Düsseldorf Verkehr

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Am Freitag, 23. April, wird Am Trippelsberg demonstriert, Foto: Veranstalter

Düsseldorf Holthausen: Fahrrad-Demo für Protected-Bike-Lane Am Trippelsberg

Das Bündnis Mobilitätswende Düsseldorf und die Bürgerinitiative Hafenalarm laden für Freitag (23.4.) um 15 Uhr zur Fahrrad-Demo vor die Firma Hille&Müller Am Trippelsberg in Düsseldorf Holthausen ein. Hintergrund des Protests ist der Stopp des bereits beschlossenen geschützten Radstreifens an der Straße Am Trippelsberg. Die Organisatoren kritisieren, dass die Interessen der Anliegerfirmen und der Lkw höher gewichtet werden, als die Sicherheit der Radfahrer*innen.

Was bisher geschah

Im Mai 2020 hatte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) der Stadt Düsseldorf den Ausbau des gesicherten Radwegs für die Straße Am Trippelsberg beschlossen. Mit einer Pressemitteilung informierten die Verkehrs-Dezernentin Cornelia Zuschke und der Leiter des Amts für Verkehrsmanagement, Florian Reeh, Ende 2020 über den Baustart der ersten Protected Bikelane in Düsseldorf. Sie soll Bestandteil der Internationalen Rheinradwegroute sein und zwischen Bonner Straße und Karweg eingerichtet werden. Lediglich wegen der Lieferzeit der anzubringenden Schwellen sollten die Arbeiten erst zu Beginn diesen Jahres starten.
Doch die Firma Hille&Müller klagte vor Gericht gegen den Bau. Das Verwaltungsgericht entschied am 27.1.21 gegen den Eilantrag und erlaubte den Weiterbau des Radweges ausdrücklich: „Die klagende Firma habe nämlich keinen Rechtsanspruch auf öffentlichen Parkraum.“ Allerdings verschob der OVA in seiner Sitzung am 24. März den Ausbau auf unbestimmte Zeit. In der „Kleinen Radkommission“ sollten Vorschläge ermittelt werden, wie man den Anliegerfirmen entgegenkommen kann. Darunter die Idee der Verwaltung, auf dem Karweg eine Park- und Wendefläche für Schwertransporter zu schaffen. Dies wurde nicht nur in der Bezirksvertretung 9 kontrovers diskutiert, da die Kosten durch die Stadt zu tragen wären, auch Anwohner protestierten.

Initiativen und Anwohner fordern den Weiterbau

Während in den Gremien diskutiert wird, verschärft sich die Situation Am Trippelsberg. Mehrere Autozulieferfirmen nutzen die Straße als Be- und Abladeplatz. So entstehen immer wieder gefährlich Situationen für vorbeifahrende Radfahrer*innen. Brisant dabei ist auch, dass die Firma Autokontor Bayern noch keine Genehmigung für ihren Betrieb eingeholt hatte. Dies sollte nachträglich in der März-Sitzung der Bezirksvertretung erfolgen, wurde dort aber abgelehnt.

„Wir fordern den sofortigen Weiterbau des geschützten Radfahrstreifens Am Trippelsberg. Die Stadtverwaltung knickt vor einem Unternehmen ein und erwirkt hier den Stopp des Radwegeausbaus“, kritisiert Detlev Wöske vom Bündnis Mobilitätswende Düsseldorf. „Und das, weil die Firma Hille&Müller sich darüber beschwert, durch einen geschützten Radfahrstreifen würde der Lkw-Verkehr behindert und Lkw könnten dort nicht mehr auf der Straße parken.“

Der Weiterbau der Protected-Bike-Lane sei dringend erforderlich, betonen die Organisatoren der Fahrrad-Demo. Denn nur so sei der Schutz der Alltags- und Ausflugs-Radfahrer*innen sowie der Schüler*innen auf dem viel genutzten und gefährlichen Straßenabschnitt gewährleistet. Für die Anwohner des Karwegs, zu denen auch die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft gehören, fordern die Aktivisten, dass es keinen Ausbau für Schwertransporter geben soll.

Fahrrad-Demo am Freitag

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind alle Bürger*innen am Freitag, 23. April, um 15 Uhr nach Holthausen, vor die Firma Hille&Müller, Am Trippelsberg 48, eingeladen. Es ist eine Rundfahrt mit Reden und Aktion von ca. zwei Stunden geplant. Die Coronaschutzmaßnahmen mit Abstand und Maske sind einzuhalten.

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Aktualisierung: Laut Gesetz besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske: bei Beförderung von Personen im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr, einschließlich der entgeldlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung. Für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (auch OP-Maske möglich).

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