sie an- oder auszuziehen, dauert jeweils eine halbe Stunde. Maximal drei Stunden lang darf jemand im Inneren der Isolierstation arbeiten. So lautet die Klinikvorschrift. 15 Personen sind mindestens nötig, um einen Patienten in diesem Bereich rund um die Uhr zu versorgen.

Zurück zur Rubrik Blaulicht

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Blaulicht

D_Loerick_Feuer_15072019

Sie sollten für das bevorstehende Schützenfest an zwei Stellen in Lörick werben: Ein König aus Strohballen und seine Königin. Doch das kam offenbar nicht bei allen gut an: Am 2. Juli brannten die beiden Puppen am Wegekreuz lichterloh. Die Schützen ließen sich nicht unterkriegen, sammelten Geld und bauten die Puppen ein zweites Mal auf. Am frühen Montagmorgen (15.7.) brannte dann das zweite Strohpuppenpaar. Wut, Empörung und Sprachlosigkeit über so viel Zerstörung bekundeten viele Nutzer auf dem Facebookaccount der Löricker Schützen.

D_Blutegel_15072019

Zwei Wasserflaschen mit lebenden Blutegeln hat der Zoll am Düsseldorfer Flughafen in der vergangenen Woche sichergestellt. Die Halbliterflaschen steckten nach Angaben des Zolls im Reisegepäck eines 62 Jahre alten Mannes aus Essen. Der gab an, die Blutsauger zu medizinischen Zwecken verwenden zu wollen. Was ihm am Ende nichts nützte: Bei den Blutegeln handelt es sich um eine geschützte Tierart, die nicht nach Deutschland eingeführt werden darf. Die Blutegel wurden dem Düsseldorfer Aquazoo übergeben.

D_Feuerwehr_Aufzugsturz_20190714

Aufzug defekt: Mehrere Menschen steckten am Samstagabend (13.7.) im Lift eines Hotels an der Steinstraße fest. Auf Hilfe warten – das wollten sie offenbar nicht. Sie öffneten die Bodenluke der Aufzugkabine, durch die ein junger Mann versuchte, nach unten zu klettern. Dabei stürzte er nach Zeugenangaben vier Meter in Tiefe und verletzte sich schwer.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D