Düsseldorf Verkehr

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(v.l.) Andreas Auler, Oliver Wittke, Thomas Jarzombek, Elke Wagner und Richard Kleinofen hoffen auf eine Chance für die Einhausung in Angermund

Düsseldorf Angermund: CDU hält Deckel auf dem RRX für machbar

Teilerfolg, der Angermunder Bürgerinitiative zum Schutz gegen Bahnlärm. Führende Politiker der Düsseldorfer CDU wollen sie in der Forderung unterstützen, den RRX in Angermund unter die Erde zu verbannen.

Kampf dem Lärm

Seit zwanzig Jahren kämpfen die Angermunder für Schutz gegen den Lärm durch Bahnverkehr. Die Gleise teilen den Ort in zwei Bereiche und stetig steigt die Zahl der durchfahrenden Züge. Nun plant die Bahn im Zusammenhang mit der Gleiserweiterung für den RRX den Bau von Lärmschutzwänden.

Doch die Bürgerinitiative befürchtet, dass die sechs Meter hohen Wände keinen wirksamen Schutz bieten. Sie haben eine alternative Planung durch ein renommiertes Büro in Auftrag gegeben und favorisieren den Bau einer Einhausung im Stil des Staufentunnels in Grafenberg. Die Bahn hält dies für unnötig und zu teuer und erst auf Vermittlung der Politik war sie bereit sich mit der Stadt und der Bürgerinitiative an einen Tisch zu setzen. Die Ergebnisse sind noch geheim.

Berliner Politik schaut auf Angermund

Die CDU-Politiker Oliver Wittke und Thomas Jarzombek, beide Mitglieder im Verkehrsausschuss des Bundestages, und Andreas Auler, CDU Ratsherr aus dem Düsseldorfer Norden, haben sich die Pläne der Bürgerinitiative angeschaut und die Professionalität des Vorschlags findet ihre Anerkennung. Die Bürgerinitiative hat schon vor einiger Zeit das Gespräch mit den Politikern gesucht.

Denn den Mitgliedern ist klar, dass die Bahn ihre ursprünglichen Pläne nur überprüfen wird, wenn der Druck der Politik groß genug ist. Dabei sind die Bürger von Angermund nicht gegen die Gleiserweiterung. Sie plädieren nur dafür, den Lärm unter die Erde zu verbannen. Die Lärmschutzwände, Schallschutzfenster und Lüfter, die von der Bahn als Maßnahmen angedacht sind, wären in ihren Augen überflüssig, wenn der Lärm an der Quelle bekämpft und eine Einhausung gebaut würde. Ein Deckel über den Gleisen würde sogar die Chance beinhalten, den Bereich zu begrünen und Angermund so aufzuwerten.

Runder Tisch soll weitere Planungen ermöglichen

Die CDU-Politiker erwarten gespannt die Ergebnisse vom Runden Tisch RRX und hoffen, dass die Idee der Bürgerinitiative von der Bahn durchgeplant wird und dann ein konkreter Vergleich der Kosten möglich ist. Doch die Kosten alleine sollen nicht ausschlaggebend für eine Entscheidung sein, betonen Wittke und Jarzombek.

„Heute ist die Situation in Angermund unerträglich“, betont Oliver Wittke und die wachsenden Verkehrsströme werden das noch verstärken. Die Bahn muss sich bei ihren Baumaßnahmen nach den Vorgaben der Politik richten und die Entscheidung, ob Kosten oder Bürgerinteressen Vorrang haben, muss politisch gefällt werden. Andreas Auler hofft als Ergebniss des runden Tisches auf die Ausplanung der Einhausungsvariante und möchte dann eine klare Entscheidung dafür im Rat herbeiführen. Da sich das Land NRW an den Mehrkosten beteiligen müsste, sollte die Stadt sich bei der Landesregierung für das Projekt einsetzen.

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