Düsseldorf Verkehr

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Die Kasernenstraße in der Düsseldorfer Innenstadt - mal anders: als Radweg.

Düsseldorf Autofreier Sonntag: Tausende steigen um auf Busse und Bahnen oder aufs Rad

Auf Besucherzahlen verzichten Stadt und Rheinbahn. Die autofreie Innenstadt am Sonntag (15.9.) sei ein voller Erfolg gewesen, jubelt der städtische Pressedienst. Die report-D Reporter meldeten: Busse und Bahnen Richtung City waren voll. Und so könnten Rheinbahn und städtisches Verkehrsmanagement aus der PR-Aktion zur Verkehrswende eine Menge lernen.

Rheinbahn - Takt und Preis müssen stimmen

Erstens: Wenn der Fahrplantakt stimmt und die Fahrt nichts kostet, steigen viele Bürger um vom immer teurer werdenden Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr. Am Aktionssonntag fuhren Bürger auf allen Rheinbahn- sowie S- und Regio-Bahnlinien im Stadtgebiet kostenlos. Und: Die Straßenbahnen und U-Bahnen kamen deutlich öfter als an einem normalen Sonntag – sie takteten nach dem Samstagsfahrplan. Außerdem waren auch die drei Metro-Bus-Linien unterwegs. 20 Busse und 55 Bahnen hatte die Rheinbahn zusätzlich einsetzt und diese waren gut ausgelastet.

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Plötzlich ruhig und sauber: Düsseldorfs autofreie Innenstadt.

Zweitens: Fußgänger und Radfahrer und – ja, auch die – Rollerfahrer eroberten den Freiraum in der kleinsten autofreien Zone des Landes für sich. Statt von Hirnis mit dezibelsteigernden Auspuffklappen und Acht-Zylinder-Gebrüll gejagt zu werden, war‘s für alle ein entspannter Sonntagsspaziergang. Düsseldorf entschleunigt und beruhigt – so macht Flanieren richtig Spaß.

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OB und Rheinbahn-Aufsichtsratschef Thomas Geisel und Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar nähern sich dem Elektrobus- bislang für die Rheinbahn kein Verkehrsmittel der Wahl.

Drittens: Beim Gang der Prominenz über die Infomeile zur Düsseldorfer Mobilität auf der Heinrich-Heine-Allee ließen sich Rheinbahn-Aufsichtsratschef Thomas Geisel und Rheinbahnvorstand Klaus Klar vor den Batteriepaketen des Elektrobusses Solaris Urbino 12 electric fotografieren. Eine echte Verkehrswende. Bislang fuhr die Rheinbahn die strikte Linie, dass nur Diesel-Busse gute Busse sind.

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Die Heinrich-Heine-Allee verwandelte sich in eine Infomeile zur Mobilität.

Auf der Heinrich-Heine-Allee zeigten sich städtische Institutionen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Neben der Rheinbahn waren das Amt für Verkehrsmanagement, das Umweltamt in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf, das Ordnungsamt, die Verkehrswacht, der ADFC und die Radstation vertreten. Themen dort waren die Mobilitätswende, Nachhaltigkeit, alternative Mobilität und Verkehrssicherheit. Wer mochte, konnte Lastenräder auf einem Testparcours ausprobieren, sein Können im Fahrsimulator beweisen oder im Überschlagsimulator ausprobieren, wie es bei einem Unfall zugehen kann.
Am Abend nach 18 Uhr wars vorbei mit der Ruhe und der guten Luft in der Innenstadt. Die Autofahrer gaben wieder Gas; schade, eigentlich.

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