Düsseldorf Karneval

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Fass-Nacht beim Heerdter Karnevals Verein: Petra, die Zweite, (bürgerlich: Saskia Schmied) übergab an Peter, den Zweiten - im normalen Leben: Frank Lüdorf.

Düsseldorf Heerdt: Der Venetius heißt immer „Peter“

Der Prinz heißt hier „Venetius“. Die Insignien seiner jecken Macht sind: die Kappe, die Pritsche, seit Samstag (1.12.) ein schwarzer Umhang und für alle Zeiten – der Vorname „Peter“. Beim Heerdter Karnevals Verein, HKV, sind sie gerade mal aus dem Krabbelalter raus – mit ihren drei Jahren. Da nimmt man die fünfte Jahreszeit komplett von der heiteren Seite – was zu einem sehr entspannten Sessionsauftakt, der „Heerdter Fassnacht“, führt - mit Krönung von Venetius Peter, dem Zweiten, als dem zentralen Dreh- und Angelpunkt.

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(Vl.) Harald Linde, Petra I. (Petra Speck), Petra II (Saskia Schmied), Peter II (Frank Lüdorf), Peter I (Frank Grütter) und Elferratspräsident Thomas Schmied.

Venetius Peter heißt Frank Lüdorf, ist 56 Jahre alt, bereits seit mehr als 20 Jahren bei den Heerdter Schützen – und war im Jahr 2015 Gründungsmitglied des HKV. Wieso trägt er als Venetius den Namen „Peter“? „Eine Tageszeitung hatte unseren ersten Prinzen, Frank Grütter, irrtümlich so genannte“, lacht der Mann, der im bürgerlichen Leben als Systemadministrator über die selten störungsfreien Schnittstellen zwischen Mensch und Computer wacht. Anstatt sich deftig über den Namensdreher zu beschweren, hat der HKV-Vorstand beschlossen, dass von nun an alle Prinzessinnen "Petra", alle Venetiusse "Peter" heißen. Die gerade beginnende vierte Heerdter Karnevalssession mitgerechnet, gab es bislang zwei Männer (Peter I. und II.) und zwei Frauen (Petra I. und II.) auf dem eher virtuellen Thron.

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Dä Schofföhr der Kanzlerin verrät report-D exklusiv sein Geheimnis: Sein Spickzettel gegen Hänger bei der Rede steckt in der Schofföhrs-Mütze.

Und von wegen Krabbelalter: Das Programm der Fassnacht im Gemeindezentrum an der Baldurstraße war eines, zu dem auch jecke Urgesteine „Sie“ sagen: Gardeeinmarsch der Blau Weissen aus Ratingen,  eine Büttenrede der Rheinangler, die Swinging Funfares, Dä Schofför der Kanzlerin, die Tanzgarde der Katholischen Jugend Kakaju, die Band Kokolores, Alli und Ochim (in Anlehnung an das in den Ruhestand gegangene Stimmungsduo Achim und Olli) und als Mitternachtsact: Hally Gally. Das können auch Traditionsvereine kaum besser, liebes Düsseldorfer CC.

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Thomas Schmied führte launig durch die Heerdter Fass-Nacht.

Dessen strenge Aufnahmerituale hat der HKV noch nicht bestanden – weshalb der Sonntags-Veedelszug durch Niederkassel bislang Höhepunkt des Frohsinns ist (und am Rosenmontag der große Zug an angestammter Position am Schwanenspiegel gefeiert wird). Aber daran wird gearbeitet. Nicht verbissen, sondern mit Düsseldorfer Humor und völlig entspannt. Mögen sich die Heerdter beides bewahren solange es eben geht!

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