Düsseldorf Verkehr

D_Hafenalarm_Pferd_11092015

Reitet gegen die gefühlte Geheimniskrämerei im Rathaus: Die Bürgerinitiative Reisholzer Hafen

Düsseldorf hat „Hafenalarm“: Bürgerinitiative Reisholzer Hafen schreibt zweiseitigen Brandbrief an den Rat

Die Bürgerinitiative Hafenalarm schlägt Alarm. In einem zweiseitigen Schreiben an die Mitglieder des Düsseldorfer Haupt- und Finanzausschusses kritisiert die Bürgerinitiative, dass die Stadt an jedweder Öffentlichkeit vorbei und ohne Bürgerbeteiligung Fakten schaffe für den umstrittenen Container-Hub im Reisholzer Rheinhafen. Dem widersprachen auf Nachfrage von report-D die Fraktionsgeschäftsführer von SPD und Grünen.

Die Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse haben immer einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen. Ausgerechnet dort, nicht-öffentlich, entdeckten Mitglieder der Bürgerinitiative eine Vorlage zum Reisholzer Hafen. Da soll eine neue Gesellschaft beschlossen werden, die die Entwicklung des Reisholzer Hafens vorantreibt. Erster Schritt: Es soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

Aus dem Blickwinkel der Bürgerinitiative: pure Intransparenz

Aus dem Blickwinkel der Bürgerinitiative eine grobe Verletzung aller Transparenz-Versprechen von Thomas Geisel vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister. Und auch ein Bruch dessen, was im Koalitionspapier der Düsseldorfer Ampel aus SPD, FDP und Grünen niedergelegt ist. Dort hatte die Bürgerinitiative zum Reisholzer Hafen gelesen: „Planungen werden öffentlich gemacht und erläutert. Bei allen Entscheidungen werden die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer frühzeitig informiert und beteiligt.“ Also: Hafenalarm, offener Brief, Knatsch.

D_Hafenalarm1_11092015

Wehren sich gegen Container-Terminal in Düsseldorf-Reisholz: viele hundert Anwohner

„Dies hätte durch eine bessere Kommunikation vermieden werden können“, sagte der grüne Fraktionsgeschäftsführer Stephan Soll. Noch werde zum Hafen selbst gar nichts entschieden, sondern es gehe nur um die Gründung der Gesellschaft. An der seien jeweils zur Hälfte die Industrie-Terrain-Reisholz (IDR) und die Neuss-Düsseldorfer Häfen (NDH) beteiligt. Solche Entscheidungen müssten laut Kommunalrecht im nicht-öffentlichen Teil fallen, erläuterte Soll.

"Ergebnisoffene Machbarkeitsstudie"

„Wir werden – wie versprochen – die Machbarkeitsstudie ergebnisoffen in Auftrag geben. Mit den Beschlüssen zu der Gesellschaft ist noch kein Präjudiz verbunden – pro oder contra Container-Hub“, versicherte auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Frank-Ulrich Wessel. Auch er wünschte sich eine bessere Kommunikation.
Der Haupt- und Finanzausschuss wird am 30. November, der Rat am 10. Dezember tagen.

Zurück zur Rubrik Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Verkehr

D_Rhein_Burkert_Fimpeler_Rimkus_2017031

Auf den letzten paar Rhein-Metern will sich Andreas Rimkus nicht den Abend kaputt machen lassen. „Da entsteht ein kein Container-Hub, sondern ein Hafen, in dem auch Container angelandet werden“, beantwortet er eine Frage nach dem Ausbau des Reisholzer Hafens. Und der Rhein werde zwischen Duisburg und Stürzelberg auch nicht flächendeckend ausgebaggert, wie ein anderer Fragesteller behauptet. Es gehe um ein punktuelles Begradigen des Flussbodens. Einen Moment lang fällt die Düsseldorfer Gemütlichkeit komplett ab vom Düsseldorfer SPD-Chef und Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus. Nähme er jetzt die Fäuste hoch, niemand würde sich über den Ring-Gong wundern.

D_Suedring_20170315

Die Unfallstatistik 2016 versetzte der Polizei und den Verkehrsexperten einen großen Schreck: Mit einem Mal krachten gleich drei Kreuzungen des Südrings unter die traurigen Top-Ten der Unfallschwerpunkte in Düsseldorf. An der Kreuzung mit der Völklinger Straße krachte es 91 Mal (Platz 5), an der Münchener Straße 55 (8) und an der Aachener Straße 54 Mal (9). Ab sofort gilt auf der südlichen Stadtumfahrt nur noch Tempo 50.

D_Goedecke_Strom_13032017

Landtagspräsidentin Carina Gödecke weihte am Dienstag (14.3.) acht neue Ladesäulen für Ökostrom ein. Vier der Ladestationen sind öffentlich zugänglich und befinden sich neben der Einfahrt zur Tiefgarage des Landtags an der Stromstraße. Vier weitere sind im Landtags-Parkhaus. Wer die Stromzapfstellen nutzen möchte, kann bei den Stadtwerken Düsseldorf eine Tankkarte bekommen. Besucher des Landtags erhalten die Tankkarten auch am Empfang. Die Ladestationen können auch von Car-Sharing-Unternehmen genutzt werden.

report-D: Social Media / RSS

Düsseldorf, Helau!

Tausend und ein Karnevalsbild