Düsseldorf Karneval

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Mit einer frechen Rede startete der Hoppeditz die fünfte Jahreszeit - diesmal auf recht einsame Art

Düsseldorf: Sessionsauftakt im Plenarsaal

Dass das Rednerpult im Plenarsaal des Rathauses einmal als Bütt für die Hoppeditzrede zum Sessionsauftakt dienen würde, hätte vor Corona niemand gedacht. Doch die Pademie zwingt zur Kreativität. So hatte der pünktlich um 11:11 Uhr erwachte Hoppeditz Tom Bauer am Mittwoch einen einsamen Start in die fünfte Jahreszeit. Nur CC-Präsident Michael Laumen und Stadtoberhaupt Stephan Keller lauschten seinen Worten live. Alle anderen Jecken waren vor die Bildschirme verbannt, was dort aber viele nicht vom Schunkeln abhielt.

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Rund 60 Jecke hatten sich bei den ZOOM-Konferenz eingeschaltet

Die Düsseldorfer Karnevalisten sind flexibel, das zeigte sich am Donnerstag beim Sessionsauftakt. Über Youtube, Facebook oder per ZOOM-Konferenz riefen sie pünktlich um 11:11 Uhr ihr ersten Helau und lauschten der Rede von Hoppeditz – so denn die Internetverbindung es zuließ. Hoppeditz Tom Bauer hatte seinen Senftopf in der Garage gelassen, man munkelt, er hätte auch nicht durch das Tor in den Rathausinnenhof gepasst. Durch seine Verletzung an der Achillessehne immer noch auf Krücken angewiesen, schien er nicht traurig, dass ihm die enge Leiter im Inneren des Senftopf erspart blieb.

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Er fast leerer Ratssaal mit dem Dreigestirn der besonderen Art: OB, Hoppeditz und CC-Präsident

Vom Rednerpult des Plenarsaals hätte der Hoppeditz gerne den Ratsmitgliedern die Meinung gegeigt. Stattdessen spannte er OB ein wenig auf die Folter, denn als Messias und Retter von Düsseldorf wurden zuerst Allofs und Funkel genannt. Auch der neue CDU-Bürgermeister Josef Hinkel bekam sein Fett weg, bevor das unvermeidliche Thema Corona mit Weihnachtsfest und Maskenpflicht beleuchtet wurde. Ein deutliches Statement gab es in Richtung Köln – aber nicht wegen der Karnevalisten, sondern wegen der Querdenker-Demo, zu der ausgerechnet am 11.11. die Maskenverweigerer, Aluhutträger und sonstigen Schwurbler eingeladen waren.

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Den ersten CC-Orden bekam der Oberbürgermeister auf dem Samtkissen überreicht

Die Gegenrede von Oberbürgermeister Keller war alles andere als spontan, denn offenbar hatte er im Vorfeld Gelegenheit bekommen, seine gereimten Worte auf die Rede des Hoppeditzes abzustimmen. Den Amerikanern bot er die Düsseldorfer Wahlhelfer an, denn beim Auszählen der Stimmen hätten sie sich bewährt. In Corona-Zeiten sei die Gesundheit das wichtigste und Keller ist sicher, dass der Karneval in Düsseldorf niemals untergehen wird.

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Aus dem Landtag schicken Markus Weske (SPD), Angela Erwin (CDU), Marco Schmitz (CDU) und Stefan Engstfeld (Grüne) ein digitales Helau

Das CC hatte eine Musikprogramm mit verschiedenen Düsseldorfer Künstlern vorproduziert, das im Anschluss an die Reden eingespielt wurde. Viele Karnevalisten feierten ein wenig mit der Familie. Die ursprünglich geplanten kleinen Veranstaltungen und in den Brauhäusern mussten durch die neuen Verordnungen alle ausfallen. Mit Humor nahmen es die Bommelfrauen und posteten: „Karneval ohne Bützkes und Konfetti? Ja klar...aber Hoppeditz ohne Bunte Bommeln? Niemals... Wir halten Abstand, bleiben zuhause und sind im Herzen doch alle zusammen.(1,5m sind übrigens umgerechnet 61 Bommeln)“

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