Düsseldorf Schützen

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Das Rhine Guards Brass & Drum Corps im Schützenzug von Düsseldorf Eller in Aktion. Und liebe Afd, nur zu Deiner Sicherheit: Die Fotorechte liegen bei report-D

Düsseldorfer Rhine Guards blasen der Afd den Marsch: Frauke Petry missbraucht Musiker-Foto

Das „Rhine Guards Brass & Drum Corps“ gehört zum St. Sebastianus Schützenverein Eller. Mit ihrer Marschmusik, Dixie-, Swing- und Blueselemente inklusive, haben sie sich nicht bloß in Düsseldorf zahlreiche Fans erobert. Im vergangenen Frühjahr spielten sie in Valencia, für den Herbst sind sie nach Frankreich eingeladen. Auf ihre neusten Anhänger können die Rhines Guards aus Düsseldorf allerdings verzichten. Die Alternative für Deutschland, AfD, genauer: ihre innerparteilich umstrittene Vorzeigefrau Frauke Petry hat ein Foto der Rhines Guards mit einem Schnipsel Europa-Kritik auf ihrem Facebook-Account gepostet. Natürlich ohne vorher zu fragen. 

Nun bekommt die Afd deshalb den Marsch geblasen: Die Rhine Guards haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet und Facebook aufgefordert, das Bild zu entfernen, wie Geschäftsführer Frank Kamp auf Anfrage von report-D bestätigte: „Das ist so eine Ungeheuerlichkeit. Seit Freitag müssen sich unsere Musiker für eine AfD-Werbung entschuldigen, für die sie gar nicht können.“

Schnelle Reaktion der Rhine Guards

Sofort, als der Fotopfusch der Afd bekannt wurde, reagierte das Musik Corps – auf seiner Facebook-Seite: „Rhine Guards Düsseldorf - Eller e.V., 17. März um 15:19 Uhr, Stellungnahme Wir, das Brass & Drums Corps „Rhine Guards „ aus Düsseldorf – Eller e.V. distanzieren uns von dieser Werbekampagne der AfD. Frau Dr. Frauke Petry entfernen Sie bitte unverzüglich unser Bild von dem Werbeplakat und in Facebook...“
Auch in Petrys Facebook-Account taucht massive Kritik auf – samt der Aufforderung, das Bild aus dem Netz zu nehmen. Darauf reagierte Petry bisher nicht. 

Petrys Admin-Team bleibt lieber anonym

Besonders dreist: Deutlich sind einzelne, von der Afd zu Werbezwecken missbrauchte Musiker aus Eller zu erkennen. Seither brodeln die sozialen Medien. „…ich glaube nicht, dass Daniel damit einverstanden ist…“ Ein sogenanntes AdminTeam versuchte sich unter dem Namen „Frauke Petry“ zu rechtfertigen: Man habe das Foto aus einer Datenbank mit frei verfügbaren Fotos genommen und den Namen des Verein eigens entfernt. Dass das nicht reicht, werden die selbst lieber anonym bleibenden Admins nun eben auf dem Rechtsweg lernen. Selbst wenn das Foto einer Bilddatenbank entnommen ist, die die Freiheit von Urheberrechten herausstellt, fühlen sich die Musiker in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Es möchte nicht jeder in einen Zusammenhang mit der Afd gebracht werden. Und mit EU-Waffengesetzen und dem Terror – noch dazu in Paris- haben die als Einzelpersonen erkennbaren Musiker auch nichts zu tun.

Identitätsklau zieht Kreise

In Düsseldorf zieht der Identitätsdiebstahl durch die Afd derweil Kreise. Düsseldorfs Schützenchefin Britta Damm schrieb der Politikerin Petry ins Stammbuch: „Das ist schon mehr als dreist.“ Und als sich ein Nutzer mit dem schönen Namen „DomDuke“ vor die AfD-Frontfrau stellt („Seit wann ist ein Bild auf Facebook ein Wahlplakat?“) hält Britta Damm offensiv dagegen: „ach, es geht gar nicht um Meinungsmache und Stimmenfang? Aha! Na denn“.

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So zeigte sich Frauke Petry auf ihrem Werbe-Facebook-Account

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