Düsseldorf Schützen

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Sommerbrauchtum trifft Winterbrauchtum beim Titularfest der Sebastianer der große überraschende Moment: Regimentskönigin Kerstin Eichenberg und Venetia Sabine Ilbertz gehören beide dem Reitercorps Wilhelm Marx an

Das ganz besondere Titularfest des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316

Das Titularfest des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 am Sonntag (13.1.) war außergewöhnlich und damit ist nicht das regnerische Wetter gemeint, dass das frühe Antreten auf dem Rathausplatz allerdings nicht beeinträchtigte. Die Sebastianer gehen mit einer Regimentskönigin in das Schützenjahr, schaffen eine einzigartige Verbindung zum Winterbrauchtum und konnten als Festredner NRW-Innenminister Herbert Reul gewinnen.

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Mit dem Einzug der Fahnenabordnungen der 31 Gesellschaften begann die Reunion am Sonntag in den Rheinterassen

Emanzipierter Schützenverein

Für einen Schützenverein ungewöhnlich überstrahlten die Damen das Titularfest der Sebastianer in den Rheinterrassen am Sonntag. Wie Schützenchef Lothar Inden in seiner launigen Begrüßungsrede betonte, werden die Sebastianer von 1316 in diesem Jahr ausgesprochen weiblich repräsentiert. Denn Regimentskönigin ist Kerstin Eichenberg, Pagenkönigin Elisabeth Sophie Ulrich-Gebauer und Gästekönigin Karin Brigitte Göbel. Einzig beim Titel des Regiments-Jungschützenkönig konnte sich Kai Roth durchsetzen.

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Lothar Inden freut sich über die Repräsentantinnen seines Schützenvereins

Schützen und Karnevalisten gemeinsam

Das Reitercorps Wilhelm Marx, die Gesellschaft der Regimentskönigin, schafft eine einzigartige Verbindung zum Winterbrauchtum. Denn aus ihren Reihen kommt auch die Düsseldorfer Venetia Sabine Ilbertz. So kam es beim Titularfest zum ersten Mal in der Geschichte der Sebastianer dazu, dass das Karnevalsprinzenpaar bei den Schützen zu Gast war.

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Venetia Sabine ist 2. Rittmeisterin der Sebastianer von 1316 und auch Prinz Martin hat schon einen Mitgliedsantrag für das Reitercorps Wilhelm Marx

„Düsseldorf – gemeinsam jeck“ ist das diesjährige Karnevalsmotto und besser kann man das nicht mit Leben füllen. Daran hatte auch Festredner Herbert Reul Spaß, der in seiner Funktion als Innenminister der Vorgesetzte der Kriminalbeamtin Sabine Ilbertz ist.

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Herbert Reul hat selber eine Vergangenheit als Trommler in einem Schützenverein und ist dem Brauchtum verbunden

Der Innenminister zu Gast

Die Festrede des Innenministers war allerdings weniger von „Helau“ und „Hoch“ geprägt. Denn er sprach zur Sicherheitslage im Land und dem wachsenden Gefühl der Angst der Menschen. Sein Ziel sei es, durch einen bessere materielle und personelle Ausstattung der Polizei diese für die geänderten Anforderung zu rüsten, betonte er. Verbunden damit die klare Haltung Vergehen konsequent zu ahnden. Damit seien nicht nur Razzien gegen Clans gemeint, wie erst an diesem Wochenende erneut in verschiedenen NRW-Städten. Doch daneben müsse auch in der Gesellschaft ein Umdenken einsetzen. Denn fehlender Respekt und Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst seien unerträglich und könnten nicht durch Plakatkampagnen geändert werden, vertrat er vehement. Den Schützen attestierte er großen ehrenamtlichen Einsatz und auch die Organisation eines so großen Schützenfestes mit der größten Kirmes am Rhein seien lobenswert. Wenn sein Terminkalender es zuließe, sei er auch Gast im Sommer, wenn die Sebastianer vom 12. bis 21. Juli 2019 ihr Schützenfest feiern.

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Der Radschlägersaal der Rheinterrassen bot am Sonntag den Schützen Raum für ihr Titularfest

Ehrungen und der gute Zweck

Traditionell beim Titularfest werden die Pokalsieger der Schießwettbewerbe prämiert und die Ehrenpreise vergeben. Auch in diesem Jahr ging während der Veranstaltung der Sammeltopf für einen guten Zweck herum. Die Spenden erhält der Bereich „Wegbegleiter für besondere Kinder“ der Diakonie Düsseldorf. Diakonie Vorstand Thorsten Nolting erläuterte die Arbeit der Fachstelle, die sich darum kümmert, dass schwerstbehinderte Kinder in Pflegefamilien anstatt in Pflegeheimen zu leben. Mit den Spenden sollen therapeutische Maßnahmen und Materialien finanziert werden, für die es sonst keine Kostenträger gibt, den Kindern aber gut tun.

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