Düsseldorf Karneval

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(v.l.) Hans-Jürgen Tüllmann vom CC, Besucher Jannis Witte, Tim Heinze von der AOK, Oberbürgermeister Thomas Geisel, die Blindenreporter Nicole Nothen und Frank Breuers sowie Besucher Stefan Felix und Ellen Petry, Projektleiterin beim LVR

Düsseldorf: „Karneval für alle“ heißt es an Rosenmontag auf der Behinderten-Tribüne

Damit Menschen mit Handicap den Rosenmontagszug in Düsseldorf verfolgen können, wird es erneut eine spezielle Tribüne für sie geben. Bereits zum achten Mal wird sie aufgebaut und ab diesem Jahr vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und seiner rheinlandweiten Initiative "Karneval für alle" betrieben. Die LVR-Tribüne am Graf-Adolf-Platz bietet Platz für 40 Menschen im Rollstuhl sowie weitere 100 Sitzplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen und Begleitpersonen. Für sehbehinderte Gäste gibt es eine Blindenreportage des närrischen Lindwurms.

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Beste Stimmung auf der Tribüne am Graf-Adolf-Platz im vergangenen Jahr

Ursprünglich von der AOK Rheinland über die Zahngoldspenden der Zahnklinik finanziert, gibt es die Behindertentribüne seit acht Jahren. Mit ihrem Standort am Graf-Adolf-Platz bietet sie gehandicapten Menschen eine gut erreichbare Möglichkeit, den Rosenmontagszug auf Augenhöhe zu erleben. Doch im Jahr 2017 scheiterte die Tribüne fast an der Finanzierung. Seitdem engagieren sich neben der AOK wechselnde Partner, was den Fortbestand des Angebots unsicher machte.

LVR-Tribüne

Mit dem Engagement des Landschaftsverband Rheinland (LVR) und seiner rheinlandweiten Initiative "Karneval für alle" wurde nun ein versierter Veranstalter gefunden, der ab dieser Session den Betrieb der Tribüne übernimmt. Die AOK Rheinland unterstützt die Aktion weiter, die nun unter dem neuen Namen LVR-TRibüne läuft.

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Bei der Vorstellung der Tribüne im Haus des Karnevals: OB Thomas Geisel, CC-Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllman, Blindenreporter Frank Breuers, Stefan Felix, Nicole Nothen und Jannis Witte

Die Platzvergabe für Rosenmontag ist bereits erfolgt und 40 Rolli-FahrerInnen sowie 100 Menschen Handicap und ihre Begleitpersonen freuen sich auf das Erlebnis. Darunter auch Jannis Witte, der als blinder Rollstuhlfahrer und Karnevalsfan mit seiner Mutter schon erfahren hat, wie beschwerlich der Rosenmontagszug werden kann, wenn man am Straßenrand unter den anderen Karnevalisten seinen Platz suchen muss. Er war bereits in den vergangenen Jahren auf der Tribüne und ist begeistert über das Angebot. Für viele Stammgäste ist es an Karneval ein fast schon familiäres Erlebnis, denn man kennt sich. Auch Stefan Felix kommt gerne, wobei er schmunzelnd erzählt, wie gefährlich der Besuch werden kann. Denn die Karnevalisten schmeißen an der Tribüne besonders großzügig und da müsse man manchmal regelrecht in Deckung gehen.

Premiere hat Nicole Nothen von der KG Schlossturmgarde, die gemeinsam mit Frank Breuers, Blindenreporter bei Fortuna Düsseldorf, den Rosenmontagszug vor Ort für die blinden Gäste beschreiben und moderieren. Das technische Equipment stellt Fortuna Düsseldorf kostenlos zur Verfügung.

"Karneval für alle"

Der LVR ist mit ihrer Initiative "Karneval für alle" seit vielen Jahren im Kanreval aktiv und sorgt dafür, dass auch Menschen mit Behinderung feiern und schunkeln können. Neben Düsseldorf gibt es das Angebot mit Tribünen auch n Köln, Aachen, Bonn und Mönchengladbach.

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