Düsseldorf Karneval

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Der Förderverein im ihrem Stammhaus En de Canon (v.l.) Mirjam Kohl, Josef Hinkel, Holger Stoldt, En de Canon Geschäftführerin Gaby Schellhase, Jochen Klüssendorff und Christoph Joußen

Düsseldorf: Förderverein Karneval feiert 2 x 11 Jahre und prämiert Orden der vergangenen Session

Die Jubiläumssession mit 2 x 11 Jahren hätten sich die Mitglieder des Fördervereins Düsseldorfer Karneval ganz anders vorgestellt. Aber sie blicken nach vorne und hoffen auf bessere Zeiten – der nächste 11.11. kommt bestimmt. Seit zehn Jahren prämiert der Förderverein nach jeder Session die schönsten Orden. Durch den Corona-Sommer 2020 etwas verspätet wurden jetzt die Preisträger ermittelt.

Jubiläum im Corona-Modus

Am 8. Januar 1999 wurde der Förderverein Düsseldorfer Karneval gegründet, wie es sich für Karnevalisten gehört damals mit elf Mitgliedern. In ihrer Jubiläumssession von 2 x 11 Jahren sollte dieser jecke Geburtstag eigentlich zünftig gefeiert werden, aber dann machte Corona einen Strich durch die Planungen. Die aktuellen Vorstandsmitglieder Josef Hinkel, Mirjam Kohl, Jochen Klüssendorff, Christoph Joußen und Holger Stoldt blicken auf 22 bewegte Jahre zurück.

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Zum zweiten Mal gibt es einen Sessions-Mottoschal, der vom Förderverein herausgegeben wird

22 ereignisreiche Jahre

1999 wurde der Verein gegründet, da das Comitee Düsseldorfer Karneval ein Haus des Karnevals bekommen sollte. Das denkmalgeschützte Haus in direkter Nachbarschaft zum Rathaus brauchte allerdings eine umfangreiche Sanierung. Über den Förderverein wurden die notwendigen Gelder für den Umbau beschafft und so konnte im Januar 2005 das Haus des Karnevals in seiner heutigen Form mit Museum eröffnet werden. Von den rund 880.000 Euro Umbaukosten hatte der Förderverein 375.000 Euro über Spenden finanziert.
Aber nicht nur dabei zeigte sich der Verein aktiv. Auch für die Instandhaltungen und Ausbauten der Wagenbauhalle am Steinberg wurden erfolgreich Gelder gesammelt. Gleich hinter dem Haus des Karnevals, auf dem Hoppeditzplätzchen, erinnert das Hoppeditz-Denkmals, das im 19. Jahrhundert auf dem Carlsplatz gestanden hatte, an die Düsseldorfer Traditionsfigur. Bildhauer Bert Gerresheim kreierte das Denkmal auf Veranlassung des Fördervereins. Sein festes Stammquartier hat der Verein gleich neben dem Haus des Karnevals im En de Canon gefunden.

Musik und Nachwuchs

Traditionen zu bewahren gehört zu den Zielen der Karnevalisten und so förderten sie neben dem Projekt der DKG Weissfräcke „opus 13 – Karneval einmal klassisch“ auch das Düsseldorfer Liedgut. 2018 wurde das Liederbuch „Düsseldorf singt“ aufgelegt und im Sommer 2019 gab es die Premiere von „Mehr-Generationen-Singen“ von über 1200 mitsingenden Menschen in der Tonhalle. Mit Unterstützung des Städtischen Musikvereins SingPause, drei Chören des Düsseldorfer Chorverbands, dem Komponist und Musikprofessor Dieter Falk und dem Intendant der Tonhalle, Michael Becker,war es bisher ein einmaliges Ereignis. Doch nach Corona ist die Fortsetzung geplant. Das Augenmerk auf den karnevalistischen Nachwuchs wird durch die „Pänz en de Bütt“ gesichert, die jetzt zum Förderverein Düsseldorfer Karneval gehören.

Mottoschal

In dieser Session 2021 legte der Förderverein zum zweiten Mal einen Sessions-Mottoschal auf. Darüber können sich in diesen Tagen auch 111 Obdachlose freuen, denn die Schalspende wird über den „gutenachtbus“ an sie verteilt.

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(v.l.) Pater Elias, Michael Becker und Karin-Brigitte Göbel bei der Begutachtung der Orden

Prämierung der Karnevalsorden

Seit 2010 prämiert der Förderverein im Anschluss an die Session die Karnevalsorden der Karnevalsgesellschaften. Um die Qualität und Kreativität der Orden zu steigern, gibt es Preise für die schönsten Kinder- und Vereinsorden sowie Würdigungen für die Orden der Prinzenpaare und sonstigen Organisationen. Zum elften Mal wurden jetzt Orden prämiert. Dazu traf sich die Jury, bestehend aus Karin-Brigitte Göbel, Britta Damm, Michael Becker, Pater Elias Füllenbach und dem Fördervereinsvorstand, in den Räumen der Sparkassenzentrale an der Berliner Allee hoch über der Stadt.

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Zahlreiche Orden waren von den Karnevalisten eingereicht worden

In der Kategorie Kindertollitäten freute sich die Tonnengarde Niederkassel über den ersten Platz und 400 Euro. Auf Platz zwei kam die Düsseldorfer Bürgerwehr 1892 (300 Euro) und auf Platz drei die Große Erkrather Karnevalsgesellschaft (200 Euro).

Bei den Karnevalsvereinen durften sich die drei ersten Plätze über die Ehrung und jeweils 1.000 Euro freuen: Gesellschaft Düsseldorfer Spießratze, G.K.G. Düsseldorfer Narrenzunft und die 1. Rot-Weisse-Husaren der Stadt Düsseldorf. Jeweils 500 Euro gingen an die KG Hötter Jonges, die Düsseldorfer Bürgerwehr und De Jecke vom Försteplatz.

Gewürdigt wurden die Prinzenpaarorden des Dreigestirns der KG Närrische Schmetterlinge, der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft und des Sellerieprinzen der KG Närrische Marktfrauen.
Für Martin Wilms (Mi Häzz Minn Stadt Minn Karneval), die Jüdische Gemeinde Düsseldorf und Pitt-Jupp und Klaus Schützeichel vom Hotel Lessing gab es außerdem eine Würdigung.

Hier geht es zu weiteren Informationen zum Förderverein Düsseldorfer Karneval

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