Düsseldorf Verkehr

D_RRX_CDU_06022017

(v.l.) Andreas Auler, Oliver Wittke, Thomas Jarzombek, Elke Wagner und Richard Kleinofen hoffen auf eine Chance für die Einhausung in Angermund

Düsseldorf Angermund: CDU hält Deckel auf dem RRX für machbar

Teilerfolg, der Angermunder Bürgerinitiative zum Schutz gegen Bahnlärm. Führende Politiker der Düsseldorfer CDU wollen sie in der Forderung unterstützen, den RRX in Angermund unter die Erde zu verbannen.

Kampf dem Lärm

Seit zwanzig Jahren kämpfen die Angermunder für Schutz gegen den Lärm durch Bahnverkehr. Die Gleise teilen den Ort in zwei Bereiche und stetig steigt die Zahl der durchfahrenden Züge. Nun plant die Bahn im Zusammenhang mit der Gleiserweiterung für den RRX den Bau von Lärmschutzwänden.

Doch die Bürgerinitiative befürchtet, dass die sechs Meter hohen Wände keinen wirksamen Schutz bieten. Sie haben eine alternative Planung durch ein renommiertes Büro in Auftrag gegeben und favorisieren den Bau einer Einhausung im Stil des Staufentunnels in Grafenberg. Die Bahn hält dies für unnötig und zu teuer und erst auf Vermittlung der Politik war sie bereit sich mit der Stadt und der Bürgerinitiative an einen Tisch zu setzen. Die Ergebnisse sind noch geheim.

Berliner Politik schaut auf Angermund

Die CDU-Politiker Oliver Wittke und Thomas Jarzombek, beide Mitglieder im Verkehrsausschuss des Bundestages, und Andreas Auler, CDU Ratsherr aus dem Düsseldorfer Norden, haben sich die Pläne der Bürgerinitiative angeschaut und die Professionalität des Vorschlags findet ihre Anerkennung. Die Bürgerinitiative hat schon vor einiger Zeit das Gespräch mit den Politikern gesucht.

Denn den Mitgliedern ist klar, dass die Bahn ihre ursprünglichen Pläne nur überprüfen wird, wenn der Druck der Politik groß genug ist. Dabei sind die Bürger von Angermund nicht gegen die Gleiserweiterung. Sie plädieren nur dafür, den Lärm unter die Erde zu verbannen. Die Lärmschutzwände, Schallschutzfenster und Lüfter, die von der Bahn als Maßnahmen angedacht sind, wären in ihren Augen überflüssig, wenn der Lärm an der Quelle bekämpft und eine Einhausung gebaut würde. Ein Deckel über den Gleisen würde sogar die Chance beinhalten, den Bereich zu begrünen und Angermund so aufzuwerten.

Runder Tisch soll weitere Planungen ermöglichen

Die CDU-Politiker erwarten gespannt die Ergebnisse vom Runden Tisch RRX und hoffen, dass die Idee der Bürgerinitiative von der Bahn durchgeplant wird und dann ein konkreter Vergleich der Kosten möglich ist. Doch die Kosten alleine sollen nicht ausschlaggebend für eine Entscheidung sein, betonen Wittke und Jarzombek.

„Heute ist die Situation in Angermund unerträglich“, betont Oliver Wittke und die wachsenden Verkehrsströme werden das noch verstärken. Die Bahn muss sich bei ihren Baumaßnahmen nach den Vorgaben der Politik richten und die Entscheidung, ob Kosten oder Bürgerinteressen Vorrang haben, muss politisch gefällt werden. Andreas Auler hofft als Ergebniss des runden Tisches auf die Ausplanung der Einhausungsvariante und möchte dann eine klare Entscheidung dafür im Rat herbeiführen. Da sich das Land NRW an den Mehrkosten beteiligen müsste, sollte die Stadt sich bei der Landesregierung für das Projekt einsetzen.

Zurück zur Rubrik Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Verkehr

D_Rennrad_20170617

14 Tage noch, mon dieu. Langsam dreht Düsseldorf am Rad. Von nun an tritt die Gute-Laune-Maschine richtig in die Pedale. Da wird selbst so etwas Bodenständiges wie die Radaktiv-Messe am Rheinufer zur „Fete du vélo“ – zum offiziellen „Side-Event“ des „Grand Départ“. Nein, kein Miesepeter-Ansatz, aber die atemlose Fröhlichkeit rund um diese quietschbunt gekleideten, schmalhüftigen Reiseapotheken mit dem Fernziel Paris ist verdammt anstrengend. Zum Beispiel auf der Radnacht – Mondscheinstrampeln unter Polizeischutz.

Karina Hermsen machte sich ihre eigenen Bilder vom Radaktiv-Tag - die report-D Bildergalerie 

D_Kolle_Wagner_15062017

Wie der beste Lärmschutz für Angermund aussehen soll, ist für die Planer der Bahn klar: Lärmschutzwände werden entlang der Gleise gebaut und bieten damit den langversprochenen Lärmschutz, auf den viele Anwohner seit Jahrzehnten warten. Die Bürgerinitiative Angermund hält die Pläne nicht für die beste Lösung. Ein Runder Tisch im Rathaus tagte über viele Monate im Rathaus, um die von der Initiative bevorzugte Variante der Einhausung zu prüfen. Machbar ist sie, aber in den Augen der Bahn zu teuer.

D_Rheinbahn_Knolle_auto_13062017

Die Pünktlichkeitsoffensive der Rheinbahn wird um eine neue Facette erweitert: Falschparker, die Busse und Bahnen behindern, erhalten ihre Verwarnung nun auch von der Rheinbahn. Der Verkehrsdienst der Rheinbahn hat ab Donnerstag (16.6.) die Linzens zum Knöllchen schreiben.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D