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Nur an 55 Tagen wurde im Jahr 2017 am Flughafen die Nachtruhe eingehalten - kritisieren die Anwohner.

Düsseldorf: Flughafen missachtet Nachtruhe 2017 so oft wie nie zuvor

Die Anwohner des Düsseldorfer Flughafens registrierten 2017 so viele Nachtflüge wie nie. Georg Regniet vom Verein Bürger gegen Fluglärm hält alle Flugbewegungen in einer großen Datenbank fest und berichtet: „Wir haben im Jahr 2017 11.372 Starts und Landungen nach 22 Uhr gezählt, das sind noch einmal 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Verspätungen nach 23 Uhr haben mit 2.009 Starts und Landungen ebenfalls noch einmal um 0,7 Prozent zum Vorjahr zugenommen. Der Flughafen hatte eigentlich Besserung gelobt, davon ist aber absolut nichts zu spüren.“ Ein Sprecher des Flughafens erklärte gegenüber der Seite „airliners.de“, die Zahlen der Bürgerinitiative stimmten im Detail nicht, die Tendenzen seien aber nicht grundsätzlich falsch.

Einen Rückgang verzeichnete die Bürgerinitiative bei den genehmigungspflichtigen Landungen nach 24 Uhr. 2017 wurden 26 Landungen zwischen 0 und 6 Uhr gezählt. Im Jahr zuvor waren es 49. Nur an 55 Nächten seien im Jahr 2017 keine Starts nach 22 Uhr und keine Landungen nach 23 Uhr erfolgt. Bei der Bürgerinitiative ist jedoch der Eindruck entstanden, dass an der Nachtfluggrenze alle Tricks angewendet werden, die erlaubt sind.

Tricksen am Nachtfluglimit

So seien bei 105 von 151 Starts nach 22 Uhr die Flugzeuge vor 21.50 Uhr von ihrer Parkposition aus losgerollt. In solchen Fällen müsse keine Sondergenehmigung beantragt werden, auch wenn der tatsächliche Start viel später als eigentlich erlaubt erfolge. Zudem habe es elf Start und Landungen ohne Ausnahmegenehmigung gegeben. In solchen Fällen werde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, das in der normalen Statistik des Flughafens nicht auftauche.

Unwetter und Air Berlin als Gründe

Der Flughafen Düsseldorf begründet die Zunahme der Starts und Landungen zu eigentlich verbotenen Nachtstunden damit, dass es vor allen im westlichen Mittelmeer zu Engpässen gekommen sei. Enorme Verspätungen bei den Sicherheitskontrollen und Turbulenzen um Air Berlin hätten ebenso zu Verspätungen beigetragen wie Unwetter.

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