Düsseldorf Verkehr

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Beste Laune, bestes Wetter: Die ADFC-Sternfahrt nach Düsseldorf - und eine große Runde durch die Innenstadt hatten so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor.

Düsseldorf Fahrrad: Rund 5000 Radler kamen zur ADFC-Sternfahrt vor den Landtag

Rund 5000 Radfahrer rollten aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens am Sonntag nach Düsseldorf. Sie nahmen an der 7. Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, ADFC, teil. Vor dem Landtag übergaben sie der Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) symbolisch zwei Kisten, die für insgesamt 206.687 Unterschriften standen. Nun wird sich der Landtag mit der Volksinitiative „Aufbruch Rad“ beschäftigen müssen. Laut Auskunft der Ministerin muss das Parlament  dies noch in diesem Jahr tun.

Die Fahrrad-Abschluss-Tour im Bild finden sie hier in der report-D-Bildergalerie

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Lerke Tyra vom ADFC Düsseldorf begrüßte die mehr als 5000 Teilnehmer der Sternfahrt und bedeutete dem Landtag, sich mehr und besser um Rad-Mobilität zu kümmern. 

Gegenüber report-D nannte Lerke Tyra von ADFC Düsseldorf das Hauptziel der Initiative: „Derzeit hat das Fahrrad einen Anteil von acht Prozent am Verkehr in NRW. Wir wollen, dass dieser Anteil auf 25 Prozent steigt.“ Zum Vergleich: Die Fahrradhauptstadt Münster bringt es derzeit auf rund 30 Prozent Fahrradverkehr.

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Zur 7. Sternfahrt des ADFC kamen so viele Teilnehmer wie nie zuvor.

Einerseits braucht es zur Erreichung dieses Ziel eine deutliche Steigerung bei den Mitteln für den Radwegeausbau. Auch in Düsseldorf versuchte sich Baudezernentin Cornelia Zuschke bislang mit warmen Worten und öffentlichkeitswirksamen Bürgerbeteiligungen durchzuschlängeln. Doch der Radwegeausbau in der Landeshauptstadt ist Stückwerk. Große, wirklich zusammenhängende Strecken gibt es nicht. Radfahren in der Düsseldorfer Innenstadt erfordert immer noch eine gehörige Portion Mut.

Vorurteile zur Kaufkraft

Andererseits fühlen sich die Radfahrer immer noch nicht anerkannt. Der Handel beispielsweise setzt wie seit Jahrzehnten darauf, dass kaufkräftige Kunden mit dem Auto möglichst dicht an den Laden herankommen können. „Man glaubt, wir Radfahrer seien weniger kaufkräftig“, sagt Lerke Tyra vom ADFC. Das sei ein Irrtum. Radler kauften kleinere Mengen, kämen aber dafür wesentlich öfter und seien treuer zum örtlichen Einzelhandel.

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Sagte mehr Einsatz fürs Fahrrad zu: Düsseldorf Oberbpürgermeister Thomas Geisel.

Oberbürgermeister Thomas Geisel kam auf einem roten Fahrrad mit der Gruppe, die zur Sternfahrt am Löbbecke Museum gestartet war. Er pries das Fahrrad als günstiges, gesundes und umweltschonendes Fortbewegungsmittel. Und versprach auf offener Bühne, dass Düsseldorf derzeit auf einem guten Weg sei, den Radverkehr in der Landeshauptstadt attraktiver zu machen.

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NRW Umweltministerin Ursula Heinen-Esser entschuldigte den Verkehrsminister und lobte den "Aufbruch Rad".

Die NRW-Umweltministerin entschuldigte zunächst Landesverkehrsminister Wüst, der dem ADFC Termin ferngeblieben war. Wüst fahre innerhalb von Düsseldorf sehr häufig mit Rad. Ministerin Ursula Heinen. Esser begrüßte die Unterschriftensammlung unter dem Titel „Aufbruch Rad“. Diese werde dafür sorgen, dass sich der Landtag als zuständiges Parlament mit dem Thema befassen müsse.

18 Kilometer Fahrt durch Düsseldorf

Nach dem politischen Stell-Dich-ein auf der ADFC-Bühne unmittelbar an der Bannmeile des Landtags brachen die Radfahrer aus allen Teilen des Landes auf zu einer 18-Kilometer langen Fahrt durch Düsseldorf. Es ging durch den Rheinufertunnel und über zwei Rheinbrücken hinweg – mit lauten Fahrradklingeln und unter Polizeibegleitung. Die Reaktionen der Autofahrer waren gemischt. Die meisten warteten geduldig auf freie Fahrt für ihre Spritfresser. Andere zeigten den Rad-Aktivisten schlicht den Vogel.

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