Düsseldorf Verkehr

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Ein Rundkurs über Cornelius-, Kirchfeld-, Jahnstraße und Fürstenwall war am Freitag die Demo-Strecke

Düsseldorf: Über 200 Radler erobern eine Spur auf der Corneliusstraße

Es war mit der Polizei abgestimmt und die Spur wurde mit Hütchen abgesperrt, aber genossen haben es die über 200 Teilnehmer an der Aktion „Saubere Luft für Düsseldorf -Verkehrswende jetzt“ ganz offensichtlich. Rund eine Stunde genossen sie am Freitag (31.8.) zwischen 16 und 17 Uhr das Privileg einer eigenen Fahrspur, dann gaben sie die Fahrbahn an die Autofahrer zurück.

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Auch Fahrradpolizisten sicherten die Strecke

Freie Fahrt für Radler

So würden sie gerne immer durch die Stadt fahren und die Autofahrer in ihre Schranken weisen, da sind sich viele der Teilnehmer einig. Viele von ihnen sind überzeugte Radfahrer. Sie waren mit Klapprädern, Lastenrädern, mit Kindersitz hinten drauf oder mit dem bequemen Hollandrad gekommen und damit der Einladung des Aktionsbündnisses „Saubere Luft für Düsseldorf – Verkehrswende jetzt“ gefolgt.

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Die Sprecher des Aktionsbündnisses hielten eine kurze Ansprache zum Beginn der Aktion

Verkehrswende muss endlich kommen

In dem Bündnis haben sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie für mehr Lebensqualität in Düsseldorf sorgen und dazu gehört saubere Luft, die nur erreicht werden kann, wenn die Emissionen der Kraftfahrzeuge sinken.

Stadt und Politik sollen nicht langwierig über die Luftqualität diskutieren, sondern endlich handeln und Maßnahmen umsetzen. Das Abwarten und Vertrauen auf neue und modernere Motoren, wie es der Luftreinhalteplan vorsieht, halten sie für den falschen Weg.

> Sie fordern die neue Aufteilung des Straßenraums zugunsten der Radfahrer und Fußgänger und den raschen Bau von Radschnellwegen.

> Der Verkehr und der Parkraum müsse konsequent überwacht und falsch abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden.

> Für die Innenstadt halten die Aktivisten Tempo 30 für ausreichend. Das reduziere die Unfallgefahr für Radfahrer und Fußgänger, sorge für flüssigeren Verkehrsfluss und reduziere den Schadstoffausstoss.

> Die Bus- und Bahnverbindungen müssten optimiert werden, um den Umstieg auf diese Verkehrsmittel attraktiver zu machen.

> Diesel-Fahrzeuge müssten mit einem Fahrverbot belegt werden, bis die Technologie weit genug ist, dass die Grenzwerte verlässlich eingehalten werden.

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Die Trommlergruppe unterstützte die Radler vom Bürgersteig aus

Pkw's müssen ihren bevorzugten Status verlieren

Die Fahrzeuge auf der Corneliusstraße wurden durch die Radfahrer bei der Aktion nicht mehr gestört, als durch die regelmäßig in der zweiten Reihe parkenden Fahrzeuge. Die Teilnehmer der Rad-Demo genossen die freie Fahrt.

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Die Sprechner des Bündnisses: Dirk Jansen vom BUND, Lerke Tyra vom ADFC und Jost Schmiedel vom VCD (v.l.)

Critical Mass

Viele von ihnen werden auch an der Critical Mass am 14. September dabei sein, die um 19 Uhr ab Fürstenplatz startet. Dann beanspruchen die Radler die Fahrbahn für sich, was ihnen laut Straßenverkehrsordnung als Verband auch zusteht.

Ob die Diskussion über den Luftreinhalteplan in Düsseldorf dazu führen wird, dass die Situation der Radfahrer in Düsseldorf besser wird, bleibt abzuwarten.

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