Düsseldorf Karneval

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Begeisterte Besucher nach dem CC-Gottesdienst am Sonntag in St. Peter

Düsseldorfer Karneval: In der Kirche mit Helau, Orden und Amen

Seit vielen Jahren ist ein ökumenischer Gottesdienst bei den Düsseldorfer Karnevalisten zu Beginn der Session Tradition. Doch bereits im vergangenen Jahr hatte Engelbert Oxenfort sich verabschiedet und nach zwanzig Jahren die Gestaltung in jüngere Hände gelegt. Diakon Karl Hans Danzeglocke, passenderweise Präsident der Niederkasseler Tonnengarde, hat die Aufgabe übernommen und erhielt Unterstützung vom CC-Vize Stefan Kleinehr, der die musikalische Leitung übernahm.

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(v.l.) Willibert Paules, Karl Hans Danzeglocke und Martin Fricke

Ungewohnt karnevalistische Klänge ertönten bereits vor Beginn, als die Rhingschiffer das Düsseldorf Mottolied „Unser Rad schlägt um die Welt“ anstimmten. Unter den Fanfarenklängen des Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth zogen die Standarten der Karnevalsgesellschaften, die Kinderprinzenpaare und die drei Geistlichen ein. Diakon Danzeglocke wurde von seinem evangelischen Kollegen Dr. Martin Fricke und von Diakon Willibert Pauels begleitet.

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Das Prinzenpaar sammelte im Gottesdienst die Kollekte für die Altstadt Armenküche ein

Für die Besucher lagen Liederzettel bereit, denn die Tradition von Engelbert Oxenfort, Mundart in die Messer einfließen zu lassen, hatte sich nicht geändert. Begeisterten Applaus gab es nach dem dem Solo von Marco Früchtl, der mit seinen Kollegen der Swinging Funfares noch weitere Lieder sang.

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Mal Ambo und mal Bütt: Der bergische Jung Willibert Pauels

Gespannt waren viele der Besucher auf die Ansprache von Willibert Pauels, der es wunderbar verstand zwischen seine humorigen Ausführungen immer wieder Denkanstöße zu geben, wie sie in einen Gottesdienst gehören. Er begann mit einem Lob für die Düsseldorfer: „Es ist Volkstrauertrag und was machen die Rheinländer – sie feiern eine Karnevalsmesse, das gibt es nur hier“ und da war klar, eine normale Predigt würde das nicht werden. So streute Pauels immer wieder Anekdoten ein, für die er eigens eine Brille mit roter Clownsnase mitgebracht hatte. Sein Fazit: Humor und Religion sind Bruder und Schwester und deshalb passe der Karneval sehr gut dazu.

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Ein Gänsehautmoment für viele Besucher kam nach dem Vater Unser auf Platt, als die Rhine Area Pipes and Drums mit ihren Dudelsäcken einmarschierten und „Highland Cathedral“ anstimmten.

CC-Präsident Michael Laumen gehörten die abschließenden Worte vor dem Segen und er ging nochmals auf die Worte von Willibert Pauels ein. Humor befreie, wenn man über den Dingen stehe, führte er aus und auch die Karnevalisten sollten sich nicht alle so tierisch ernst nehmen, sondern die Gemeinschaft und das Feiern genießen. Mit einem dreifachen Helau, der obligatorischen Ordensübergabe und dem Segen endete der Gottesdienst.

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"Chapeau!" sagte Michael Laumen zu diesem gelungenen Gottesdienst

Für das Schlusslied nach der Melodie von „Großer Gott wir loben dich“ und dem anschließenden Ausmarsch griff oben auf der Orgelempore ein weiterer Karnevalspräsident in die Tasten: Burkard Brings von den Weissfräcken.

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Und wie zufrieden war der CC-Ehrenpräsident Engelbert Oxenfort mit dem Gottesdienst? „Dat wor jot!“ bekundete er.

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