Düsseldorf Verkehr

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Gespannt blicken Helga Stulgies (3.v.r.)  und Michael Clausecker (2.v.r.) auf den Bildschirm, der die Messwerte anzeigt

Düsseldorf: Neue Rheinbahnbusse im Abgastest

Der Kauf von 42 neuen Diesel-Bussen mit Euro 6-Norm hatte der Rheinbahn in jüngster Vergangenheit Kritik eingebracht. Elektrobusse seien die Zukunft und Diesel sei für die Stickoxidbelastung verantwortlich, argumentierten Gegner. Doch am Donnerstag begleiteten die Rheinbahnvorstände Klaus Klar und Michael Clausecker persönlich eine Messfahrt des TÜV unter realen Bedingungen. Das Ergebnis: Die neuen VDL-Busse sind sogar noch sauberer als vom Hersteller angegeben und unterschreiten die Grenzwerte deutlich.

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Martin Kleinebrahm (links) vom TÜV erklärt den Ablauf der Testreihe

Am Betriebshof in Lierenfeld startete am Donnerstagmittag (16.11.) die Mess-Fahrt. Neben den Rheinbahnvorständen war auch Düsseldorfs Umweltdezernentin Helga Stulgies gekommen, um sich einen Eindruck von den Messungen zu machen. Denn der Kauf der neuen Dieselbusse war auch im Stadtrat und in der Verwaltung lange diskutiert worden. Der Skandal über die Abgaswerte der Diesel-Pkw hatte viele verunsichert. TÜV-Mitarbeiter Martin Kleinebrahm erläuterte bei der Testfahrt, dass die Werte bei den Nutzfahrzeugen nicht vergleichbar mit denen der PKW seien. Die Technologie mit der Zugabe von Ad Blue zum Dieselkraftstoff, zur Regulierung der Abgaswerte sei gleich. Nur werde sie bei Nutzfahrzeugen auch wirklich so angewendet. Da sei keine „Schummelsoftware“ im Einsatz. Die Busse müssten auch im Betrieb ihre Werte unter Beweis stellen, nicht nur auf dem Prüfstand.

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Aussen am Bus waren vor den Auspuff Messgeräte angebracht

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Mit diesen Geräten werden die Messergebniss ermittelt

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Gespannt werden die Werte auf dem Laptop verfolgt

Um den Beweis anzutreten wurde einer der neuen Busse mit der Prüftechnick bestückt. Im hinteren Teil des Busses war ein großes Aggregat über Kabel mit dem Auspuff verbunden. Metallgewichte im Bus simulierten den Einsatz unter realen Bedingugen mit Fahrgästen. Die Fahrt führte einen Abschnitt der Strecke der Linie 785 entlang. Gespannt blickten die Mitfahrer auf den Bildschirm des Laptops, auf dem die Abgaswerte und andere Daten in Echtzeit angezeigt wurden. Die Linien schlugen nur sehr wenig aus, die Werte blieben wie bei den vorherigen Messungen im absolut unteren Bereich.

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Auf der Corneliusstraße sollen die Stickoxidwerte durch die neuen Busse um 12 Prozent gesenkt werden

„Mit diesen Ergebnissen lösen wir unsere Zusagen für saubere Luft ein. Wir haben versprochen, unseren Anteil an den Stickoxiden beispielsweise auf der Corneliusstraße bis Ende 2018 von 14 auf unter zwei Prozent zu senken. Und wir halten Wort!“, so die Rheinbahnvorstände Michael Clausecker und Klaus Klar.

Im Jahr 2019 soll die erste innerstädtische E-Buslinie den Betrieb aufnehmen, zwei Jahre danach folgt eine weitere mit E-Fahrzeugen bestückte Verbindung. Ziel ist es ab dem Jahr 2023 E-Busse in Serie zu beschaffen.

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