Düsseldorf Verkehr

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Wie geht es weiter mit den bislang privat organisierten Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen? Kötter zieht sich Ende Mai 2020 zurück. 

Düsseldorf Flughafen: Kötter zieht sich sieben Monate eher als vereinbart aus Sicherheitskontrollen zurück

Schlechte Nachrichten für den Düsseldorfer Flughafen: Die Kötter Aviation Security hat am Donnerstagabend (7.11.) mitgeteilt, dass das Unternehmen den Aufhebungsvertrag mit dem Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums unterzeichnet hat. Sieben Monate eher als ursprünglich vereinbart zieht sich Kötter aus der Passagier- und Gepäckkontrolle am Düsseldorfer Flughafen zurück. Stichtag dafür ist jetzt der 31. Mai 2020 – eigentlich Beginn der Hochsaison am Airport. Stürzt die Sommerreisesaison 2020 ab?

Warnung vor Warteschlangen

Davor hat bereits der Vorstandschef des Düsseldorfer Flughafens, Thomas Schnalke, gewarnt. Er befürchtet erneut lange Warteschlangen, verpasste Ferienflieger und eine Vielzahl unzufriedener Kunden am Flughafen in Düsseldorf und macht verbal Druck auf Bundesinnenministerium und Bundespolizei: Jeder Tag, den die nun notwendige neue Ausschreibung der Dienstleistungen eher auf den Weg gebracht werde, könne helfen, so Schnalke.

Nicht wirtschaftlich

De facto ist der Manager Schnalke bislang nur ein Zuschauer – wie alle anderen auch. Zu sehen war ein Bundesinnenministerium, das so viel Geld wie möglich sparen wollte – und deshalb ehemals hoheitliche Aufgaben privatisiert hat. 1100 Mitarbeiter beschäftigt Kötter mittlerweile am Flughafen – und weil die Passagierzahlen immer weiter steigen, hätte die Sicherheitsfirma ebenfalls Personal aufstocken müssen. Die Gepäck- und Passagierkontrollen seien auf der Basis der bislang ausgehandelten Kondition wirtschaftlich nicht mehr durchführbar, begründete Kötter seinen vorzeitigen Rückzug.

Zurück in staatliche Hand?

Wie und wann es jetzt weitergeht, ist am Donnerstagabend unklar. Die Bundespolizei verweigert seit zwei Tagen Antworten auf schriftlich hierzu gestellte Fragen von report-D. Die Polizeigewerkschaften plädieren dafür, die Passagier- und Gepäckkontrollen wieder durch vom Staat bezahlte Fachkräfte durchführen zu lassen.

Falls erneut eine private Sicherheitsfirma am Düsseldorfer Flughafen für Sicherheit sorgen sollte, werden die 1100 Kötter Securities vom neuen Auftragnehmer übernommen – so die Meinung von verdi unter Berufung auf geltende Tarifverträge.

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